Käse: Verbraucher kaufen weniger
Verbraucher kaufen weniger Milch und Käse
DLZ Agrarmagazin / leh (14.08.08) - Das Auf und Ab der Milchpreise verunsichert die Verbraucher. Sie reagieren auf die Unruhe am Milchmarkt mit einem Konsumverzicht, der in diesem Ausmaß überrascht. Laut aktuellen Daten des GfK-Haushaltspanels kauften die deutschen Privathaushalte im Juni rund 13,5 Prozent weniger Konsummilch als im Vorjahresmonat. Im April hatten die Molkereien bei sinkenden Preisen noch eine lebhafte Nachfrage registriert.
Im Juni bewog der Milchlieferstreik führende Einzelhandelsunternehmen jedoch, den Preis für Konsummilch zu erhöhen. Den Auftakt hatte der Discounter Lidl mit einem Preisaufschlag von 10 Cent je Liter gemacht. Von der Ankündigung bis zur tatsächlichen Preiserhöhung registrierte der Handel für wenige Tage regelrechte Hamsterkäufe an haltbarer Milch. Anschließend brach der Absatz zusammen, so dass unter dem Strich für den Monat Juni das deutlich zweistellige Minus blieb.
Besonders bedenklich aus Sicht der Milchwirtschaft ist, dass auch der Absatz von Käse leidet. Im Juni 2008 betrug das Minus 7,7 Prozent. Dabei war der Käsemarkt in den vergangenen Jahren ein zuverlässiger Wachstumsmotor. Seit dem Jahr 2000 hatten die deutschen Verbraucher bislang pro Kopf jährlich rund 1 kg Käse mehr verzehrt. Für Januar bis Juni 2008 weist das GfK-Haushaltspanel nun einen Rückgang des Käseabsatzes an private Haushalte um 3,2 Prozent oder fast 13.000 t aus. Das entspricht einer verarbeiteten Milchmenge von rund 130 Millionen Liter. Auch der Verbrauch von Joghurt, Butter, Quark und Milchgetränken sank im ersten Halbjahr, und zwar zwischen 1,5 Prozent und über 8 Prozent.
(Quelle: http://www.dlz-agrarmagazin.de/?redid=218951)
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Edamer: Nach Preissprung jetzt 4 % über Vorjahr (Durchschnittspreis für Deutschland nach Angaben der ZMP):