Milch: Milchpulver Futures in Paris gestartet
Milchproduktion folgt Quote
Topagrar.com (18.10.10) - Um den europäischen Milchproduzenten eine „sanfte Landung“ nach dem Quotenausstieg 2015 zu ermöglichen, muss der Mengen- und Preisdruck weiter aus dem Milchmarkt genommen werden.
Mit diesen Worten hat Brigitte Missonne von der Generaldirektion Landwirtschaft der Europäischen Kommission die Ziele der EU-Milchpolitik auf dem Forum Milch des 5. Eliteforum Landwirtschaft der Deutschen Kreditbank (DKB) beschrieben.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.topagrar.com/?option=com_content&task=view&id=21342&Itemid=521)
Milch als Rohstoff in Form von Milchpulver-Futures auch über Terminbörsen handelbar.
n-tv (19.10.10) - An der Terminbörse Nyse Liffe ist der Handel mit Futures auf fettarmes Milchpulver aus der Europäischen Union eingeführt worden. Die Preisfestlegung für den Rohstoff-Future erfolgt in Euro per Tonne. Die physische Auslieferung erfolge im Radius von 150 Kilometern um die Städte Hamburg, Antwerpen und Rotterdam.
Wegen technischer Probleme fand die Produkteinführung an der Terminbörse einen Tag später statt als geplant. Am Dienstagvormittag fanden zunächst keine Handelsumsätze mit den neuen Futures statt.
(Quelle: http://www.teleboerse.de/nachrichten/Milchpulver-Future-handelbar-article1744021.html)
Meinung: Kopf-an-Kopf-Rennen von vier Milchpulver-Futures
Seit heute haben Hedger und Spekulanten die Wahl, an welcher Börse sie Milchpulver Futures handeln wollen: CME Chicago, Eurex Frankfurt, Nyse-Liffe-Euronext Paris oder der Börse in Neuseeland.
Milchpulver hat alle Voraussetzungen, ein viel gehandeltes Produkt an den Terminbörsen zu werden, es wird in großem Umfang produziert und weltweit gehandelt, hat eine große Volatilität (Preisschwankungen), bietet die Chance einer guten Absicherung für Hersteller, Verarbeiter und Verbraucher und für die Spekulanten, die normalerweise für die Liquidität im Handel sorgen, spekulative Gewinnchancen.
Doch das ist graue Theorie, in der Praxis wurde in Paris und Neuseeland bisher überhaupt nicht gehandelt, Chicago brachte es auf einen Kontrakt und an der Eurex - die sich damit als Welt-Spitzenreiter bezeichnen kann - dürften etwa 10 Kontrakte umgegangen sein.
Die Börsen bestätigten auch heute wieder ein starkes Interesse der großen Marktteilnehmer. Doch anscheinend möchte niemand der Erste sein, der den Terminmarkt nutzt. Besonders in Großkonzernen bedarf es einer monatelangen Vorbereitung des Handels.
Noch ist also für die Börsen nichts verloren - das Wettrennen um die höchsten Umsätze steht noch in den Startlöchern. Erst wenn es Richtung "2015" geht und die Milchquote der Vergangenheit angehört, wird die Zeit der Mini-Umsätze in Milchpulver Futures der Vergangenheit angehören.
Terminmarkt: Unverändert
An der Eurex in Frankfurt schlossen die Oktober Kontrakte auf Milchpulver mit unverändert 3.713 Euro, die für Butter mit unverändert 2.238 Euro.
Am Terminmark in Paris schloss der Juli 2011 Milchpulver Future mit 1.000 Euro Geld zu 2.000 Euro Brief, der Schlusspreis wurde um 300 auf 2.000 Euro herunter getaxt. In den anderen Monaten gab es nur unrealistische oder keine Geld-Brief-Spannen.