Richard Ebert
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Milch: Eurex startet am 31. Mai Butter und Milchpulver Futures

Eurex lanciert die ersten europäischen Futures auf Butter und Magermilchpulver - Start der beiden neuen Agrar-Futures Ende des 2. Quartals 2010 geplant / Ausbau des Segments Agrarderivate

Eurex (23.03.10) - Die internationale Terminbörse Eurex hat heute bekannt gegeben, ihr Produktangebot in der Assetklasse Agrarderivate auszuweiten. Ab Ende des zweiten Quartals wird sie in Europa den Handel von zwei Futures basierend auf den Agrarprodukten Butter und Magermilchpulver (Skimmed Milk Powder) anbieten. Beide Futures basieren auf anerkannten Referenzpreisen aus den jeweiligen Spotmärkten. Beide Derivate werden in bar abgewickelt.

„Wir sind ebenso wie große Marktteilnehmer davon überzeugt, dass die Preisschwankungen der Milchmärkte in den kommenden Jahren steigen werden. Die Nutzung von Derivaten zur Absicherung gegen höhere Preise bzw. steigende Kosten wird kontinuierlich zunehmen, die Einführung unserer neuen Futures ist daher ein logischer Schritt“, sagte Peter Reitz, Mitglied des Eurex-Vorstands. „Wir wollen auch in diesem Wachstumsmarkt unsere bekannten Stärken wie unser globales Netzwerk und zentrales Clearing einbringen.“

Eurex hat den Markteintritt intensiv und gemeinsam mit wichtigen Akteuren in diesem Marktsegment vorbereitet, unter anderem dem deutschen und europäischen Milchindustrieverband (MIV bzw. Eucolait) und bedeutenden Marktteilnehmern der Milchwirtschaft aus Europa und den USA. Die Teilnehmer am zugrunde liegenden Markt für diese Agrarprodukte haben ein starkes Interesse an einer Verbindung mit einer großen internationalen Terminbörse signalisiert.

(Quelle: http://deutsche-boerse.com/dbag/dispatch/de/notescontent/gdb_navigation/press/INTEGRATE/mr_pressreleases?notesDoc=8A3756F25A9439EDC12576EF0046EADD&newstitle=eurexlanciertdieersteneuropaei&location=press)

Geschrieben von Richard Ebert am
Richard Ebert
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In einer Mitteilung an ihre Mitgliedsfirmen gab die Eurex Geschäftsführung heute den Beginn des Terminhandels auf Butter und Magermilchpulver für den 31.05.2010 bekannt.

Beide Kontrakte haben eine Größe von 5 Tonnen (5.000 Kilo) und werden in den Verfallmonaten Januar, April, Juli und Oktober mit einer maximalen Laufzeit von 18 Monaten (6 aufeinanderfolgende Terminmonate) zum Handel angeboten. Die Tickgröße beträgt 1 Euro, zum Beispiel Kursänderung von 2.000 auf 2.001 Euro, entsprechend einem ausmachenden Betrag von 5 Euro pro Kontrakt.

Am letzten Handelstag, dem letzten Mittwoch des Verfallmonats, werden offene Kontrakte gegen die Eurex Butter und Milchpulverkontrakte ohne Lieferung gegen Barausgleich abgerechnet.

Der fortlaufende Handel der Kontrakte findet börsentäglich von 09:50 Uhr bis 18:30 Uhr statt, am letzten Handelstag bis 12 Uhr mittags.

Auf der Internetseite http://www.milchseiten.de stehen ab dem ersten Handelstag börsentäglich von 09:50 Uhr bis 18:30 Uhr Realtime-Kursinformationen einschliesslich Tagesverlauf, Orderbuch in einer 10-er Tiefe, Echtzeit-Charts und technische Auswertungen kostenfrei nach Anmeldung zur Verfügung:

http://www.milchseiten.de/cgi-bin/index.pl?RG=1

Wir stehen Ihnen gerne hier im Forum oder telefonisch für weitere Fragen zu den Eurex Kontrakten für Butter und Milchpulver zur Verfügung.

