JBH
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

Mais: Preise in Deutschland

@ all,

wie wird bei euch momentan Körnermais gehandelt ? Ich habe gehört, dass der brasilianische Mais, der zu uns unterwegs war, jetzt Richtung China fährt..

JBH

Geschrieben von JBH am
PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ich habe bislang nur von einem Landhandel im Kreis CLP gehört, dass dieser 23,50€ / dt für Körnermais zahlt.

Glücksritter
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ all
Ist überhaupt schon ein Schiff aus Brasilien nachweislich z.B. in Südoldenburg angekommen? Oder handelt es sich gar um eine Verunsicherungsaktion der Maiseinkäufer?

Schweineturbo
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

22,50 Euro/dt
in Minden gelöscht am 09.10.2007
Mfg

Glücksritter
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Schweineturbo
Danke! Weißt du zufällig auch welche Kosten ca entstehen, bis dieser Mais bei den Futtermühlen angekommen ist?

OS
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

In Minden wird ein Schiff direkt am/vom Kraftfutterwerk gelöscht. Ab Brake (Unterweser) sind die Kurse noch etwas niedriger. Leitet man den Maispreis auf z.B. den Futterweizenpreis ab, müßte dieser auf ein deutlich niedrigeres Niveau sinken.

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

In meiner Gegend (Raum Lingen) habe ich bisher Preise von 22,50 bis 23,50 gehört. Z.T. auch günstige Trocknungsangebote. Ich selber habe etwas (Silo-)Mais ab Stamm verkauft zu 1800 € brutto. Das allermeiste lagert allerdings bei mir auf dem Hof als zukünftiges Schweinefutter.

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Spekulatius Maximus

Hast Du dir das mal genau durchgerechnet mit dem Verkauf zu 1.800€/ha ab Feld? Ich weiß ja nicht, was in Deiner Gegend so an Ertrag geerntet wurde, hier waren es um die 11 to trocken / ha. Biogasanlagen haben hier auch von 1400€ bis (1900€ Nordkreis Clp) Mais ab Feld aufgekauft.
Bei 110 dt trockener Ware und 23,50€ Markterlös sind das 2585 € auf einem 30er Sandboden. Da gehen nur noch die Dresch - und Transportkosten runter.

Ich habe auch den größten Teil als CCM geerntet und der andere Teil wird zum Marktpreis verkauft.

MfG

Laie
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

Mir wurden 23 Euro geboten bei Rücknahme von Mischfutter, Transportkostenfrei.
Trocknung 8 Cent pro Prozent Feuchtigkeit.
Alles plus MwSt.

@PorkyPig
Trocknungskosten kommen doch sicher noch dazu, oder ?

MfG
Laie

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Laie

Ertrag wie oben beschrieben 110dt/ha getrocknete Ware.

p.
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ PorkyPig

Da bei dir nur noch die Dreschkosten und Transportkosten von deiner getrockneten Ware in Abzug zu bringen sind, frage ich mich wo du deinen Mais umsonst hast trocknen lassen!?

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Okay, habs überschlagen, Ihr habt recht. Trocknungskosten gehen dann noch runter.
Ich bin mir aber sicher, dass man keine 650€ Trocknungskosten pro ha zahlen muss, so dass sich der Verkauf per Marktpreis sicher eher gelohnt hätte, als der ab Feld für 1.800€ incl. MwSt.

BIGPIG
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo,

habe heute Mais gedroschen: 13,5 to. nass mit 32% Feuchtigkeit und 1,5% Besatz. Der Landhandel bezahlt z. Zt. 23,- Euro je dt. Bei dieser Feuchtigkeit muss ich mit 2,70 Euro Trocknungskosten und ca. 23 % Schwund rechnen. Grob überschlagen ergibt sich dadurch ein Hektarpreis von ca. 2.150,- Euro incl. Steuer ohne Kosten.

mfg

Bigpig

JBH
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12 Jahre 9 Monate

.. mit welchem Schwundfaktor wird bei Euch gerechnet. Mir werden 23,- 9 cent Trocknungskosten bei einem Faktor von 1,35 geboten.

