Richard Ebert
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Milch: Forderungen nach 'gesetzlichem Mindestpreis' für Milch

Milchbauern sehen sich bei den niedrigen Preisen am Rande ihrer Möglichkeiten - 35 000 Euro Verlust pro Monat

Von Celina Aniol

Märkische Allgemeine, Fehrbellin (21.11.09) - Monatelang hat die Fehrbelliner Rhinmilch GmbH 22 Cent pro Liter Milch bekommen. Jetzt sind es 23,5 Cent. Immerhin. Doch die leichte Preissteigerung ändert nichts an der Tatsache, dass der Betrieb in diesem Jahr bereits zwei Millionen Euro Verlust zu verkraften hatte.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.maz-online.de/cms/beitrag/11664413/61299/Milchbauern-sehen-sich-bei-den-niedrigen-Preisen-am.html)

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Was bedeutet der gesetzliche Mindestpreis für Milch ? Wie wäre die Reaktion der Käufer, wenn Milch und Milchprodukte nur noch zum doppelten derzeitigen Preis angeboten werden dürften ?

Wer würde die Kosten für die Entsorgung der Milch übernehmen, die nicht zum gesetzlichen Mindestpreis verkauft werden kann ? Was geschieht mit der Milch, die produziert aber nicht verkauft wird ?

Wäre im gleichen Zug nicht ein gesetzlicher Mindestpreis für Weizen (200 Euro), Kartoffeln (20 Euro) und Schweine (2 Euro) die Lösung für die Probleme der Landwirtschaft ?

Ihre Meinung ?

Geschrieben von Richard Ebert am
Bauer Bernie
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@ Richard Ebert [#1]

Gesetzliche Mindestpreise hatten o.g. Betriebe 40 Jahre lang. Wozu das geführt hat wissen wir.
Trotzdem hätte man mit der Quote ein Instrument schon zur Hand das man sinnvoll zur Mengensteuerung nutzen könnte. Ein generelles Überlieferungsverbot würde den Milchpreis allein um mind. 5 Ct. pro Liter anheben und das ohne einen Euro Steuergeld.

Interessant sind auch, daß wie von Ihnen geschildert, den Zahlen nach große Betriebe Schwierigkeiten haben mit diesem Milchpreis auszukommen.
Bei uns wird immer gepredigt, die kleinen Betriebe müssten nur wachsen damit sie in die Rentabilitätszone kommen.
Dafür werden großzügig AFP - Mittel verteilt.

Mfg
BB

josch
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BB siehe dein Artikel : Wie ernähre ich mein Volk am günstigsten ? !

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goali
Mitglied seit
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Ich denke, gesetzliche Mindestpreise und ein Überlieferungsverbot bringen uns nicht weiter.
Bei höheren Mindestpreisen sinkt der Verbrauch und die Nachfrage, darüber hinaus hat der Außenschutz der EU schon jetzt große Löcher, so dass Milchprodukte wie Butter und MMP wegen dem hohen Preis eingeführt werden.
Ein Überlieferungsverbot würde zu noch höheren Quotenkosten führen, die von den wirtschaftenden Betrieben bezahlt werden muss und nur dem (künftigem) Sofamelker was nützt.

Richard Ebert
Mitglied seit
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@ Bauer Bernie [#2]

Danke, Ihre Vorschläge mögen gut und wirksam sein, aber mir geht es mehr um den 'gesetzlichen Mindestpreis' und dessen Folgen. Der Milchbauer bekommt einen höheren 'Mindestpreis' und der wird vermutlich Gewinne zulassen. Aber, das waren meine Fragen:

Was bedeutet der gesetzliche Mindestpreis für Milch ? Wie wäre die Reaktion der Käufer, wenn Milch und Milchprodukte nur noch zum doppelten derzeitigen Preis angeboten werden dürften ?

Wer würde die Kosten für die Entsorgung der Milch übernehmen, die nicht zum gesetzlichen Mindestpreis verkauft werden kann ? Was geschieht mit der Milch, die produziert aber nicht verkauft wird ?

Vielleicht findet jemand eine Antwort, sonst muss ich noch bei Herrn Riestock nachfragen.

Torbi
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert

Die Nachfrage wird zurückgehen.Die Hersteller werden versuchen verstaerkt auf billige ersatzkomponenten auszuweichen.

Die Gaengelung der Betriebe wird zunehmen (CC Tierschutz, Umweltauflagen). Werden die Überschusse zuviel, kann ich mir durchaus vorstellen dass die Entsorgungskosten den Landwirten auferlegt werden.

Gesunden Betrieben werden entwicklungsmöglichkeiten genommen, da auch betriebe die ihre ablaeufe nicht im griff haben, ein "gesichertes Einkommen" haben werden.

In meinen Augen sozialismus Pur.

Mfg

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