* LEH: Das Ungleichgewicht Handel - Lieferanten
Nicht nur die Bauern beklagen dies auch andere "Partner" des LEH´s haben ihre Probleme.
Folgender Bericht über Alfred T. Ritter ( quadratisch praktisch gut) aus der Südwest Presse von heute:
..... Im Vergleich zu manchem Händler wirkt das Schokoladenunternehmen wie ein Zwerg.
"Wenn wir etwa mit Konzernen wie Edeka verhandeln, geht es bei denen um unter 0,01 % des Umsatzes, bei uns um einen zweistelligen Prozentsatz. Das Drohpotenzial des Handels ist groß"
sagt Ritter und spricht vom Marktungleichgewicht. Wenn sich aber kein Hersteller mehr trauen kann seine Preise zu erhöhen, bedeutet das auf längere Sicht ein zwangsläufiges Herunterschrauben der Qualität.
Dem Mann nimmt man sein Qualitätsversprechen ab. Deshalb würde Ritter auch nie Billigmarken für den Handel produzieren. "Ich kann doch meinen Mitarbeitern nicht sagen, heute machen wir eine sehr gute Schokolade und morgen kostenoptimierte Süßmasse die braun aussieht." .........
Wenn ein Markenartikler hier schon Probleme hat, wie sieht es dann bei den anderen aus die keinen Namen wie er haben. Ich denke da an die ganzen Fleisch- und Wursthersteller, die zwar alle mit schönen Logos werben aber es doch nicht auf einen entsprechenden Bekanntheitsgrad
schaffen.
Ich sehe diese Konzentration mit Sorge, vergleichbar mit den 4 großen Stromkonzernen.
In einer Diskussion mit dem Bundesabgeordneten des Wahlkreises am Sonntag wurde dieser gefragt, weshalb man die Einspeisevergütung für PV der vielen kleinen Leute auf 1 Juni so drastisch senkt, es aber nicht schafft den Stromkonzernen für die Laufzeitverlängerung einen entsprechend hohen Obulus für Endlagerung und Rückbau der Kernkraftwerke abzuringen?
(1 Tag Laufzeitverlängerung eines Atomkraftwerkes bringt dem Besitzer 1 Mio € Gewinn, bei 17 deutschen KKW´s 17 Mio am Tag)
Seine ehrliche Antwort: Es ist einfacher bei den vielen kleinen Solaranlagen zu kürzen als den großen Konzernen beizukommen.
Zum Vergleich: 1 Tag höhere Einspeisevergütung bringt allen dt. PV-Besitzern 4 Mio mehr.
Übrigens es war kein Grüner sondern ein CDU´ler.
Hier wie dort frei nach dem Zauberlehrling: Die Geister die ich rief werd´ich nun nicht mehr los.
Mfg
BB
@ Bauer Bernie [#1]
" Da haut s die Gäns zum Weiher naus!!" sagt man bei uns in Bayern.
Es gibt ja im LEH wie auch bei anderen Einkäufern z.B. Automobilindustrie die sogen. Knebelverträge die schnell ohne große Verhandlungen einem unter die Nase gehalten werden.
Einer meiner besten Kunden liefert Wurst an mehrere Lebensmitteldiconter und wird von den meisten unter Druck gesetzt--diesen Druck gibt er an uns Lieferanten seit graumer Zeit weiter in Form von 2,5 % Skonto!
Wir waren 13 Lieferanten 3 haben dies nicht akzeptiert und sind ausgelistet!
Sind wir anderen jetzt die dummen oder können wir jetzt mehr liefern??
Er hat immer noch seine Vorteile aber wenn ihm nochmal was einfällt,dann ist die Luft raus und wir können wieder an jeden anderen auch liefern.
Wie im Leben!! Nach oben Buckeln und nach unten Treten!
MfG Saubauer