JBH

Laie
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ JBH

Schwundfaktor 1,35, Trocknung 8 Cent je Prozent (beginnend bei 0 %) und Preis wie schon geschrieben 23 Euro.

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ PorkyPig [#8]

der Maisertrag bei mir in der Gegend ist nicht überall wirklich gut. Vor allem die Böden mit Staunässe sind sehr stark abgefallen. Die Maissorten, die ich ab Stamm verkauft habe, waren im mittelspäten Segment und der optimale Erntetermin war noch nicht erreicht.

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Hier nochmal Umrechnung von Feucht- in Trockenware:

Soll Mais in größeren Mengen verkauft werden, so sollte in allen Fällen eine genaue Umrechnung von feuchter in trockene Ware vorgenommen werden. Diese wird vielfach nach pauschalen Faktoren, die einschließlich Schwund zwischen 1,25 bis 1,40 schwanken, vorgenommen. Unterstellt man einen Faktor von 1,35, dann erhält man aus einer dt Feuchtmais 0,74 dt trockener Ware. Umgekehrt entspricht 1 dt trockene Ware 1,35 dt feuchtem Mais. Der kluge Landwirt ist gut beraten, die Umrechnung nach Anfangs- und Endfeuchte selbst vorzunehmen oder die pauschalen Faktoren zu überprüfen. Die Umrechnung erfolgt nach der Formel:

100 x (A - E)

notwendiger Wasserentzug je dt Feuchtmais =

100 - E

A = Anfangsfeuchte z. B. 36 %,

E = Endfeuchte Körnermais, 14 %

Beispiel:
notw. Wasserentzug je dt in kg = 100 x (36 - 14)/(100 - 14) = 25,58

1 dt Feuchtmais entspricht demnach 0,74 dt trockener Körnermais.

Quelle: http://www.maiskomitee.de/fb_fachinfo/02_07_05.htm

Richard Ebert
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12 Jahre 9 Monate

Hier zum Vergleich der Preis für November Mais an der NYSE-Euronext in Paris:

Bild entfernt.

Richard Ebert
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Mais gedeiht prächtig - Sortenversuche bei Schöngleina im Blickpunkt - Hohe Ernteerträge erwartet

Von OTZ-Redakteur Axel Ukena Schöngleina/Gernewitz

Ostthüringer Zeitung, OTZ (17.10.07) - Zum Feldtag lud gestern die Agrargenossenschaft Wöllmisse Landwirte auf ihren Schlag bei Schöngleina. Dort gedeihen seit April auf 22 Hektar Maispflanzen in verschiedenen Sorten.

Der ausgewiesene Acker steht Saatgutherstellern als Versuchsanlage zur Verfügung. Elf Firmen haben hier jeweils zwischen zwei bis vier Sorten im Versuchsanbau laufen, die nun zur Körnermais heranreifen.

Stefan Herrmann aus Wegefarth ist ein Vertreter eines Saatgutzüchters. Der Sachse stellte gestern u.a. die Sorte "ES Beatle" vor, eine Maissorte, die sich neben Kraftfutter- oder Gemüseverwendung auch als Bioenergiepflanze sehr gut eignet.

"In dem Versuch handelt es sich um einen speziellen Körnermais. Der Kornertrag spielt dabei eine wichtige Rolle, ebenso die Standfestigkeit der Pflanze. Denn sie steht bis in den Spätherbst hinein", erläutert er Vorzüge. Ein weiteres Kriterium ist der Wassergehalt. Landwirte achten darauf, dass dieser jetzt möglichst niedrig liegt, denn der Aufwand zur Trocknung wäre wieder kostenintensiv.

Der Maisertrag liege dieses Jahr weit über dem Durchschnitt, bestätigt auch Holger Frießleben aus Rottenbach. Auch er stellte gestern einige Sorten vor. "Die Silos sind voll, deswegen lassen wir die Pflanzen als Körnermais reifen. Wichtig ist derzeit, dass nach dem Frost kein Regen auftritt. Das könnte noch zu Bakterienbefall führen." Die Reife zu Erntemais hat noch einen Vorteil, denn die Preise liegen dieses Jahr dafür gut.

Trockenes Erntegut wollen auch die Landwirte des Agrarunternehmens Wöllmisse einbringen. "Wir haben auf zwanzig Hektar mit der Ernte von Mais begonnen", sagt Pflanzenbauchef Gerald Becker.

