Milch: Bauernverband erwartet steigende Preise
BBV rechnet mit steigenden Milchpreisen
Topagrar.com (29.03.10) - Im Hinblick auf die Entwicklung der Milchauszahlungspreise in den nächsten Monaten zeigt sich der Bayerische Bauernverband (BBV) zuversichtlich. In den letzten Monaten sei in Bayern wieder ein verstärkter Kampf um den Rohstoff Milch entbrannt. Molkereien kämpften mit zum Teil harten Bandagen darum, berichtete der BBV.
Für die Milchbauern sei dies ein ermutigendes Zeichen, dass ihre wertvolle Milch gesucht werde. So hätten sie derzeit wieder eine stärkere Verhandlungsposition am Markt, weil die Nachfrage der Molkereien nach Milch deutlich steige. Diese Situation sei ein klares Indiz für die Milchbauern, dass die Preise für ihre Milch in den nächsten Monaten anstiegen, so der BBV. Er betonte, dass die Erzeugerpreise für die Milchbauern nach wie vor unbefriedigend und eine Verbesserung dringend notwendig sei. Mit den anlaufenden Verhandlungen zwischen Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel würden die Weichen für die Milchpreise des kompletten Jahres gestellt. Die Kontraktverhandlungen über Konsummilch, Sahne, Quark und Kondensmilch stünden bevor. Die alten Verträge laufen laut BBV am 30. April aus. Über die Folgevereinbarung - wahrscheinlich für sechs Monate - werde demnächst wieder heftig gerungen.
Leider herrsche nach wie vor ein besonders scharfer Wettbewerb unter den Top-Discountern, führte der BBV aus. Lidl habe 2009 einen Umsatzgewinn erzielt, während Branchenführer Aldi Umsatzeinbußen von etwa 4 % habe hinnehmen müssen. Dazu dränge durch die Übernahme von Plus und die Einverleibung zu Netto durch EDEKA ein weiterer Discounter vehement in den Markt und bedrohe die beiden Branchenführer. Dies sei in der Vergangenheit auf dem Rücken der Milchbauern ausgetragen worden, beklagte der BBV.
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