Richard Ebert
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Kartoffeln: Ernte 1,9 Mio. T. Vorjahr / Anstieg auf 30 Euro in Sicht ?

Marktexperte Christoph Hambloch erwartet schlechte Kartoffelernte

greenpeace-magazin.de / dpa, Bonn (08.09.10) - Erst klagten die Getreidebauern - jetzt hat das Wetter auch den Kartoffelbauern die Ernte verdorben. Die Erträge dürften in diesem Jahr mit rund 9,8 Millionen Tonnen um 1,9 Millionen Tonnen hinter denen des Vorjahres liegen, schätzte der Marktexperte der Bonner Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI), Christoph Hambloch, am Mittwoch. Er rechnet noch in diesem Jahr mit steigenden Erzeugerpreisen, auch wenn die Kartoffelmenge für den deutschen Bedarf ausreiche. Laut Hambloch fällt die Kartoffelernte in der gesamten EU schlecht aus.

In den 27 EU-Mitgliedsländern werde die Ernte um etwa 6 Millionen Tonnen auf rund 56 Millionen Tonnen sinken, schätzt Hambloch. Das sei ein absoluter Minusrekord. Verschärft werde die Knappheit im Frühjahr zudem durch einen Nachfragesog aus Russland, wo eine Jahrhundertdürre erhebliche Ausfälle verursacht habe.

In Deutschland seien vor allem die Hitze und Dürre im Sommer verantwortlich für die schlechte Ernte. Aber auch reduzierte Anbauflächen hätten eine Rolle gespielt. Sie seien um drei Prozent auf insgesamt 255.200 Hektar zurückgegangen.

(Quelle: http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&tx_ttnews[tt_news]=87473&tx_ttnews[backPid]=23&cHash=65b87a155a)

Terminmarkt: Bombenfeste Stimmung

Am Agrarterminmarkt der Eurex Frankfurt konzentrierte sich heute das Interesse auf Kartoffeln der laufenden Ernte. April 2011 Futures, die Montag bei 19.30 Euro schlossen, zogen bereits am Dienstag bei einem Umsatz von 306 Kontrakten um 1.40 auf 20.70 Euro an. Heute gab es bei 729 gehandelten Kontrakten einen erneuten Kurssprung um 1,80 auf 22.50 Euro.

Christoph Hambloch hält 30 Euro bei Kartoffeln für realistisch

Nach dem vorübergehenden Kursrückgang auf 17,30 Euro nähern wir uns bereits wieder dem alten Hoch vom Juli bei 24,10 Euro. Der Grund liegt in der kleinsten Kartoffelernte, die jemals in der EU geerntet wurde. Bei den 5 großen Kartoffelerzeuger Ländern Europas liegt die erwartete Ernte um 6 Millionen Tonnen unter der des Vorjahres (siehe Beitrag oben). Die deutsche Eigenversorgung ist so gering, dass die enormen Exporte der Vorjahre komplett ausfallen müssten, um den Bedarf in Deutschland zu decken. Dies und die möglicherweise nicht dauerhaft zu haltende Qualität der Lagerkartoffeln lässt Christoph Hambloch von der AMI zu Einschätzung eines Preisanstiegs auf 30 Euro kommen.

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
topigs
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Erzeugerpreise in Niedersachsen vom 31.08.2010 in €/100kg
40mm+
11-14€/dt

Mfg

Schinken
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@ topigs:

Für welche Sorten und welche Verwendung ? 40 mm + ist doch Industrieware, oder ?

Fakt ist, dass zunächst in der Haupterntezeit massiver Druck aufkommen wird, da zu viele unsichere Qualitäten nicht ins Lager können. Aber nach dem Schwitzprozess werden die Karten neu gemischt !

Allerdings ist bei den Erntemengenschätzungen zu berücksichtigen dass im Bereich des Stärkekartoffelanbaus wohl die grössten Ertragsausfälle zu verzeichnen sind. Dafür läuft der Export aber wohl sehr stark an. Es bleibt weiter spannend !

Wie seht ihr das aktuelle Marktgeschehen ?

Gruß Schinken

riggert
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Erzeugerpreis in NordOstNiedersachsen vom o6.09. für festkochende Speisekartoffeln
35 + , lose Verladen: 20,-€/dt

HD
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Der Hammer heute morgen.

Neue Preise Speisekartoffeln:

vorwiegend festkochend 16,--/festkochend 18,--

jeweils Euro/dz minus Bonitierung

Gruss HD

Bauer
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Hallo zusammen.

Ganz locker bleiben und Ruhe bewahren. Die Weizen Anbauer machen es uns vor. Richtung Osten gibt es durch Dürre oder zu viel Wasser (Überflutungen) auch wesentlich weniger Kartoffeln.

HD
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@ Bauer,

Keine Bange die Lockerheit ist da, aber nicht das Verständnis für die heutige Preisrücknahme.

Auch die Versender im Zentrum des Nds. Frühkartoffelanbaus sind nicht begeistert.

Der Druck kommt aus der Heide (Uelzen usw.)

Gruss HD

Ackerspezi
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@ HD [#5]

Ist den Lagerhaltern geschuldet, damit genug Ware seinen Weg in die Einlagerung findet. Die letzten drei Jahre hat das Lagern nur Geld gekostet, da wollen viele dieses Jahr ihre Scheunen nur mit dem nötigsten voll machen, einige brauchen auch dringend liquide Mittel- wer nicht lagern kann, für den ist es tatsächlich ärgerlich, aber die Mengen sollten doch inzwischen überschaubar geworden sein in Osthannover ?

Geno-Bauer
Mitglied seit
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@ Schinken [#3]

Zitat: 40mm + ist doch Industrieware, oder ?

Zu unserem Leidwesen ist 40 - 65 mm mittlerweile die Standardsortierung für Speisekartoffeln.

Die Osteuropäischen Länder wie Rumänien und Bulgarien wollen noch die ganz dicken Dinger > 65 mm.

MfG
Geno-Bauer

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