Richard Ebert
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Milch: Bedarf steigt schneller als das Angebot

Milch: Angebot steigt nicht so schnell wie Bedarf – Preise weiterhin volatil -Experten: Internationaler Milchmarkt bleibt nachfrageorientiert

"In den kommenden fünf Jahren wird die Nachfrage auf dem Weltmarkt für Milch- und Milchprodukte weiter steigen, das Angebot wird dieser Entwicklung aber nur eingeschränkt folgen können. Dies kann zeitweise die Milcherzeugerpreise wieder in die Höhe ziehen", stellte Marc Voorbergen von der Rabobank BV, Utrecht, bei den DLG-Unternehmertagen in Leipzig fest. Der Weltmarkt habe nachhaltig Einfluss auf die Milcherzeugerpreise in der EU genommen. Diese Entwicklung werde sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen.

Die Nachfrage nach Milch- und Milchprodukten habe bereits in den vergangenen Jahren stark zugenommen und dann 2007 das Angebot überflügelt, so Voorbergen.

Auch in den kommenden Jahren, so schätzen Experten nach Angaben von Dow Jones Newswires, wird das Angebot des weltweiten Milchmarktes mit der Nachfrage nicht Schritt halten können. Insbesondere in China, Indien, Pakistan, aber auch in der Europäischen Union wird ein stetiges Nachfragewachstum in einer Größenordnung von etwa 2,5% geschätzt. Die Milchproduktion dürfte den Angaben zufolge in den nächsten fünf Jahren um etwa 2% wachsen. Damit wird deutlich, dass die Marktregulierung eher über die Preise erfolgen wird und diese insgesamt volatil bleiben.

Druck auf die Erzeugerpreise bleibt bestehen

Nicht nur für die klassischen Milchprodukte, sondern auch für Magermilchpulver und Butter sowie Molkenpulver ist laut den Experten eine erhebliche Schwankungsbreite absehbar. Tendenziell werden die Milcherzeugerpreise steigen. Allerdings wird auch der Wettbewerb um die Märkte härter, insbesondere, weil generell keine strukturellen Auswirkungen auf die geringen Margen beim Einzelhandel gesehen werden. Damit bleibt über den Lebensmittelhandel der rückwärts gerichtete Druck auf die Erzeugerpreise bestehen.

"Nur mit überdurchschnittlicher Prozessqualität und überlegener Verfahrensökonomik wird es möglich sein, in der Milchproduktion auch weiterhin Geld zu verdienen", sagte Christian Stockinger von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in München. Er ist sich sicher, dass trotz der aktuellen Marktturbulenzen bei der Milch ein mehrjähriger positiver Entwicklungspfad der Einkommen zu erwarten ist.

In Deutschland bleibe die Milchproduktion ein wettbewerbsfähiger Betriebszweig. Dazu seien allerdings hohe Deckungsbeiträge notwendig, so Stockinger. Allein die Folgekosten von Investitionen, Abschreibungen und ein Lohnansatz machten bereits eine Gesamtbelastung, ohne Futterkosten, von knapp 23 Cent je Liter Milch aus. Bei durchschnittlichen Futterkosten von rund 12 Cent, wie sie in Bayern errechnet werden, sei somit bereits eine Belastung von rund 35 Cent je Liter Milch bei einer Leistung von 8.000 Liter pro Jahr gegeben. Über eine Interessenbündelung der Erzeuger könnte aber ein besserer Milchauszahlungspreis erreicht werden.

(Quelle: http://www.umweltruf.de/news/111/news0.php3?nummer=16655)

Milchmarkt USA: Werden wir bald solche Preisschwankungen bekommen ?

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Geschrieben von Richard Ebert am
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