Freundliche Grüsse, Richard Ebert

Bild entfernt.

Geno-Bauer
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Das Problem ist, dass dieses Instrument leider für die Erzeuger nicht´s taugt, da Sie an eine bestimmte Molkerei gebunden sind. Der Milchpreis wird meistens im nachhinein durch die Molkerei festgelegt.

Es würde erst dann funktionieren, wenn in den Verträgen Preise oder Berechnungschemata festgelegt werden, die sich am Börsenpreis orientieren.

MfG
Geno-Bauer

Richard Ebert
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@ Geno-Bauer [#3]

Es würde erst dann funktionieren, wenn in den Verträgen Preise oder Berechnungschemata festgelegt werden, die sich am Börsenpreis orientieren.

Völlig korrekt. In anderen Bereichen wie Getreide oder Kartoffeln gibt es diese Verträge (EFP) häufig und zur Zufriedenheit beider Parteien. EFP's verbinden einen festen Liefervertrag mit einer verbindlichen Preisfestlegung über den Terminkontrakt. Diese Preisfestlegung kann von beiden Seiten jeweils aufgehoben werden, wobei die andere Seite davon nicht betroffen ist.

Fragen Sie ihre Molkerei ! Möglicherweise wird sich diese winden und wenden, wenn aber viele Milchlieferanten fragen wird sich der Molkerei Vorstand mit EFP's früher oder später beschäftigen müssen.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Gast

Es muss gar nicht so weit kommen, dass man aktiv am Terminmarkt teilnimmt, das schreckt (leider) noch viele ab.

Es gäbe aber die Möglichkeit, den Terminmarktkurs als Preisbasis für den Auszahlungspreis zu nehmen ggf. mit einem entsprechenden Zu- oder Abschlag.

Vorteil: Beide Vertragspartner können sich unabhängig und neutral über den Kurs informieren, es muss nur das Regelwerk erstellt werden.

Der Abnehmer (Molkerei) kann sich den an die Erzeuger gebotenen bzw. bezahlten Preis dann über den Terminhandel an der Börse absichern.

Marktbulle
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Ich stimme willi zu. Der Landwirt muss nicht an die Börse, zumal aus der Milch ja mehr als Butter und Magermilchpulver gemacht wird.

Die Transparenz ist gut. Denn aufgrund der neuen Kontrakte ließe sich der Rohstoffwert für die Zukunft ableiten. Daran könnten sich Landwirte bei ihren Preisverhandlungen mit den Molkereien orientieren.

Richard Ebert
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Eurex-Terminbörse Frankfurt klärt Preisindizes für Milch-Futures

Topagrar.at (26.05.10) - Wenige Tage vor Handelsstart hat die Eurex in Frankfurt, eine der weltweit größten Terminbörsen, die Zusammensetzung der Preisindizes bekannt gegeben, gegen die die neuen Terminkontrakte auf Butter und Magermilchpulver abgerechnet werden. Unterdessen wird der am Montag an der Börse in Chicago gestartete Milchpulverkontrakt vom Markt bislang nicht angenommen.

Die Eurex Deutschland wird am 31.05.2010 Futures auf Magermilchpulver und Butter einführen. Der Handelsbeginn fällt damit ausgerechnet in jene Woche, in der die Europäische Kommission die ersten Interventionsbestände beider Produkte zum Verkauf ausschreiben will. Eine Verschiebung ist offenbar dennoch kein Thema.

Die Terminkontrakte sollen bei Fälligkeit bar gegen einen Referenzpreis abgerechnet werden. Wie die Börse jetzt mitteilte, wird sich dieser zu je einem Drittel aus repräsentativen Notierungen für physische Ware in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden zusammensetzen. Die Preisindizes werden jeweils mittwochs um 19.00 Uhr veröffentlicht.

(Quelle: http://www.topagrar.at/home/index.php?option=com_content&task=view&id=1806&Itemid=1)

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