Er notierte sich gestern etliche Daten, und in seiner Regie wird auch die Ernte auf den Versuchsfeldern geschehen. "Wir ernten hier jede Parzelle einzeln mit dem Mähdrescher und nehmen dann die Auswertung wie Ertrag und Feuchtegehalt vor."

Erste Proben wurden bereits vor vier Wochen genommen. Da sei es erstaunlich, wie die Abreife jetzt fortschreite.

Schon jetzt zeichnet sich für Maisanbauer ein sehr gutes Erntejahr ab, blickt Becker auf gut 140 ha Körnermais-Anbaufläche in seinem Landwirtschaftsbetrieb. Bis in den November hinein werde die Ernte dauern.

"Wir können aber nur soviel abernten, wie es die Trocknung erlaubt", fügt er hinzu.

Und dann gibt es noch eine Diskrepanz zu klären, zwischen meteorologischem Wirrwarr 2007 und Ernteergebnis. Hier setzt Walter Pröger aus Eschwege an, der eine sehr klein gewachsene Pflanze einer frühen Körnermaissorte zeigt. "Sie stand im Schatten der größeren Pflanzen und wurde erst spät beregnet."

Er deutet damit Phänomene an, nämlich einen sehr trockenen April, in dem die Aussaat erfolgte, und einen sehr feuchten Sommer mit niedrigen Augusttemperaturen. Trotz einiger Lücken, der Mais wächst dieses Jahr sehr hoch, steht standfest und lässt sich auch von Witterungsunbilden wie der kürzlichen Regenflut nicht mehr beeinträchtigen.

"Auch der Schädlingsbefall ist sehr gering", meint Roland Kirchner vom Landwirtschaftsamt. Von den gut 4000 Hektar an Maisfläche im Kreis seien nur 200 ha chemisch gegen Zünslerbefall behandelt. "Und im gesamten Kreis gibt es kein einziges Genmais-Feld", fügt er an.

(Quelle: http://www.otz.de/otz/otz.stadtroda.volltext.php?kennung=on1otzLOKStaStadtroda39369&zulieferer=otz&kategorie=LOK&rubrik=Stadt&region=Stadtroda&auftritt=OTZ&dbserver=1

Richard Ebert
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Biogas-Boom vorbei

Von Simon Ziegler

Cellesche Zeitung, Celle (24.10.07) - Nachdem in den vergangenen Jahren Biogas-Anlagen wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, ist der Boom jetzt deutlich verflacht. Vor allem der gestiegene Maispreis ist dafür verantwortlich. Zugleich hat das Land Niedersachsen eine Initiative gestartet, wonach Biogas künftig direkt ins Gasnetz eingespeist werden soll. Bislang wird es noch in Strom umgewandelt. Damit soll in Zukunft wirtschaftlicher produziert werden.

Der Bauboom bei den Biogas-Anlagen ist vorbei. „Es werden kaum noch Anlagen gebaut, weil die Inputware zu teuer geworden ist”, sagt Jürgen Mente, der Vorsitzende des Landvolkes in Celle. „Die Luft ist raus.” Hauptursache ist der Anstieg des Getreidepreises, der in den vergangenen Monaten auch zu einem höheren Maispreis geführt hat.

Gerald Höhl, Wirtschaftsdezernent beim Landkreis Celle, bestätigt diese Entwicklung und nennt weitere Gründe für den abflauenden Boom. „In den vergangenen Jahren sind auch die Stahlkosten und damit die Investitionskosten für den Bau von Biogas-Ablagen gestiegen.” Zudem sind die gesetzlich vorgeschriebenen Abnahmegarantien für die Stromerzeugung rückläufig.

Nach Behördenangaben sind im Landkreis Celle gegenwärtig 28 Anlagen in Betrieb, zwei würden derzeit noch gebaut (in Hohnebostel und in Walle), zwei weitere in Offen und Nienhagen seien beantragt. „Es war eine zeitlang zu viel Euphorie im Markt. Deshalb war es vorhersehbar, dass der Bau von Biogas-Anlagen zuletzt abgenommen hat”, fasst Anke Scherb, die Geschäftsführerin des Landvolkes die Entwicklung zusammen.

