Richard Ebert
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Milch: Kein weiterer Preisanstieg am Buttermarkt im Einzelhandel

Preisrunde für Butter: Kein weiterer Preisanstieg

Agrarheute.com / dpa, Gronau (08.07.10) - In der jüngsten Preisrunde für Butter zwischen den einzelnen Molkereien und Handelskonzernen hat sich Anfang Juli keine Veränderung ergeben.

Die neuen Kontrakte für Butter würden in der Regel vier Wochen lang gelten, sagte der Geschäftsführer der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen, Rudolf Schmidt, bei einer Branchenzwischenbilanz am Mittwoch im westfälischen Gronau.

Bei Trinkmilch gibt es Halbjahres-Verträge, die bis zum Herbst reichen würden. Einzelne Branchenbeobachter hatten einen weiteren Butterpreisanstieg erwartet.

Die großen Lebensmittelhändler hatten Mitte Mai den Preis für Deutsche Markenbutter kräftig um 20 Cent pro Stück auf 1,05 Euro angehoben. Das waren schlagartig 23,5 Prozent mehr. Im Vergleich zum Mai 2009 mussten die Verbraucher nach dieser Preisrunde 41,2 Prozent mehr für das Stück Butter auf den Ladentisch legen.

Mai: Milch wurde teurer

Ebenfalls im Mai war auch Milch teurer geworden. Die Handelsketten hoben die Preise für Frischmilch und H-Milch um zwei Cent je Liter an. Das entsprach einem Aufschlag von 4,2 Prozent bei Milch mit 1,5 Prozent Fettgehalt und von 3,7 Prozent bei einem Fettgehalt von 3,5 Prozent. Milch war damit 20 Prozent beziehungsweise 13 Prozent teurer als im Mai 2009.

Neue Herausforderung: Verbraucher kaufen immer mehr fettarme Milch

Die Verbraucher griffen immer häufiger zu fettarmer Milch, deren Anteil an der Trinkmilch insgesamt von gut 35 Prozent im Jahr 2002 auf rund 50 Prozent in diesem Jahr gestiegen sei. Dieser Trend stelle die Molkereien vor Herausforderungen: Die Menge an Milchfett, die inzwischen nicht mehr mit der Trinkmilch verkauft werde, entspreche umgerechnet fast einem Stück Butter pro Bundesbürger und Jahr.

Preiserhöhungen: Steigende Nachfrage auf dem Weltmarkt

Hintergrund der Preiserhöhungen vom Mai ist nach Expertenansicht eine steigende Nachfrage auf dem Weltmarkt. Deshalb hatten Molkereien bessere Karten in den Verhandlungen mit den Handelskonzernen. Der schwächere Euro zum Dollar habe zum Anstieg der Exporte beigetragen.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/kein-weiterer-preisanstieg)

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Terminmarkt: Keine Kursänderung

An der Eurex Frankfurt notierten die Juli Kontrakte unverändert: Butter 3.650 Euro (3.600 zu 3.700) und Milchpulver 2.250 Euro (2.200 zu 2.300 Euro).

Erstmalig quotiert wurde Milchpulver Januar 2011, hier bestand Nachfrage zu 2.000 Euro und Angebot zu 2.300 Euro.

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Geschrieben von Richard Ebert am
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