Richard Ebert
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Kartoffeln: Lagerung - nicht mehr nur ein Kostenfaktor ?

Kartoffellagerung - nicht mehr nur ein Kostenfaktor?

LWK Niedersachsen, Hannover (04.08.10) - Weil in den letzten vier Jahren dreimal durch Kartoffellagerung wesentlich höhere Erlöse erzielt werden konnten als bei einem Verkauf aus der Ernte heraus und zudem auch noch die Erlöse durchaus zufrieden stellend waren, könnte es in nächster Zeit wieder zu einem vermehrten Neubau entsprechender Lager kommen. Unter welchen Bedingungen mit der Lagerung von Kartoffeln Geld verdient werden kann, analysiert Dr. Mathias Schindler von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen anhand eines Vergleiches der Lagerungskosten mit der Preisentwicklung im Verlauf der letzten Jahre.

Günstiges Preisniveau

Gegessen werden Kartoffeln immer und das in fast konstanten Mengen. So könnte man die Nachfrageseite zusammenfassen. Demzufolge wird der Preis stark durch die angebotenen Mengen bestimmt. Sind die Ernten unterdurchschnittlich (wie 1983, 1994 und 2006) steigt der Preis schnell deutlich an, ist die Ware aufgrund von Qualitätsproblemen zudem auch noch wenig lagerfähig (1983 und 1994), steigt der Preis immer weiter. Gibt es aber „zuviel“ Kartoffeln (wie 2004) so fällt der Preis beinahe ins Bodenlose, Anstieg bis zur neuen Ernte praktisch ausgeschlossen. Diese Effekte lassen sich schon bei Erntemengenschwankungen um 15 bis 20% feststellen.

Für die Analyse der Speisekartoffelpreise seit 1983 werden die Preisverläufe der letzten fünf Jahre im Detail und darüber hinaus auch die Durchschnittspreise verschiedener Zeitabschnitte in der Übersicht 1 dargestellt. Danach ergibt sich dabei über alle Jahre ein Durchschnittspreis von netto ca. 9,90 EUR/dt auf der Basis „Anfang Oktober“ (aktuell für Pauschalierer-brutto: 10,96 EUR/dt). Für die letzten zehn Ernten (2000 bis 2009) wird mit 10,57 EUR/dt ein um ca. 0,60 EUR/dt höherer durchschnittlicher Nettopreis ermittelt. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag der Oktoberpreis mit 12,50 €/dt sogar um 2,60 €/dt über dem Gesamtmittel. Gegenüber den ersten 10 Jahren dieser Auswertung (1983 bis 1992), für die sich 9,16 €/dt ergaben, ist somit ein Anstieg um 36,5% erkennbar, der aber im wesentlichen durch das Ausnahmejahr 2006/2007 verursacht wurde.

Da sich aber nach 5 „nicht schlechten“ Jahren kein „Katastrophen“-jahr mehr in diesem Zeitraum befindet, ist Vorsicht angebracht. Weil nicht auszuschließen ist, dass auch Jahre wie 2004/05 mal wiederkommen, sollte der Zeitraum auf 10 Jahre erweitert werden. Für den zurückliegenden 10-Jahres-Zeitraum beträgt der Anstieg denn auch nur noch 15,4%. Somit ist trotz der starken Variabilität in den Preisen ein Aufwärtstrend sowohl der fünf- als auch der zehnjährigen Durchschnittspreise zu erkennen; dieser bleibt aber weit hinter der allgemeinen Inflationsrate zurück. Deshalb kann der Kartoffelanbau nur rentabel bleiben, wenn es gelingt, die Stückkosten konstant zu halten, entweder durch steigende Erträge (was eher nicht zu beobachten ist) oder durch effizientere Produktion, sprich: Kostensenkung.

Die Preisentwicklung verbesserte sich

Die Betrachtung der nacherntigen Preisentwicklung, die in den letzten Jahren deutlich größeren Anlass zur Besorgnis gab, da im Zeitraum 1983-1992 noch bis zu 4,37 EUR/dt als Preisanstieg bei Lagerung realisiert werden konnten, während es 1993 bis 2002 nur noch bis zu 2,29 EUR/dt waren. Attraktive Preisanstiege waren in den letzten 5 Jahren gleich dreimal festzustellen, im 4. Jahr war die Preisbewegung ebenfalls ausreichend, nur in 2007/08 kam der Preis nicht von der Stelle.

