Richard Ebert
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Milch: Butterbestände schmelzen weiter ab

Kassamarkt: EU-Interventionsbestände: Noch immer kein Verkauf von Magermilchpulver aus EU-Interventionsbeständen

Agrarheute.com / AgE, Brüssel (21.06.10) - Die Europäische Kommission hat weitere Butterbestände aus der Intervention verkauft, jedoch alle Gebote für Magermilchpulver abgelehnt.

Am vergangenen Donnerstag wurden 11.935 Tonnen Butter an den Markt gebracht, zu Preisen zwischen 355,10 Euro pro 100 Kilogramm bis 381,50 Euro pro 100 Kilogramm und damit deutlich über dem vorherrschenden Marktpreis, wie die Kommission im Anschluss an die Sitzung des zuständigen Verwaltungsausschusses betonte. Geöffnet wurden dafür Kühlhäuser in Estland, Großbritannien, Irland, Litauen und Tschechien.

Insgesamt waren Anfragen über mehr als die dreifache Menge eingegangen. Ferner gab es Bedarf nach gut 15.500 Tonnen Magermilchpulver. Die Brüsseler Behörde hielt die Kaufgebote von bis zu 221,25 Euro pro 100 Kilogramm jedoch angesichts der aktuellen Marktlage für nicht ausreichend und lehnte alle Bitten ab.

Butterbestände schmelzen

Für die kommende Ausschreibung am 6. Juli werden noch 1.755 Tonnen Butter und 79.553 Tonnen Trockenmilch angeboten. Die zulässigen Buttermengen wären damit ausgeschöpft, da die restlichen 51.000 Tonnen an Bedürftige abgegeben werden sollen. Bei Milchpulver besteht noch mehr Spielraum: Insgesamt können 192.000 Tonnen verkauft werden. Davon sind die für die Bedürftigenhilfe vorgesehenen 65.000 Tonnen bereits abgezogen. Ferner trafen bei der Kommission noch immer Anfragen nach Exporterstattungen ein, nämlich über 4.300 Tonnen Magermilchpulver und 200 Tonnen Butter. Alle Gesuche wurden jedoch zurückgewiesen.

Preise ziehen an

Die Preise für Milchprodukte zogen im EU-Mittel zuletzt überwiegend weiter an. Die Butternotierung kletterte während der Woche zum 13. Juni auf 3,45 Euro pro Kilogramm; das waren 1,2 Prozent mehr als eine Woche davor. Gleichzeitig erhöhten sich die Kilopreise von Vollmilchpulver um 1,3 Prozent auf 2,92 Euro und von Molkenpulver um 1,4 Prozent auf 0,71 Euro, während Cheddar um 8,2 Prozent auf 3,11 Euro, Emmentaler um 4,6 Prozent auf 4,82 Euro und Gouda um 0,3 Prozent auf 2,82 Euro zulegten, ebenfalls je Kilo. Schwächer tendierte Magermilchpulver, das durchschnittlich mit 2,34 Euro pro Kilogramm gehandelt wurde; im Wochenvergleich sind das 0,7 Prozent weniger. Der Preis für Edamer sank geringfügig um 0,2 Prozent auf 2,84 Euro pro Kilogramm.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/-kein-verkauf-magermilchpulver-eu-bestaenden)

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Terminmarkt: Unveränderte Taxkurse

An der Frankfurter Terminbörse Eurex kam es heute nur zu geringfügig höher taxierten Kursen: Butter stieg um 10 auf 3.785 Euro (Spanne 3.700 zu 3.870 Euro), Milchpulver um 1 auf 2.263 Euro (Spanne 2.200 zu 2.325 Euro).

Geschrieben von Richard Ebert am
Geno-Bauer
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Da stellt sich mir doch die Frage, ob die EU-Kommission am Ende an dem ganzen Geschäft noch eine fetten Gewinn einfährt. Wenn dass so wäre, hätte die Intervention als Instrument zur Bremsung der schlimmsten Auswüchse die Daseinsberechtigung nachgewiesen.

Gruß
Geno-Bauer

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