Die alternativen Stromerzeuger sind in den Jahren 2003 bis 2007 wie Pilze aus dem Boden geschossen. Damit einher ging auch ein sprunghafter Anstieg beim Maisanbau. Hans-Heinrich Hemme, Leiter der Landwirtschaftskammer in Celle, berichtet, dass sich in dieser Zeit der Maisanbau mehr als verdoppelt hat.
2003 wurden im Landkreis rund 3000 Hektar angebaut, heute sind es 7800 Hektar. „Die Differenz fließt in die Biogas-Anlagen”, so Hemme. Damit werden landkreisweit knapp 20 Prozent der Ackerflächen mit Mais angebaut.

Die Kritik an den Biogas-Anlagen ist zuletzt lauter geworden, auch weil gefürchtet wird, der Maisanbau könne zu einer Monokultur auf den hiesigen Äckern führen. Dem schiebt Hemme allerdings einen Riegel vor. „Mit einer Monokultur haben wir es erst dann zu tun, wenn der Mais immer an der gleichen Stelle angebaut wird. Das ist bei uns aber in der Regel nicht der Fall.” Stattdessen bauten die Landwirte im Wechsel Mais, Getreide, Kartoffeln oder Zuckerrüben an.” Ausschließen, dass die Maisproduktion negative Folgen für die Celler Landwirtschaft hat, kann er aber nicht. „Es lässt sich noch nicht absehen, ob irgendwann tierische Schädlinge wie der Maiszünsler auftreten werden.”

Gesetzesinitiative: Das Land Niedersachsen will im Zuge der Novellierung des „Erneuerbare Energien Gesetz” (EEG) erreichen, dass das Biogas künftig direkt ins Gasnetz fließt. Bislang muss das Gas erst in Strom umgewandelt werden. „Fällt dieser Zwischenschritt weg, könnte in Zukunft wirtschaftlicher produziert werden”, sagt Gert Hahne, der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in Hannover. Es gehe darum, die Technik der Biogas-Anlagen weiterzuentwickeln.

(Quelle: http://www.cellesche-zeitung.de/lokales/celle/344825.html)

Richard Ebert
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Deutsche Körnermaisernte deutlich über Vorjahr

ZMP (12.11.07) - Die Körnermaisernte in Deutschland fällt voraussichtlich besser aus als zunächst erwartet. Die hohen Erträge aus der laufende Ernte haben den Druck auf die Preise erhöht.

Die hiesige Maisernte, die bis Mitte November abgeschlossen sein dürfte, wurde vom Bundeslandwirtschaftsministerium auf 3,56 Millionen Tonnen geschätzt gegenüber 3,22 Millionen Tonnen im Vorjahr. Andere Marktanalysten rechnen inzwischen mit bis zu 3,7 Millionen Tonnen.

Die von der ZMP ermittelten Erzeugerpreise beliefen sich Anfang November im Bundesdurchschnitt auf gut 205 Euro je Tonne und lagen damit noch rund 40 Prozent über dem Vorjahreswert. Das höhere Preisniveau fängt dabei die ebenfalls gestiegenen Trocknungskosten auf.

Gleichwohl gerieten die Maispreise zuletzt unter spürbaren Druck, zumal auch andere westeuropäische Länder positive Ernten verzeichnen und weltweit – maßgeblich aufgrund der hohen US-Erzeugung - sogar eine Rekordernte von rund 768 Millionen Tonnen erwartet wird gegenüber 703 Millionen Tonnen im Vorjahr.

Unter diesen Einflüssen haben die Erzeugerpreise bei uns seit ihrem Höchststand Ende September um rund sieben Prozent nachgegeben. Vor dem Hintergrund scharf gestiegener Getreidepreise hat Körnermais daher in den Rezepturen der Mischfutterhersteller weiter an Konkurrenzfähigkeit gewonnen.

(Quelle: http://www.zmp.de/agrarmarkt/ackerbau/2007_11_12_Koernermais.asp)

Bild entfernt.