Wenngleich die Vollkostendeckung bei der Erzeugung durch das durchschnittliche Preisniveau der letzten Jahre bei den meisten Betrieben zwar annähernd sichergestellt wird, so ergibt die jahresindividuelle Betrachtung eine Aufteilung des Gesamtzeitraumes bei einer Abgrenzung anhand von +25% Preisabweichung 6 gute, 8 schlechte und 13 mittlere „Kartoffel“-Jahre. Wird die Preisentwicklung im nacherntigen Verlauf nach demselben Schema differenziert, so gab es 10 Jahre, in denen der Preisanstieg die Lagerungskosten übertraf und 17 Jahre, in denen man (falls überhaupt möglich) besser auf Lagerung hätte verzichten sollen.

Die Kosten der Lagerung

Bei der Gliederung der mit der Lagerung verbundenen Kosten bietet sich eine Differenzierung in zwei Kostengruppen mit insgesamt fünf verschiedenen Kostenbereichen an.

Dem „Kartoffellager“ (1. Kostengruppe) sind folgende Kostenpositionen zuzuordnen:

• Die Kosten des Kartoffellagers (Abschreibung, Zinsanspruch und Reparaturen)
• Die Betriebskosten des Lagers während der Lagerung

Dem Produkt „Kartoffel“ (2. Kostengruppe) können folgende Kostenpositionen zugeordnet werden:

• Die Kosten für das Produkthandling (Transport, Ein- und Auslagerung)
• Zinsverluste aufgrund späterer Verkaufs- und Zahlungstermine und
• Kosten durch Substanzverluste (Schwund und Absortierung)

Außer der bereits diskutierten Preisentwicklung im Zeitablauf und den eigentlichen Kostenpositionen sind aber unter Umständen auch qualitätsbedingte Preisänderungen zu berücksichtigen, so dass eigentlich noch ein weiterer und deshalb eigentlich insgesamt sechs Bereiche zu untersuchen sind.

• Die Preisänderungen aufgrund von lagerbedingten Qualitätsänderungen
sind deshalb ggf. ebenfalls dem Produkt „Kartoffel“ zuzuordnen.

Kosten verschiedener Kartoffellager

In dem Beispielsbetrieb, der bei der Mehrwertsteuer optiert, soll mit einem Kapitaleinsatz von rund 483.000 EUR ein Kartoffellager für ca. 2.250 t gebaut werden (vgl. Übersicht 2, Variante 1), so dass die Kartoffeln von ca. 50 ha Anbaufläche gelagert werden können. Wegen des spezifischen Investitionsbedarfes von 215 EUR/t Lagerraum und der Nutzungsdauern von 40 Jahren für die Gebäudehülle und 20 Jahren für die technische Ausstattung betragen die jährlichen Kosten des Lagers 1 insgesamt 42.547 EUR bzw. 18,91 EUR/t/Jahr (= 8,8% der Investitionssumme). Davon entfallen mit 7,61 EUR/t/Jahr ca. 40% auf die Abschreibung; ebenfalls ca. 40% (7,45 EUR/t/Jahr) werden durch die Zinskosten der Annuitätenfinanzierung (20 Jahre Laufzeit, 10 Jahre zu 5,65% verursacht und ca. 20% (3,84 EUR/t/Jahr) entstehen durch Unterhaltung und Versicherung.

Sofern eine AFP-Förderung nach den derzeit geltenden Bedingungen in Anspruch genommen werden kann, könnte der Eigenanteil am Investitionsbetrag um ca. 128.000 € Fördermittel auf ca. 363.000 EUR (inkl. Zwischenfinanzierungskosten der AFP-Mittel für 11 Monate) reduziert werden. Neben der Bilanzsumme verringern sich durch den kapitalisierten Zinszuschuss auch die Abschreibung und der Zinsaufwand um ca. 25%, so dass eine jährliche Gesamtbelastung von ca. 34.125 EUR bzw. 15,17 EUR/t Lagerkapazität verbleibt. Da die sonstigen Kosten identisch bleiben, während sich Abschreibung und Zinsaufwand ändern, verschieben sich die Anteile auf jeweils ca. 37,5% für die AfA und den Zinsaufwand und ca. 25% für Unterhaltung und Versicherung. Durch die Förderung würden die Kosten des Lagers 1 insgesamt also um ca. 20% sinken.

