Kartoffeln: Unruhe bei deutschen und französischen Bauern
Kartoffelpreise versetzen französische und deutsche Bauern in Unruhe
Agrarheute.com / lid, Bern (17.11.09) - Die Kartoffelproduzenten in Deutschland und Frankreich gehen mit ihrer Unzufriedenheit über die aktuellen Preise an die Öffentlichkeit.
In Frankreich hat ein Werbespot für Kartoffeln zum Discountpreis von 1,49 Euro pro 10 Kilogramm den Unmut der Produzenten entfacht. Die französische Kartoffelorganisation Cnipt kritisiert, dass die Kartoffeln zu diesem Preis nicht einmal zu produzieren wären - die Kosten für Sortieren, Transport oder Abpackung blieben aussen vor. Die Produzenten gehen davon aus, dass die Ware unter Einstandspreis verkauft wird.
Auch in Deutschland weisen die Produzenten wiederholt darauf hin, dass die derzeit bezahlten Preise nicht kostendeckend seien. Wegen der qualitätsbedingt hohen Abgänge von bis zu 20 Prozent, der erheblichen Produktionskosten und im einstelligen Bereich liegender Produzentenpreise sei kaum Geld zu verdienen, sagte Martin Umhau, Vorsitzender des Fachausschusses Kartoffeln im Deutschen Bauernverband (DBV). Unterdessen bemühen sich Kartoffelorganisationen in den Niederlanden und Belgien herauszufinden, wie hoch die Quote der blaufleckigen Knollen im Lager sein könnte, um die Sortierabgänge richtig einzuschätzen.
(Quelle: http://www.agrarheute.com//index.php?redid=322940)