Kartoffeln: Vermarktungsdruck nimmt zu
ZMP (22.04.08) - Der Vermarktungsdruck nahm bei Speisekartoffeln weiter zu. Hatten vergleichsweise niedrige Temperaturen den Qualitätsabbau in den letzten Wochen noch gebremst, dürften viele Partien nach Einschätzung von Händlern zumindest in Flächenlagern in der zweiten Aprilhälfte richtig ins „Rutschen“ geraten. Schon jetzt suchten die Lagerhalter in den deutschen Überschussgebieten für große Mengen Kartoffeln alternative Verwertungsmöglichkeiten, da die Abpackung aufgrund von Lagerdruckstellen, Silberschorf oder anderen Mängeln nicht mehr in Frage kam.
Die Aufnahmefähigkeit der Schälindustrie ist aber begrenzt und auch Kartoffeln für die Rinderfütterung oder Biogasfermenter fanden nicht in allen Gegenden problemlos Abnehmer. Die Preise bewegten sich daher für solche Partien oft schon deutlich unter 5,00 Euro je Dezitonne, so dass man allenfalls noch einen Teil der Entsorgungskosten spart. Verhältnismäßig stabil notierten die Preise für Speisekartoffeln, die mit normalem Sortieraufwand noch für die Abpackung taugen. Nennenswerten Aufschlägen zu den bisherigen Kursen wurde aber bisher mit Hinweis auf die mäßige Absatzlage meist eine Absage erteilt.
(Quelle: http://www.zmp.de)
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Kursvergleich der Ernten 2007/08 und 2008/09: