Kartoffeln: November Kontrakt steigt heute um 67 %
So etwas habe ich seit Beginn des Kartoffel Terminhandels in Hannover und Frankfurt noch nicht gesehen; der Kartoffelkontrakt mit der Fälligkeit November 2011 stieg heute zur Eröffnung um 67 Prozent auf 17 Euro und wurde zuletzt noch immer fast 50 % über dem gestrigen Schlusspreis mit 15 Euro gehandelt.
Wer kann etwas zu den Gründen mitteilen `?
Schöne Grüsse, Richard Ebert
Blattläuse fallen über Kartoffeln her
ndr.de (15.06.11) - Auszug - Das anhaltend warme Wetter hat den Blattläusen perfekte Bedingungen geschaffen. Erst machte die anhaltende Trockenheit den Landwirten zu schaffen, dann die wirtschaftlichen Folgen des Darmkeims EHEC und nun kommen die Schädlinge. Blattläuse vermehren sich zurzeit explosionsartig und sind dank des warmen Wetters im April und Mai auch noch vier Wochen früher dran als üblich. Besonders betroffen sind die Kartoffeläcker im Osten Niedersachsens.
Landwirtschaftskammer rät zur chemischen Keule
Während vergangene Woche noch knapp 400 Läuse auf 100 Fiederblättern (Blätter, die aus mehreren getrennten Blättchen bestehen) gezählt wurden, lag der Spitzenwert jetzt nach Pfingsten bei 2.700, meldet die Landwirtschaftskammer für den Bezirk Uelzen. "Das ist besorgniserregend hoch", sagte der dortige Kartoffelexperte Jürgen Pickny. Der Bekämpfungsrichtwert liege bei 500 Läusen auf 100 Fiederblätter. Pickny ist sehr skeptisch, ob noch genügend gesunde Kartoffeln als Pflanzgut für das nächste Jahr übrig bleiben. "Die betroffenen Landwirte sollten am besten sofort Insektizide spritzen", riet Pickny.
Die Landwirtschaftskammer empfiehlt umgehend intensive Bestandskontrollen. "Die Landwirte sollten auch die unteren Blätter kontrollieren, um möglichst zeitnah behandeln zu können", sagte Fachbereichsleiter Luitpold Scheid. Wenn mehr als fünf Läuse auf einem Blatt sitzen, dann sollten sie bekämpft werden.
(Quelle: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/blattlaus101.html )
Die Eurex hat die heute morgen gehandelten Kontrakte komplett storniert.
Von der Börse waren - wie immer in solchen Fällen - keine Hintergründe zu erfahren. Es bleibt die Vermutung von Fehltrades, zum Beispiel durch automatische Handelssysteme oder durch manuelle Eingabe im falschen Terminmonat. Diese Fehltrades können auf Antrag der Handelsteilnehmer innerhalb bestimmter Zeiten (zum Beispiel 30 Minuten) kostenpflichtig storniert werden.
Die Kursliste können wir aus technischen Gründen erst nach Börsenschluß korrigieren.
Schöne Grüsse, Richard Ebert