Milch Cockpit, 03.07.2015 - Diskussion
ZMP-Meinung:
Die Milcherzeugerpreise in Deutschland sind im Mai zurückgegangen, nachdem sie sich in den beiden Monaten zuvor leicht erholen konnten. Die Lage am Milchmarkt zeigt sich auch um die Jahresmitte fortgesetzt schwach, daher ist auch bei den Milcherzeugerpreisen noch keine Trendwende in Sicht. Hierfür müsste zunächst an den Milchmärkten die Nachfrage wieder anziehen und/oder das Angebot deutlich zurückgehen.
Zum Beitrag (Premium):
https://www.zmp.de/cockpit/milch-cockpit-03072015/102725
Was meinen Sie?
Meiner Meinung nach sind wir von einer Trendwende am Milchmarkt noch ein ganzes Stück entfernt. Ab Oktober/November könnte sich bei den Anlieferungsmengen in D zusätzlich der Abstand zur Vorjahreslinie vergrößern. Da in diesem Jahr keine Bremsmanöver durch eine drohende Superabgabe stattfinden. Angesichts des dramatischen Einbruchs beim GDT sind die Märkte von einem Gleichgewicht wohl noch recht weit entfernt.
Die Erzeugerpreise werden also vermutlich noch bis Weihnachten sinken. Sich bestenfalls im ersten Quartal 2016 stabilisieren und erst später relativ langsam erholen.
Die Bärischen Faktoren wiegen derzeit und in naher Zukunft stärker.
@Matthias Z.
vielen Dank für Ihren Beitrag. Nach unseren Vorstellungen sollten sich die Marktbeteiligten des Milchsektors in diesem Forum viel intensiver austauschen. Der Weltmarkt diktiert die Preise. Der Milchmarkt ist mittlerweile der zweit volatilste Argramarkt! Dennoch lohnt sich der Austausch auf einem geeigneten Forum, um die Stimmung vor Ort besser einschätzen zu können.
Da Sie derzeit Trialkunde sind, können Sie alle Produkte einsehen. Bitte lesen Sie unsere Analysen vom 14.05.2015
https://www.zmp.de/analysen/milchmarkt-globale-nachfrage-noch-zu-schwac…
und von heute, 20.05.2015
https://www.zmp.de/analysen/usda-neue-schaetzung-des-globalen-milchmark…
Sie werden Ihre Meinung darin bestätigt finden.
Viele Grüße
Ihre ZMP
an alle Milchinteressierten
in der Anlage finden Sie die aktuellen Spotpreise für Milch im Zuschussgebiet Italien (SVG 69 %) und Überschussgebiet Holland (SVG 185%), die nicht direkt mit Erzeugerpreisen vergleichbar sind. Interessant ist der zeitliche Verlauf! Spotpreise sind ein wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der Versorgungslage.