Richard Ebert
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Milch: Milchpulverpreise steigen um 25 % innerhalb eines Monats

Milchmarkt global: Positive Preisentwicklung bei Milchpulver und Butter

Agrarheute.com, Auckland (07.04.10) - Der Weltmarkt für Milch nimmt Fahrt auf. Die Nachfrage nach Milchpulver hat zugenommen und das Angebot wird knapper.

In der monatlichen Internet-Auktion der neuseeländischen Molkerei Fonterra zog der Durchschnittspreis für Magermilchpulver gestern gegenüber dem Vormonat um 25,5 Prozent auf 3.672 US-Dollar (2.740 Euro) pro Tonne an. Für den vorderen Liefertermin Juni wurde sogar ein Plus von 36,2 Prozent erzielt. Wie die Handelsplattform Global Dairy Trade weiter bekannt gab, sprang der Preis für Vollmilchpulver um 21 Prozent auf 3.969 US-Dollar (2.962 Euro) je Tonne. Butteröl (AMF) wurde um 21,9 Prozent teurer.

Paul Grave, der Manager der Handelsplattform, berichtete von einer starken Nachfrage nach allen Produkten. Nach seiner Auffassung spiegeln die Preise eine Verknappung des Angebots zum Ende der australisch-asiatischen Erzeugungssaison wider.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/milch_und_rind/milchproduktion/fonterra_zahlt_deutlich_mehr_f%fcr_milchpulver.html?redid=333688)

Bild entfernt.Hinweis: Die Grafik der CME zeigt nicht den neuseeländischen Preis und auch nicht den jüngsten Preisanstieg

Geschrieben von Richard Ebert am
Richard Ebert
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Das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt berichtet über die Hintergründe zu den Preissprüngen am (neuseeländischen) Weltmarkt für Milchpulver:

Milchproduktpreise überraschen mit Preissprüngen

Bayerische Landwirtschaftliches Wochenblatt / pd, Chicago (09.04.10) - Um 21 % oder 801 US- $ springen die Vollmilchpulvernotierungen auf 4092 US- $ /t bei der April Auktion der neuseeländischen Molkerei Fronterra, dem Weltmarktführer bei Milchprodukten, an.

Versorgungsengpässe bei dieser Produktlinie auf der Südhalbkugel bedingen diese Situation. Einmal beginnt dort die Winterzeit, die Milchkühe werden von der Weide in die Ställe getrieben .Das geht mit der Umstellung des Futterregimes von Grünfutter auf vermehrten Einsatz von Kraftfutter einher und beeinträchtigt vorübergehend die Milchleistung. Das erklärt aber nur 9% des mittleren saisonalen Preisanstiegs gegenüber März seit 2003. 21% stellt aber der doppelte Wert dar und wurde letztmalig im Juli 2008 kurz vor dem Platzen der Spekulationsblase für Aktien aber auch einer Vielzahl Rohstoffe gesehen.

Einen größeren Preissprung in dieser Zeit verhindert die beginnende Mehrproduktion auf der Nordhalbkugel. Der letzte Winter mit seinen ungewöhnlich langen und niedrigen Temperaturen in der gesamten europäischen Gemeinschaft verzögert gegenwärtig den Grünlandaufwuchs. Dadurch verspätet sich der Austrieb der Milchkühe auf die Weide verbunden mit. Damit nicht genug. Denn zugleich wächst die Nachfrage vor allem aus China nach Milchpulver. Denn auch im neuen Jahr wurde verschiedentlich mit Melamin kontaminiertes Milchpulver entdeckt. Das Vertrauen der dortigen Verbraucher in landeseigene Milchprodukte leidet nochmals. Dies lassen die Produkte aus heimischen Molkerein in den Regalen des Einzelhandels stehen und der Folge eines erheblichen Verbrauchsrückgangs. Ausländische Erzeuger füllen mit ihren Milchprodukten diese Lücke. Chinesische Einkäufer schwärmten dazu in den letzten Monaten vor allem nach Australien und Neuseeland aus um die fehlenden Mengen zu erstehen. Beides zusammen verursacht diesen Versorgungsengpass, der diesen extremen Preisanstieg auslöst.

Nicht ausgemacht ist aber derzeit, ob sich das alles nur als ein Preisstrohfeuer erweist In den letzten Jahren zeigen die Ergebnisse dieser monatlichen Auktionen mit etwa dreimonatiger Verzögerung Wirkung. Dies gilt insbesondere für die Preisrichtung. Bleibt aus auch in Zukunft dabei lassen sich daraus eine preisliche Unterstützungslinie ableiten. Damit dürft das saisonale Preistief im kommenden Monat bei den Milchauszahlungspreisen in diesem Jahr nicht so ausgeprägt ausfallen, vielleicht fällt es sogar damit ganz aus. Die Anfang dieses Jahres an dieser Stelle vorhergesagte Verbesserung der Milchpreise um 3 bis 6Cent/kg gegenüber dem Vorjahr rückt damit etwas näher.

(Quelle: http://www.wochenblatt-dlv.de/nachrichten?redid=334039)

Am 10.05.2010 startet die Chicago Mercantile Exchange ihren Welt Milchpulverkontrakt

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