Richard Ebert
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Österreich: Mais zu 80% geerntet - AMA: Trotz größerer Ernte gute Preise
Weizen gab leicht nach - Aber La Nina und Dürre im US-Weizengürtel Zeichen neuer Hausse

Von Gerhard Popp

Lebensministerium.at / BMLFOW / AIZ (12.11.07) - Bei geringem Umsatz gaben auch vergangene Woche die Weizenpreise am österreichischen Kassamarkt und deren Notierungen an der Wiener Produktenbörse im Gefolge des Weltmarktes ein weiteres Mal moderat nach. Der Maismarkt ringt nach wie vor um Orientierung, von einer aussagekräftigen Preisbildung könne nach wie vor keine Rede sein, meinen Marktbeteiligte. Nach der jüngsten Befestigung der Futtergerstennotierung an der Wiener Produktenbörse vorige Woche meinen Experten aber, die Parität zur Notierung von Futtermais passe nicht mehr.

Der Mais sei gegenüber der Gerste unterbewertet und dies könne auch nicht auf Mengendruck aus der Ernte zurückgeführt werden. Die Ernte ist derweilen laut AMA zu 80% abgeschlossen und lasse bundesweit im Schnitt mit bis zu 10 t Trockenmasse pro ha 1,65 Mio. t erwarten. Damit liege man deutlich über dem Vorjahresergebnis von 1,46 Mio. t Mais. Trotz der größeren Ernte unterstreicht die AMA aber mit Hinweis auf die Wiener Maisnotierung von EUR 213,- bis 220,- pro t und auf Erzeugerpreiserhebungen von durchschnittlich EUR 208,- pro t im Oktober, dass diese dennoch "nach langer Zeit auch zu guten Preisen" absetzbar sei.

Allerdings schwankten, so die AMA, die Maiserträge in Österreich regional stark. Der Süden - die Steiermark und Kärnten - fährt mit 10 bis 13 t Trockenmasse pro ha Spitzenerträge ein, zufrieden könne im Westen auch Oberösterreich mit 10,5 t Hektarertrag sein, während im Osten Trockenheit und Hagel stark schwankende und schwächere Ertragsniveaus von durchschnittlich 8 t pro ha bescherten.

Veredlungssektor leidet unter hohen Futterpreisen - Pulverfass Ungarn

Dagegen leide der Veredlungssektor unter den stark gestiegenen Futterkosten - vor allem die Schweinemäster könnten diese nicht in höhere Fleischpreise umsetzen. Laut AMA lag die Wiener Erstnotierung für Futtermais aus der heurigen Ernte am 17.10.2007 mit EUR 217,- bis 222,- pro t deutlich - nämlich um 69% - höher als die Erstnotierung des Vorjahres von EUR 130,- pro t am 22.11.2006.

Noch viel explosiver als in Österreich scheint die Lage derzeit im benachbarten Ungarn, denn die Magyaren fahren heuer dazu noch eine rekordverdächtige Missernte von rund 3,8 Mio. t Mais - weniger als die Hälfte des Vorjahres - ein.

Am Donnerstag schlug die Europäische Kommission Gebote für den Verkauf von 21.234 t ungarischen Interventionsmais auf den Binnenmarkt zu Preisen zwischen EUR 206,11 und 208,78 zu. Allerdings verfügt die Kommission kaum mehr über nennenswerte Interventionsgetreidebestände, um wie in den vergangenen Jahren üblich durch Verkäufe daraus Preisanstiege am Markt dämpfen zu können. Nach noch 14 Mio. t Interventionsbeständen zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2006/07 ist die öffentliche Lagerhaltung der Union laut Daten der Kommission mittlerweile (08.11.2007) auf 434.978 t, davon 334.721 t Mais, abgeschmolzen.