Alternativ könnte im Rahmen einer „großen“ Lösung (Variante 2) ein Gemeinschaftslager für ca. 11.250 t gebaut werden, in dem bei einem Investitionsvolumen von 1.740.000 EUR die Ernte von ca. 250 ha Kartoffelfläche gelagert werden kann. Der spezifische Investitionsbedarf liegt mit 155 EUR/t um 28% unter dem der Individuallösung.

Aufgrund der unterschiedlichen Anteile für Gebäude und Technik fallen die jährlichen Kosten des größeren Lagers mit 13,50 EUR/t/Jahr sogar 11% niedriger aus als die des AFP-geförderten Einzellagers. Dabei haben die AfA und der Zinsaufwand jeweils einen Anteil von 40%, während ca. 20% auf Unterhaltung und Versicherung entfallen. Im Vergleich zum ungeförderten Einzellager sinken die jährlichen Kosten sogar mehr als ein Viertel (-28,6%).

Noch günstiger wird es, wenn alle Partner des größeren Lagers für Ihre Anteile AFP-Förderung in Anspruch nehmen können. Dann ließen sich der Eigenanteil am Investitionsbedarf auf 1.302.000 EUR und die jährlichen Kosten von 151.869 EUR auf 122.153 EUR (45.523 EUR AfA, 45.556 EUR Zinskosten und 31.075 EUR Unterhaltung/Versicherung) senken (= 10,85 EUR/t).

Für die Betriebskosten der Lager sind zwischen den zwei Varianten nur geringe Unterschiede zu erwarten. Deswegen werden hier Pauschalwerte angesetzt, die für den ersten Lagerungsmonat 0,41 EUR/dt (0,30 EUR/dt für Lagerung überhaupt und 0,12 EUR/dt für den 1. Monat) und jeden weiteren Monat 0,11 EUR/dt betragen (vgl. dazu Übersicht 3). Bei 6 Monaten Lagerungsdauer entstehen somit Kosten von 0,88 EUR/dt.

Produktgebundene Kosten der Lagerung

Hier sind zunächst die Kosten für die Ein- und die Auslagerung der Kartoffeln zu nennen. Diese hängen im Wesentlichen von der Art der Lagerung (lose oder in Kisten) und dem erforderlichen Aufwand an „Hand“arbeit (Versetzen von Trennwänden, Förderbändern, etc.) ab. Da in allen Varianten das gleiche Verfahren (wenn auch mit unterschiedlicher Leistung) zum Einsatz kommt soll, werden auch hier Pauschalwerte für das Ein- und Auslagern mit zusammen 0,31 EUR/dt angesetzt.

Wer aus der Ernte heraus verkauft, hat in der Regel meistens 2 bis 3 Wochen später sein Geld und damit Liquidität zur Reduzierung von Verbindlichkeiten, Begleichung von aktuell entstehenden Kosten oder zur kurzfristigen Geldanlage. Durch die Lagerung verschiebt sich der Zeitpunkt für den Zufluss an Liquidität durch die Verkaufserlöse. Da diese erst später fließen, muss je nach Finanzlage des Betriebes innerhalb dieses Zeitraumes entstehender Liquiditätsbedarf anderweitig gedeckt werden oder auf die Zinseinkünfte aus der Anlage überschüssiger Liquidität verzichtet werden. Die Ausgangsbasis für die Kalkulation dieser Kostenposition bildet in diesem Fall der durchschnittliche Erzeugerpreis der letzten 10 Jahre (2000-2009) von 10,57 EUR/dt (Oktober). Da sich dieser aber auf sortierte Ware bezieht, sind entsprechende Kosten der Sortierung, die beim Verzicht auf ein Lager üblicherweise im Lohn erfolgt, in Abzug zu bringen.

