Milch: Für Unternehmer gibt es keine Garantie kostendeckender Preise
Für selbstständige Unternehmer gibt’s keine Garantie für kostendeckende Preise
elite-magazin.de (08.02.13) - Wie hoch sollte der Milchpreis sein, den die Milchbauern für ihre Milch erhalten?“ Diese Frage wird immer wieder in den Medien diskutiert. Kürzlich haben das European Milk Board (EMB) und das deutsche Milchboard ihre Ideen dazu vorgestellt. Sie möchten einen Milchmarker Index (MMI) als Basis für die Milchpreise etablieren. Zwei Wissenschaftlerinnen des von Thünen-Institut für Betriebswirtschaft (vti) haben sich mit dem Index-Konzept kritisch auseinander gesetzt.
[Auszug]:
Allerdings bedeute dies aber nicht zwangsläufig auch, dass ein Unternehmer diese Preise von seinem Abnehmer bezahlt bekommen muss. Es gibt für selbstständige Unternehmer keine Garantie für kostendeckende Preise. Ausnahmen sind lediglich die Bereiche, in denen es einen politischen Willen zur Förderung einer Branche gibt (z. B. EEG). Dieser politische Wille sei für die Milchwirtschaft jedoch nicht erkennbar und auch mit liberalisierten Märkten nicht vereinbar. Der Milchpreis bildet sich in einem freien Markt aus Angebot und Nachfrage. Liegt der Milchpreis unter den errechneten Vollkosten, kann dies zwei Ursachen haben:
- es gibt im Markt Unternehmer, die günstiger produzieren und verkaufen können, oder
- es gibt Unternehmer, die ihre Vollkosten mit anderen Ansätzen berechnen bzw. die auf einen Teil ihrer Kostenerstattung verzichten. Zumindest bei der Bewertung der eigenen Faktoren (Arbeit, Land, Kapital) seien Spielräume gegeben.
(Quelle und sehr ausführlich lesen: http://www.elite-magazin.de/news/Fu-r-selbststaendige-Unternehmer-gibt-s-keine-Garantie-fu-r-kostendeckende-Preise-1056506.html )
Die rote Kurve zeigt eine Prognose der Milchpulverpreise aus Basis der saisonalen Preise der letzten 8 Jahre. Die blauen Balken und Pfeile darunter zeigen die Prognose der Händler am Terminmarkt der Eurex Frankfurt.