EU fährt kleinere Maisernte als 2006 ein - Versorgung in Zentral- und Osteuropa angespannt

Die EU-27, so die AMA in ihrer jüngsten Marktanalyse, steuert heuer insgesamt auf eine kleinere Maisernte von 46 Mio. t als 2006 mit 56 Mio. t zu. "Der Ertragsrückgang im heurigen Jahr ist auf die ungünstigen Witterungsbedingungen, insbesondere in Ungarn (2006: 8 Mio. t; 2007: 3,5 bis 4 Mio. t oder noch weniger) und Rumänien (2006: 9 Mio. t; 2007: 4 Mio. t) sowie Bulgarien zurückzuführen. Die Versorgungslage ist vor allem in Osteuropa angespannt", so die AMA. Neben Österreich soll dagegen aber auch Deutschland eine bessere Maisernte einfahren: Die Frankfurter Fachzeitung "Ernährungsdienst" (ED) berichtet, das Statistische Bundesamt beziffere die bundesdeutschen Körnermaiserträge 2007 auf durchschnittlich 9,3 t pro ha (plus 15% gegenüber Vorjahr, plus 7% gegenüber Fünfjahresdurchschnitt). Noch beachtlicher seien die Zuwächse beim Silomais mit 46,4 t/ha (plus 18% gegenüber Vorjahr, plus 9% gegenüber Fünfjahresdurchschnitt). Die Körnermaisernte 2007 errechnet das Bundesamt mit 3,56 Mio. t. Das entspreche gegenüber dem Vorjahr trotz eingeschränkter Anbaufläche einer Zunahme von 10%.

West-Ost-Preisgefälle beim Mais hat sich umgekehrt - Auch US-Maisnotierungen steigen

Interessant in Europa ist zurzeit, dass die Maispreise im ehemaligen Überschussgebiet Zentraleuropas in Binnenlage - so auch in Österreich und Ungarn - mit deutlich mehr als EUR 200,- pro t entgegen den vergangenen Jahren teilweise sogar höher liegen als in Westeuropa. Die Ursache dafür liegt darin, dass Westeuropa mit seinen Atlantikhäfen Marktdefizite frachtgünstiger mit Maisimporten aus Übersee ausgleichen kann als die zentraleuropäischen Binnenländer. Umfangreiche Getreideimporte in die EU reißen diese Saison nicht ab. Wöchentlich werden Importlizenzen für mehrere 100.000 t Getreide in Brüssel nachgefragt. Insgesamt führte die EU im Wirtschaftsjahr 2007/08 bisher 11,1 Mio. t Getreide ein, im Vergleich zu 5,24 Mio. t zum gleichen Zeitpunkt in der Vorjahressaison. Der schwache US-Dollar erleichtert das Einfuhrgeschäft; er notierte am Donnerstag bei EUR 1,4648, berichtete die EU-Kommission letzte Woche im Verwaltungsausschuss Getreide. Zwischen dem 31.10. und dem 06.11. wurden für 445.000 t Mais Einfuhrlizenzen in Brüssel nachgefragt. Davon wurden Lizenzen für 205.000 t in Spanien, für 90.000 t in Portugal, für 57.500 t in Deutschland, für 43.300 t in Frankreich und für 19.969 t in den Niederlanden beantragt.

An den US-Börsen verteuerte sich Mais von USD 274,31 (EUR 186,34) pro t am 25.10. um USD 10,- (EUR 6,79) pro t auf USD 284,88 (EUR 193,52) pro t am 08.11. Die EU-Kommission führt den Preisanstieg auf das Rekordhoch der Rohöl- und Benzinpreise zurück, die in den USA auch zu höheren Ethanolpreisen geführt hätten. Die USA erzeugen Ethanol hauptsächlich aus Mais.

Brasilien profitiert von GVO-Bann - Monopol beim Maisimport der EU

Brasilien profitiert von der restriktiven Zulassungspolitik der EU für GVO-Konstrukte. Als einziger Anbieter von Mais für die EU können die brasilianischen Exporteure Aufschläge von rund USD 70,- (EUR 47,55) pro t durchsetzen. Es bleibt fraglich, ob sich an dieser Monopolstellung Brasiliens bis zum Ende der Saison noch etwas ändern wird. Die EU kann ihren gestiegenen Bedarf an Futtermais nur in Brasilien decken. Allein dort passen die angebauten Maissorten noch zum engen Zulassungsspektrum in der EU.

