Kartoffeln: Niedersächsische Frühkartoffelerzeuger unzufrieden
Niedersächsische Frühkartoffelerzeuger unzufrieden
Agrarheute.com / AgE, Hannover (05.08.09) - Am zehnten August endet die Frühkartoffelsaison. Die Landwirte in Niedersachsen sind mit dem Verlauf der diesjährigen Frühkartoffelvermarktung nicht zufrieden.
Dieses Fazit hat der Vorsitzende der Frühkartoffel-Erzeugergemeinschaft Henning Meyer, kurz vor dem Ende der Kampagne in der Haupterzeugungsregion rund um Hannover gezogen. Am zehnten August endet die Saison dort offiziell.
Gut 200 Landwirte aus der Region Hannover und den Landkreisen Celle, Peine und Gifhorn haben sich zusammengeschlossen und bauen auf insgesamt rund 2.800 Hektar Frühkartoffeln an, die zum raschen Verzehr bestimmt sind und laut Meyer von Feinschmeckern fast wie Gemüse behandelt werden.
"Unsere Mitglieder orientieren sich mit den angebauten Sorten und auch den Rodeterminen strikt am Markt", zitiert das Landvolk Niedersachsen den Vorsitzenden der Frühkartoffel-Erzeugergemeinschaft Henning Meyer. Als großen Erfolg wertete Meyer die Initiative, festschalige Kartoffeln in den Handel zu bringen. Zugleich appellierte er an den Lebensmitteleinzelhandel und die Verbraucher, diese Leistungen entsprechend zu honorieren, zumal sich die Frühkartoffeln in diesem Jahr mit einer kaum je zuvor erreichten Qualität auszeichneten.
In der laufenden Saison hätten sich die hiesigen Frühkartoffelerzeuger zu lange auf dem Markt gegen die Konkurrenz aus dem Mittelmeerraum behaupten müssen. "Mit guten Sortierungen und schönen, festschaligen Kartoffeln haben unsere Bauern den Absturz der Preise verhindern können", sagte Meyer. Erkauft worden sei diese Marktdisziplin jedoch mit höheren Sortierverlusten. (AgE)