Kartoffeln: Preise unter Druck
Drängende Partien verhindern Preisstabilisierung im Verarbeitungsbereich
LWK Niedersachsen, Hannover (18.11.11) - Der Markt für Verarbeitungsware befindet sich noch etwas unter Druck. Nicht lagerfähige Mengen und Übergrößen verhindern eine Stabilisierung des Preisniveaus. Trotz der hohen Auslastung der Verarbeitungsunternehmen beschränkt sich der Bedarf vorläufig noch auf kontrahierte Mengen. Obwohl die Produktionskapazitäten auf Hochtouren laufen, können kaum Lagerbestände aufgebaut werden. Grund dafür ist die hohe weltweite Nachfrage nach gefrorenen Kartoffelprodukten. Vor allem Brasilien ist ein wichtiger Absatzmarkt für den europäischen Markt. Das lässt mittelfristig auch im Verarbeitungsbereich eine Befestigung erwarten.
Der Speisekartoffelbereich zeigt sich ruhig und ausgeglichen. Die Preise blieben weitestgehend unverändert. Für gute Qualitäten können Preisaufschläge erzielt werden. Problematisch gestaltet sich nach wie vor der hohe Anteil an Absortierungen. Aussortierte Übergrößen und qualitativ nicht einwandfreie Kartoffeln mindern die abrechnungsfähige Menge aus Erzeugersicht deutlich. Für die nächsten Wochen ist mit einer stabilen Seitwärtsbewegung am Speisekartoffelmarkt zu rechnen.
(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/8351.html )