Einfuhren aus Argentinien sind zurzeit wegen des gentechnisch veränderten Maises GA-21 nicht möglich. Dieser wurde auf lediglich 2 bis 3% der argentinischen Maisfläche ausgesät und zwar "mehr oder weniger aus Versehen", meint ein Beobachter. Der GA-21 verhindert aber dennoch Futtermaislieferungen aus Argentinien in die EU, zumal die Bedingungen für die Einfuhr im Laufe des Jahres verschärft wurden. Die EU toleriert seit April dieses Jahres nicht einmal mehr Spuren von GA-21 in Futtermais. Für eine Trennung der Sorten und eine garantierte Rückstandsfreiheit verlangen argentinische Exporteure USD 60,- bis 90,- (EUR 40,756 bis 61,14) pro t. Vergleichbare Prämien schlagen auch die brasilianischen Anbieter auf ihren Futtermais auf.

Auch Herculex-Zulassung dürfte nicht zu großen US-Korngluten-Importen führen

Wie der ED kürzlich berichtete, habe die EU bis zur Einführung der GVO-Maissorte "Herculex" im US-Maisanbau 2006 jährlich fast 5 Mio. t Korngluten aus den Vereinigten Staaten importiert. Dieser Handelsstrom sei danach aber fast zur Gänze versiegt. Aber selbst durch die nunmehr am Tapet stehende Zulassung dieses GVO-Konstrukts durch die EU-Kommission werde die EU nur kurzfristig in einem Zeitfenster von wenigen Wochen eine geringe Menge von maximal 200.000 t Korngluten aus den USA beziehen können, äußerte laut ED kürzlich Klaus Schumacher vom Hamburger Handelshaus Toepfer International bei einer Fachveranstaltung der Mischfutterbranche. Denn, so Schumacher, die US-Farmer hätten zur Ernte 2007 zwei weitere neue GVO-Maissorten angebaut, die demnächst in die Verarbeitungsschiene kämen. Da diese beiden GVO-Konstrukte in der EU aber noch nicht zugelassen seien, beziehungsweise vor der Zulassung stünden, gelte für Verarbeitungsprodukte daraus in der EU wiederum die Nulltoleranz. Damit seien Importe von US-Korngluten neuerlich unmöglich.

Weizen: Weltmarkt gab leicht nach - Marktlage bleibt aber angespannt

Auf dem Weltmarkt gingen die Weizenpreise in den vergangenen beiden Wochen leicht zurück. Die Dollar-Schwäche und Inflationsangst in den USA trieben die Hedgefonds zuletzt massiv in die Spekulation auf den Rohstoffmärkten, ohne dass aber Weizen davon neuerlich profitieren konnte. In die Höhe lizitiert wurden vornehmlich die Kurse von Gold und Rohöl. Im Kielwasser des hohen Ölpreises steigt die Nachfrage nach Biotreibstoffen in den USA, wovon in der Agrarbranche lediglich die Kurse von Mais, Soja und Ölsaaten als alternative Energieträger profitieren konnten. So legte auch Raps vorige Woche an der Wiener Produktenbörse neuerlich satte EUR 10,- pro t auf EUR 350,- bis 355,- pro t zu.

Zu dem kommt auf den physischen Märkten eine Abschwächung der Exportkonjunktur. Ursache dafür ist zum einen die weltweite Knappheit an Schiffsraum - China importiert wie wild Stahl und Zement für die Bautätigkeit zur Ausrichtung der Olympischen Spiele 2008 in Peking - und die hohen Frachtpreise. Zum anderen zeigen sich etliche Getreideimporteure nach den panikartigen Käufen im September vorerst gedeckt. Teilweise erhielten die Exporteure sogar Stornos für Kontrakte, die zur Zeit der Preisspitzen abgeschlossen wurden.

Trotz der leicht fallenden Weizenpreise auf dem Weltmarkt bleibt das Angebot aber begrenzt. Argentinien habe seine Exportsteuer für Weizen von 20% auf 28% erhöht, hieß es im Verwaltungsausschuss. In Kanada seien die Lagerbestände auf ein extrem niedriges Niveau geschrumpft. Neben den USA ist nur Russland auf dem Weltweizenmarkt präsent und verkauft dort seine Bestände. Aber auch Russland könnte demnächst auf die Exportbremse steigen, indem eine baldige Erhöhung der mit 10% relativ wirkungslosen Exportsteuer auf bis zu 30% im Raum steht. Auch die Ukraine verlängerte ihr Quasi-Exportverbot bis Jahresanfang 2008, anstatt schon ab November Exportkontingente zu eröffnen.

