Richard Ebert
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Kartoffeln: Vermarktung läuft alles andere als zufrieden stellend

DBV ist mit der Vermarktung der Kartoffelernte nicht zufrieden

Agrarheute.com / dbv, Hannover (13.11.09) - Die Vermarktung der diesjährigen Kartoffelernte läuft alles andere als zufrieden­stellend, stellt der DBV-Fachausschuss bei seiner turnusmäßigen Sitzung fest. Im nächsten Jahr könnte die Anbaufläche wieder schrumpfen.

"Auf der Basis der zum Vorjahr etwas größeren Fläche wurde mit 11,6 Millionen Tonnen zwar eine gute Bruttoernte eingefahren. Wegen der qualitätsbedingt hohen Abgänge von bis zu 20 Prozent, der erheblichen Produktionskosten und im einstelligen Bereich liegender Erzeugerpreise sei jedoch kaum Geld zu verdienen", sagte Martin Umhau, Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Kartoffeln anlässlich der turnusmäßigen Sitzung des Gremiums am 11. November 2009 in Hannover. Noch immer werden Partien auf den Markt gedrückt, die lediglich über den Preis Abnehmer finden. Dies sowie das dringende Gebot, nur qualitätsgerechte Ware abzupacken, bestätigten auch die übrigen Ausschussmitglieder in der traditionellen Tischumfrage. Schließlich soll dem Verbraucher der Geschmack auf die tolle Knolle nicht verdorben werden.

Hochwertige Speisekartoffeln sollen nicht verschleudert werden

Angesichts des Ziels, den heimischen Markt bis zum Anschluss an die neue eigene Ernte mit guter Lagerware zu versorgen, besteht kein Grund, qualitativ hochwertige Speisekartoffeln zu verschleudern. Vielerorts wurde bereits umfangreich in Lager- und Kühltechnik investiert bzw. stehen entsprechende Vorhaben an. "Nur so kann es gelingen, den hohen Anteil von importierten Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum, die über tausende Kilometer mit schlechter CO2-Bilanz transportiert werden müssen, zurückzudrängen", betonte Umhau.

Kartoffelbauern wollen Flächenausdehnung wieder zurücknehmen

Vor dem Hintergrund der stagnierenden Verbrauchernachfrage sprachen sich die Mitglieder des Fachausschusses am Mittwoch deutlich dafür aus, den Kartoffelanbau 2010 für alle Verwertungsrichtungen wieder auf ein marktangepasstes Niveau zurückzuführen. Die Ausdehnung der Fläche in diesem Jahr war das falsche Signal. Dem Thema Rückverfolgbarkeit in der Lebensmittelkette stehen die Landwirte auch weiterhin offen gegenüber. Die sehr guten Testergebnisse beim Monitoring unterstreichen, dass die installierten Systeme funktionieren und die Landwirte die Forderung nach der "gläsernen Kartoffel" erfüllen.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/pflanze/zuckerr%FCben_und_kartoffeln/dbv_ist_mit_der_vermarktung_der_kartoffelernte_nicht_zufrieden.html?redid=322826)

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Geschrieben von Richard Ebert am
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