Milch: Milchindustrieverband befürwortet Warenterminbörsen
MIV befürwortet Warenterminbörsen
(31.10.11) - Der Milchindustrieverband (MIV) hat sich positiv zu Warenterminbörsen geäußert. MIV-Hauptgeschäftsführer Eckhard Heuser erklärte auf einer Veranstaltung am vergangenen Mittwoch in Berlin, mit steigendem Handelsvolumen und damit wachsender Liquidität würden Terminkontrakte auf Butter und Magermilchpulver für die Branche interessanter. Eine gewisse Mindesthandelsmenge sei allerdings notwendig.
Nach dem Einstieg von Fonterra an der Eurex in Frankfurt zeigten auch andere Konzerne ihr Interesse an der Börse. Vor allem die verarbeitende Lebensmittelindustrie komme mit Jahrespreisen besser zurecht und könne die starken Auf- und Abbewegungen beim Milchpreis nicht immer mittragen, berichtete Heuser. Wegen der früheren politischen Steuerung hätten sich die Milcherzeuger bisher kaum für den Terminhandel interessiert. Die Branche müsse sich damit abfinden, dass sich die Politik vom Milchmarkt zurückgezogen habe, und Wege finden, mit der größeren Volatilität der Milchpreise umzugehen. Zwar könne mit Hilfe einer Warenterminbörse kein Einkommen gesteigert, wohl aber die Preise geglättet werden
(Quelle: Top Agrar / MIV)
Hallo,
macht es denn auch für Milcherzeuger Sinn, sich an der Börse abzusichern?
Oder lassen sich die Kurse von Butter und Milchpulver gar nicht auf Vollmilch übertragen, was denken die Milchviehhalter hier im Forum?
Applepie
Milch lässt sich problemlos mit Hilfe des Kieler Rohstoffwert auf Butter und Magermilchpulver "umrechnen" und den sich daraus resultierenden Absicherungsbedarf in Futures ermitteln.
Ich empfehle in diesem Zusammenhang ein Besuch der zur Zeit deutschlandweit stattfindenden Schulungen der IFE e.V., Kiel. Diese Schulungsreihe geht u.a. speziell auf diese Thematik ein. Termine sind direkt bei der IFE zu erfragen.
Gruß,
S. Siegel