Bei einem Ansatz von 1,26 EUR/dt für die Lohnsortierung (1,20 EUR/dt bezogen auf 95% Verkaufsware) ist also ein „Netto“-Betrag von 9,31 EUR/dt über die geplante Lagerungsdauer zu verzinsen. Dadurch ist bei einem Zinssatz von 5,65% mit einem Zinsanspruch von ca. 0,044 EUR/dt und Lagerungsmonat zu rechnen.
Darüber hinaus entspricht die nach der Auslagerung vermarktungsfähige Ware nicht mehr der ursprünglich eingelagerten Menge. Ursächlich dafür ist der Schwund, der aufgrund des Eigenlebens der Kartoffeln durch Veratmung und Verdunstung entsteht. Haupteinfluss auf diese Größe haben neben dem Lagerungsklima (Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung) auch die Einlagerungsbedingungen (Knollenbeschä¬d¬i¬gungen, -temperatur und –feuchte, anhaftende Verunreinigungen, Steinbesatz und Fäulnis). Zusammen mit den Verlusten bei der Ein- und Auslagerung werden für die Gesamtverluste bei „normalen“ Bedingungen je nach Lagerungsdauer zwischen 3,8 und 5,1% angesetzt.
Der Wert dieser nach der Lagerung nicht verkauften Mengen setzt sich zusammen aus deren „Netto“-Preis zuzüglich der bereits entstandenen Kosten (Zinsanspruch, Einlagerungskosten, Kosten des anfänglich beanspruchten Lagerraumes) und ist den verbleibenden Kartoffeln, also den tatsächlich verkauften, in Form von Kosten anzulasten. Dazu kommen noch die Kosten für das Handling und die Lagerung der „Sortierverluste“, die ebenfalls von der am Schluss verkauften Ware getragen werden müssen.

Der daraus resultierende Preisaufschlag beträgt bei einem Monat Lagerungsdauer 0,62 EUR/dt und steigt bis auf 0,85 EUR/dt bei 6 Monaten Lagerung an.
Als letzte der oben genannten Positionen sind die variablen Kosten der Eigensortierung zu berücksichtigen. Diese gehen ebenfalls mit einem Pauschalwert von 0,62 EUR/dt in die Kostenermittlung ein.

Somit ergibt sich eine Vollkostenbelastung im Einzellager (abzüglich der Kosten einer Lohnsortierung) zwischen 2,19 EUR/dt bei einem Monat Lagerungsdauer und 3,09 EUR/dt bei sechs Monaten Lagerung (siehe Übersicht 3). Mit AFP ist es im Einzellager aufgrund der bei den Festkosten niedrigeren Ansätze für AfA und Zinsanspruch um ca. 0,33 EUR/dt günstiger.

Ein ungefördertes Gemeinschaftslager ist um weitere 0,10 EUR/dt preiswerter als die geförderte Einzellösung und wenn die Gemeinschaftslagerung gefördert werden kann, dann kostet die Lagerung dort noch einmal 0,25 EUR/dt günstiger. Durch Ausnutzung aller Vorteile lassen sich somit die Kosten um 0,68 EUR/dt senken.

Fazit:

In den letzten 10 Jahren waren für spätere Vermarktung Erlösanstiege von lediglich etwa 1 EUR/dt feststellbar. Die in Einzeljahren feststellbaren deutlich höheren Anstiege werden von anderen Jahren, in denen es schlecht läuft, fast neutralisiert. Der Blick weiter zurück zeigt, dass es früher mit Anstiegen von durchschnittlich bis zu 4 EUR/dt als längerfristigen Mittelwerten deutlich besser war. Erst in den letzten fünf Jahren scheint sich der Markt wieder stärker an den Kostenerfordernissen zu orientieren.

Für die Lagerung sind in einer Vollkostenbetrachtung Kosten von rund 2,80 EUR/dt bei 4 bis 5 Monaten Lagerungsdauer im ungeförderten Einzellager anzusetzen. Durch den Erlösanstieg konnten davon im Durchschnitt der letzten 10 Jahre nur die Hälfte der Kosten gedeckt werden; im Durchschnitt der letzten fünf Jahre lief es deutlich besser: Vollkosten gedeckt.

Auch bei maximaler Ausnutzung aller Kostensenkungspotenziale lassen sich die Kosten im geförderten Gemeinschaftslager zwar um ca. 0,68 EUR/dt auf rund 2,10 EUR/dt senken. Eine Deckung der Lagerungskosten ist im zehnjährigen Mittel aus dem Erlösanstieg allein nicht erreichbar. Die Lagerung stellt somit in der langfristigen Betrachtung weiterhin einen „notwendigen“ Kostenfaktor des Kartoffelanbaus dar, der sich nur vom einem insgesamt rentablen Verfahren finanzieren lässt, wenn aus arbeitswirtschaftlichen und/oder anbautechnischen Gründen nicht auf ein Lager verzichtet werden kann.

