Kartoffeln: Erzeuger sind optimistisch gestimmt
ZMP (19.08.08) - Die Erzeugerpreise für deutsche Speisekartoffeln haben sich jüngst so gut wie nicht verändert. Während der Haupternte in drei bis vier Wochen dürften die aktuellen Kurse aber kaum zu halten sein. Die Landwirte erwarten jedoch einiges mehr als im Vorjahr, um ihre gestiegenen Kosten zu decken.
Mit dem Start der Haupternte wird eine spürbare Zunahme des Angebotes einhergehen. Schließlich ist nicht jede Partie für die Einlagerung geeignet, oder es soll ohnehin direkt vom Feld vermarktet werden. Bisher hielt sich der Angebotsdruck in Grenzen. So ist die Getreideernte aufgrund der unverändert wechselhaften Witterung noch nicht überall beendet und hat Vorrang vor den Kartoffeln.
Die Erzeugerpreise konnten ihr Niveau seit der vergangenen Woche auch deshalb annähernd behaupten. 18,00 bis 20,00 Euro je Dezitonne ab Station bildeten weiterhin den Schwerpunkt für vorwiegend festkochende Sorten. Für festkochende und mehligkochende Partien verlangte man teils spürbare Aufschläge, zumal diese bisher noch nicht in allen Gegenden in ausreichendem Umfang und stabilen Qualitäten vorliegen.
Trotz der zu erwartenden Preiskorrekturen nach unten in den nächsten Wochen sind die Landwirte optimistisch gestimmt. Die Voraussetzungen für höhere Kartoffelpreise als im vorigen Jahr und eine moderate Preisentwicklung in den kommenden Monaten sind jedenfalls weiterhin gegeben. Kleinere Anbauflächen in fast allen Bundesländern und tendenziell schwächere Erträge dürften grundsätzlich für ein besseres Verhältnis von Angebot und Nachfrage sorgen.
(Quelle: http://www.zmp.de/agrarmarkt/ackerbau/2008_08_19_Marktlage_Kartoffeln.asp)