Richard Ebert
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Milch: Molkereien bei Verhandlungen eingeknickt

Elite-Magazin.de (27.04.12) - Erneut sollen Molkereien bei den Verhandlungen über die Trinkmilchkontrakte mit den Handelsketten eingeknickt sein. Die Spreizung der Auszahlungs-Preise zwischen den Käse- und Trinkmilchanbietern dürfte auf rund acht Cent/kg Milch ansteigen! Das hat den Streit um die Ausrichtung der Rahmenbedingungen der Milchmärkte neu entfacht.

Die ersten Monate des Jahres 2012 haben gezeigt, dass auch am Milchmarkt die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Der Anstieg der Nachfrage hat sich verlangsamt und in Verbindung mit dem hohen Angebot zu einer Abschwächung der Preise für Milchprodukte in fast allen Produktbereichen geführt. Milcherzeugern dürfte kaum entgangen sein, dass der Motor des Milchmarktes ins Stottern geraten ist.

Die Heftigkeit, mit der dieser Umschwung ablief – vor weniger als einem halben Jahr zahlten die Molkereien noch historische Höchstpreise an ihre Lieferanten aus – erwischte die Molkereimanager dies- und jenseits des Atlantiks jedoch ziemlich unvorbereitet. Anders ist es nicht zu erklären, dass bei den Trinkmilch-Preisverhandlungen mit den großen Discountern einige Molkereien Preisnachlässe von 4,0 bis 4,5 Cent akzeptiert haben sollen. Die Verwertung bei H-Milch würde dadurch auf rund 25 Cent sinken, die Spreizung der Auszahlungs-Preise zwischen den Käse- und Trinkmilchanbietern dadurch auf rund acht Cent/kg Milch ansteigen.

(Quelle und sehr ausführlich weiter lesen: http://www.elite-magazin.de/news/Milchmarkt-Zwangsoptimismus-statt-Realismus-832448.html )

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
Geno-Bauer
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12 Jahre 9 Monate

Heute kam die Mitteilung der Molkerei:

Auszahlungspreis (Grundpreis) für Mai 2012: - 3 ct/kg Milch auf 28,5 ct/kg

MfG
Geno-Bauer

Geno-Bauer
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12 Jahre 9 Monate

@ Geno-Bauer [#2]

Heute: Ankündigung für Juni: - 1 ct/kg Milch

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Geno-Bauer [#3]

Der "richige" weil sekundenschnell verfügbare und jederzeit handelbare Marktpreis wird in Frankfurt notiert.

Der Milchpulverpreis ist seit Anfang Mai um gut 2 % gestiegen (siehe Beitrag [#1]), der für Butter bereits um 11 %.

Wird nach Ihren Erfahrungen der Preis immer mit wochen- oder monatelanger Zeitverzögerung an die gestiegenen oder gefallenen Marktpreise angepaßt ?

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Bild entfernt.

Geno-Bauer
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Richard Ebert [#4]

Ich müsste Ihnen mal die letzten Begründungen zu kommen lassen. Ja! Dem ist so! Wie ich schon an anderer Stelle sagte: Bisher gibt es keinerlei Preisverhandlungen. Die Molkerei legt den Preis nach billigem Ermessen fest. :-(

Wobei ich auch sagen muss, dass der preis nicht der Schlechteste ist.

Bei einem so verderblichen Produkt wie Milch, kann man nicht mal eben hier oder dort hin liefern.

MfG
Geno-Bauer

MissPiggy
Mitglied seit
12 Jahre 4 Monate

@ Richard Ebert [#4]

Der "richige" weil sekundenschnell verfügbare und jederzeit handelbare Marktpreis wird in Frankfurt notiert.

Das hört sich nach einem liquiden Markt an, auf dem stündlich die Kontrakte den Besitzer wechseln. Dem ist, wie Sie wissen, leider nicht so. Als Orientierung für den weiteren (internationalen) Preisverlauf wird zunehmend die Auktion des Global Dairy Trade genutzt, an dem die gehandelten Mengen (Kontrakte) stetig zunehmen. Warum sind die Neuseeländer mit dieser Form der Börse so viel erfolgreicher als die Eurex? Gibt es da eine Erklärung?

Gruss
MissPiggy

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ MissPiggy [#6]

Warum sind die Neuseeländer mit dieser Form der Börse so viel erfolgreicher als die Eurex? Gibt es da eine Erklärung?

Da sollte sich die Eurex äußern. Aus Quellen im Umkreis der Börse höre ich immer wieder von großem Interese. Man wartet nur auf mehr Liquidität. Diese kommt aber nicht, solange nur mit großem Interesse gewartet, aber nicht für Handel und Liquidität gesorgt wird.

Als "Trost" ist nur anzumerken, daß die Eurex Frankfurt viel erfolgreicher im Milchpulver Terminhandel ist als die Nyse Euronext (Matif) in Paris und die Chicago Mercantile Exchange.

Als Orientierung für den weiteren (internationalen) Preisverlauf wird zunehmend die Auktion des Global Dairy Trade genutzt

Ja, aber im Gegensatz zum Eurex Terminhandel gibt es dort nur einmal wöchentlich Preisverläufe, während sich in Frankfurt zumindest die Geld- und Briefkurse ändern, auch wenn kein Handel stattfindet.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

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