Mit La Nina und Dürre im US-Weizengürtel könnte neue Weizenhausse heraufdämmern

Diese an sich weiterhin bullishen Signale vom Weltmarkt wurden von den Warenterminbörsen bisher noch nicht aufgegriffen. Dennoch scheint sich zuletzt wieder eine Stabilisierung der Weizenkurse abzuzeichnen begonnen zu haben. Die Devise der Spekulanten, so ein heimischer Marktteilnehmer, dürfte lauten, "so lange nicht dramatisch Neues eintritt, fachen wird die Hausse nicht neuerlich an". Und derart "dramatisch Neues" könnte in Gestalt des Klimaphänomens "La Nina" demnächst über den Horizont heraufdämmern, meinen Marktbeobachter. Der Weizengürtel der USA leidet zurzeit unter extremer Trockenheit, sodass das US-Landwirtschaftsministerium USDA seine periodischen Beurteilungen der Saatenentwicklung laufend pessimistischer abfassen muss. Die US-Farmer hätten bereits namhafte, für die Ernte 2008 bestellte Winterweizenflächen wieder umbrechen müssen, heißt es in Börsenberichten der CBOT Chicago. Das Anzeichen und die relative Festigkeit gegenüber den Kursen der alten Ernte der Terminnotierungen für Weizen der kommenden Ernte 2008 an den internationalen Warenterminbörsen sei laut Analysten "ein erstes Anzeichen, dass es bald wieder losgehen könnte mit einer neuen Hausse".

Die Dürre und Missernte in Australien sowie die Flutkatastrophe in Mexiko nähren die Spekulationen um nachhaltige Verwerfungen im globalen Klima zusätzlich.

(Quelle: http://presse.lebensministerium.at/article/articleview/62181/)

Richard Ebert
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Maisernte 2007 deutlich über Vorjahr

ZMP, Bonn (19.11.07) - Die Körnermaisernte in Deutschland fällt voraussichtlich besser aus als zunächst erwartet. Die hohen Erträge aus der laufende Ernte haben den Druck auf die Preise erhöht.

Die hiesige Maisernte, die bis Mitte November abgeschlossen sein dürfte, wurde vom Bundeslandwirtschaftsministerium auf 3,56 Millionen Tonnen geschätzt gegenüber 3,22 Millionen Tonnen im Vorjahr, berichtet die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP). Andere Marktanalysten rechnen inzwischen mit bis zu 3,7 Millionen Tonnen. Die von der ZMP ermittelten Erzeugerpreise beliefen sich Anfang November im Bundesdurchschnitt auf gut 205 Euro je Tonne und lagen damit noch rund 40 Prozent über dem Vorjahreswert. Das höhere Preisniveau fange dabei die ebenfalls gestiegenen Trocknungskosten auf.

Gleichwohl gerieten die Maispreise zuletzt unter spürbaren Druck, zumal auch andere westeuropäische Länder positive Ernten verzeichnen und weltweit – maßgeblich aufgrund der hohen US-Erzeugung - sogar eine Rekordernte von rund 768 Millionen Tonnen erwartet werd egegenüber 703 Millionen Tonnen im Vorjahr. Unter diesen Einflüssen haben die Erzeugerpreise bei uns seit ihrem Höchststand Ende September um rund sieben Prozent nachgegeben. Vor dem Hintergrund scharf gestiegener Getreidepreise habe Körnermais daher in den Rezepturen der Mischfutterhersteller weiter an Konkurrenzfähigkeit gewonnen.

Richard Ebert
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Getreidemarkt: Nach wie vor wenig Umsätze bei Weizen und Mais

Von Christian Posekany

Bauernzeitung.at (03.12.07) - Die Rallye der internationalen Weizennotierungen ist auf Österreichs Kassamarkt noch nicht angekommen. Zurzeit werden kaum Umsätze getätigt, die Mühlen sind noch mit Rohstoff gedeckt. An der Wiener Produktenbörse stabilisierten sich vorige Woche die Weizennotierungen zumindest wieder.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.bauernzeitung.at/?id=2500%2C25971%2C%2C)

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