Milch: Juli Butter handelt 25 Euro niedriger bei 3.700 Euro
Bayerische Milchindustrie: Neues Konzept steht
Topagrar.com (08.06.10) - Die durch die Wirtschaftskrise in Bedrängnis geratene Bayerische Milchindustrie (BMI) in Landshut will bei der Generalversammlung Ende Juni den Mitgliedern ein neues Konzept zur künftigen Ausrichtung der Molkerei vorlegen.
Zu den Inhalten wollte sich der geschäftsführende Vorstand Peter Hartmann bisher nicht äußern. Gegenüber den Mitgliedern sprach er aber von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation der Molkerei. Sie war durch den Absturz der Preise für Pulver und Schnittkäse im vergangenen Jahr in Bedrängnis geraten. Der Milchpreis lag 2009 unter dem Durchschnitt Bayerns, nach Jahren mit überdurchschnittlichen Preisen.
Dass es jetzt aber wieder aufwärts geht, zeigt auch der Milchpreis, der im April gegenüber März um 1,4 Ct/kg (3,7 % Fett, 3,4 % Eiweiß) gestiegen ist: von 25,75 Ct im März auf 27,15 Ct.
Für etwas Unruhe unter den Erzeugern sorgt derzeit nur der Weggang von Ludwig Huber, der bisher bei der BMI für die Milchbeschaffung zuständig war.
Terminmarkt: Juli Butter zu 3.700 Euro gehandelt
Am Eurex Terminmarkt für Butter und Milchpulver steigt das Interesse weiter an. Heute wurde Juli Butter minus 25 Euro bei 3.700 Euro gehandelt, danach stand der Spread für Angebot und Nachfrage bei 3.600 zu 3.725 Euro.
Juli Milchpulver schloss mit einem Taxkurs von minus 5 auf 2.320 Euro, der Spread lag bei 2.250 zu 2.390 Euro - so niedrig wie noch nie zuvor.
Zum Börsenende lagen 59 nicht ausgeführte Aufträge, ebenfalls ein neues Hoch.