Werden von den Gesamtkosten der Lagerung die festen Kosten abgezogen, so zeigt sich, dass seit einigen Jahren die Erlösanstiege knapp über den variablen Kosten liegen. Dies deutet darauf hin, dass insgesamt offenbar genug (vielleicht sogar zuviel) Lagerkapazitäten vorhanden sind und der entsprechende Marktmechanismus (leider) funktioniert.

Das Verfahren „Lagerung“ wird weiter betrieben, solange zumindest die variablen Kosten gedeckt sind, weil dies die Verlust minimierende Handlungsstrategie darstellt, denn so können die aktuell unbeeinflussbaren Festkosten wenigstens zum Teil gedeckt werden.

(Quelle, Tabellen und Ansprechpartner: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/91/article/14748.html)

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
Ackerspezi
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Wo gibt es für das Geld ein Lager mit allem drum und dran ?

Reden wir von Veredelungskartoffeln, was im Flachlager möglich ist, dann war das Lagern in den letzten Jahren schon schwierig.

Reden wir von Speisekartoffeln, hat Herr Schindler keine Ahnung. Alleine für Kisten sind schlappe 300.000€ fällig. Dazu eine Kühlung und Lüftung, um die Kartoffeln überhaupt vermarktungsfähig zu halten. Dann ist das Geld schon aufgebraucht. Kein Gabelstapler, keine Halle, keine Ein/-Auslagerungstechnik. Bauen im Kartoffelbereich ist so vielschichtig und vor allem teuer geworden, dass wir als nächstes erst einen Schweinestall bauen.

Lagerkosten im Speisebereich bewegen sich bei min. 5 €. Das haben etliche Landwirte in den letzten zwei Jahren schmerzlich erfahren müssen.

HD
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hallo Ackerspezi und natürlich alle,

Lagerkosten im Speisebereich bewegen sich bei min.5€. Das haben etliche Landwirte in den letzten zwei Jahren schmerzlich erfahren müssen

Deine Aussage möchte ich hiermit bestätigen, und natürlich auch, dass Schindler keine Ahnung hat.

Schindler nimmt seine Rechenbeispiele oftmals, oder auch nur, aus der Buchführung.

Gewachsenen Betrieben mit anderen Abschreibemodellen kann er nicht folgen.

Nun kurz zu den Lagerkosten(Kiste/Kühllager).

Der Speisekartoffelpreis in Verbindung mit Veredelungskartoffeln ist heute ein anderer.

An die Speisekartoffel werden riesengrosse Anforderungen gestellt, die auch mindestens einen Aufschlag von 5,-- Euro/dt. rechtfertigen.

Der Lageraufschlag, auch wenn es nur 5,-- Euro sind, ist zu gering.

Für Qualitätsware aus Frankreich wurde in der Vergangenheit oftmals ein Aufschlag von 10,-- und mehr Euro akzeptiert.

Kurz zur künftigen Preisgestaltung bei Speisekartoffeln:

Es sind alle(Ausser Erzeuger) bestrebt den Preis deutlich unter 20 Euro zu katapultieren.

Das sollte zur Haupternten auch gelingen, da unser Motto der Frühkartoffel:

Flaschenhalsvermarktung

nicht mehr zum Tragen kommt.

Ein trotzdem zuversichtlicher

HD

Ackerspezi
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ HD [#3]

Na, das ist ja eine freudige Überraschung. Ich hatte schon Sorge, dass du dich hier verabschiedet hast. Deine Aussage bezüglich des Preises wurde mir auch zugetragen, allerdings werden festkochende Partien momentan sehr gesucht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese auf einem Preisniveau mit Gala o.ä. in den nächsten 4 Wochen landen. Dann haben wir was falsch gemacht.

HD
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Ackerspezi

deine Aussage bez. festkochender Speiseware(Princess) kann ich hiermit bestätigen.

Es wird im Moment 14 tägige Ware(14 Tage nach Reifeförderung) abgezogen.

Allerdings wird sich am Preisunterschied von 2,-- Euro je dt, im Vergleich zu vorwiegend festkochender Ware meines Erachtens nichts ändern.

Gruss HD

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