Richard Ebert
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Milch: Milchpulver Index verliert 65 Euro (2,8%) / Butter plus 13 Euro

Kassamarkt: Europäischer Milchmarkt deutliche verbessert

Agrarheute.com / aiz, Brüssel (14.07.10) - Die Gesamtsituation am europäischen Milchmarkt hat sich im zweiten Halbjahr 2009 und im Laufe der ersten Jahreshälfte 2010 deutlich verbessert.

Die Erzeugerpreise sind ab Mai 2009 spürbar angestiegen und haben im November ein Niveau von 28,4 Cent netto je Kilogamm erreicht. Im April lag der Durchschnitt der Mitgliedsländer bei 27,7 Cent, in den folgenden Monaten kam es zu weiteren Anhebungen. Dies teilt die EU-Kommission in ihrem vierteljährlich erscheinenden Milchmarktbericht fest. Die Anlieferungen an die Molkereien blieben im Jahr 2009 trotz der ein Prozentigen Quotenerhöhung um 0,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Laut Schätzungen der Kommission wurde die EU-Referenzmenge im Quotenjahr 2009/10 um sieben Prozent unterschritten. Die Öffnung der Interventionslager für Butter und Magermilchpulver im Mai habe bisher keine negativen Auswirkungen auf den Markt gehabt, bisher seien nur kleine Mengen zugeschlagen worden, betont die Brüsseler Behörde. Nach Angaben der Kommission dürften lediglich die Niederlande und Dänemark die Anlieferungs-Referenzmengen im Quotenjahr 2009/10 überschritten und eine Zusatzabgabe zu entrichten haben.

Notierungen stabil

Deutschland, Österreich, Luxemburg und Zypern lagen den Berechnungen zufolge knapp unter der Quotenlinie (Österreich, wie berichtet, um 34.000 Tonnen). In den ersten vier Monaten dieses Jahres setzte sich der Trend einer rückläufigen Anlieferung insgesamt fort, wobei allerdings die Entwicklung in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich verlief. Österreich verzeichnete im ersten Halbjahr ein Plus von gut einem Prozent bei der Anlieferung. Die Preise für die wichtigsten Standard-Milchprodukte haben sich seit dem letzten Quartalsbericht im März 2010 substanziell erhöht, teilt die Kommission mit. Bei Käse kam es zu einem Anstieg um 20 Prozent, bei Butter und Vollmilchpulver um 23 Prozent. Derzeit scheinen sich die Notierungen zu stabilisieren, so die Einschätzung der Brüsseler Behörde.

Steigerungen im Export

Der saisonale Anstieg der Anlieferungen habe auch die Erzeugerpreise nicht besonders negativ beeinflusst, wird betont. Die ersten vier Monate des Jahres 2010 verliefen auch im Außenhandel mit Milchprodukten positiv, die Exporte konnten durchwegs forciert werden. Ausgeführt wurden 201.600 Tonnen Käse (+20 Prozent), 119.400 Tonnen Magermilchpulver (+105 Prozent), 114.200 Tonnen Molkenpulver (+7 Prozent) sowie 41.600 Tonnen Butter (+11 Prozent). Rückläufige Exporte wurden dagegen bei Vollmilchpulver mit 143.100 Tonnen (-10 Prozent) erhoben, weiters bei Kondensmilch mit 77.500 Tonnen (-0,2 Prozent) und bei Butteröl, wo die Lieferungen um drei Prozent auf 7.600 Tonnen sanken.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/verbesserter-milchmarkt-europa)

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Terminmarkt: Eurex Milchpulver Index gibt um 65 Euro je Tonne nach

Am Milch Terminmarkt in Frankfurt tendierten die Futures heute uneinheitlich. Butter schloss plus 20 auf 3.665 Euro (3.640 Geld zu 3.690 Brief) während Milchpulver mit einem Minus von 10 auf 2.245 Euro aus dem Handel ging (2.220 Geld zu 2.270 Brief).

Die Eurex veröffentlichte wie jeden Mittwoch die Kassaindices, die sich aus den Regionalpreisen von Frankreich, den Niederlanden und Deutschland zusammensetzt. Der Butter Index gewann 13 auf 3.727 Euro, der Milchpulver Index gab 65 auf 2.263 Euro nach.

Die oben stehende Grafik zeigt den Kassaindex (rot) und den aktuellen Terminkurs per letztem Mittwoch im Juli (schwarz). Am letzten Handelstag werden sich beide Notierungen treffen (blaue Linie).

Geschrieben von Richard Ebert am
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