Richard Ebert
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Milch: Neuseeland startet Vollmilchpulver Weltkontrakt ab 08.10.2010

Bisher liefern sich die Terminbörsen in Frankfurt und Chicago ein Wettrennen um den erfolgreichsten Milchpulver Terminkontrakt. Nach der Terminbörse Paris (angekündigt für das 3. Quartals 2010) greift jetzt auch die Terminbörse Neuseeland ein und startet am 08.10.2010 einen Milchpulver Terminmarkt:

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NZX Launch Date For Global Whole Milk Powder Futures

26/08/10 - NZX has announced that it is launching its Global Whole Milk Powder Futures ("WMP") contract on 8 October 2010.

NZX Global Whole Milk Powder Futures will be a vital tool for the dairy industry worldwide to manage price risk in the most heavily traded milk powder product in the world.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.topagrar.com/?option=com_content&task=view&id=20331&Itemid=521)

Bild entfernt.Terminmarkt unverändert

An der Eurex Frankfurt schloss Butter unverändert bei 3.575 und Milchpulver bei unverändert 2.138 Euro

Geschrieben von Richard Ebert am
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NZX startet Vollmilchpulver-Future

Agrarheute.com / aiz, Wellington (30.08.10) - Die neuseeländische Börse, die New Zealand Stock Exchange (NZX), plant, den ersten weltweiten Futures-Kontrakt auf Vollmilchpulver mit Barausgleich am 8. Oktober auf den Markt zu bringen.

Bislang müssten alle Vollmilchpulver-Terminkontrakte mit einer physischen Lieferung gedeckt werden, was die Attraktivität für Marktteilnehmer verringert, die zum Auslaufen des Kontrakts nicht das Risiko eingehen möchten, auch wirklich physische Ware schicken zu müssen, erläuterte die Börse laut Dow Jones News in einer Mitteilung. Mit dem Barausgleich seien mehr Marktteilnehmer von außerhalb in der Lage, in den Future zu investieren, wenn der Kontrakt neu und noch illiquide ist, sagte NZX-Derivate-Managerin Kathryn Jaggard.

Diese Einschätzung bestätigte Doug Steel, Ökonom bei der Bank of New Zealand. Der Barausgleich öffne den Kontrakt für breitere Marktkreise, da sich die Investoren nicht mehr um Lagerung und Transport des physischen Produktes sorgen müssten.

Vollmilchpulver-Future: Der erste Rohstoffkontrakt an der NZX

Nach Ansicht der NZX-Managerin kann der Barausgleich für die Molkereibranche wichtig werden, da sich die Spezifikationen für Milchpulver aufgrund unterschiedlicher Sicherheitsstandards von Land zu Land unterscheiden. Doch mit dem Barausgleich wüssten die Marktteilnehmer genau, was sie zum Auslaufen des Kontrakts bekämen und was sie andererseits zu zahlen hätten. Der Vollmilchpulver-Future ist der erste Rohstoffkontrakt an der NZX. Analysten zufolge ist dies eine logische Wahl für die Börse, da dieses Produkt das wichtigste der Fonterra Co-Operative Group Ltd ist. Die in Auckland ansässige Kooperative sorgt für 30 Prozent der gesamten neuseeländischen Exporte und deckt 40 Prozent des weltweiten Handels mit Molkereiprodukten ab.

Kontrakte für Milchfett und Magermilchpulver geplant

Laut Jaggard plant die NZX, dem ersten Future mittelfristig weitere Kontrakte für getrocknetes Milchfett und Magermilchpulver folgen zu lassen. Referenzpreis für den Barausgleich bei den NZX Global Whole Milk Powder Futures wird den weiteren Angaben nach der globalDairy Trade WMPPreis des Molkereikonzerns Fonterra sein, der in einer entsprechenden Internetauktion festgestellt wird. Diese werde ab September zweimal pro Monat stattfinden und damit ihre Frequenz verdoppeln.

Mehr als 280 qualifizierte Bieter nehmen an der Aktion teil

An der Auktion nehmen bislang mehr als 280 qualifizierte Bieter in über 56 Ländern teil. Die globalDairy Trade-Notierung hat sich zum weltweiten Leitwert bei der Bepreisung von Molkerei-Rohstoffen entwickelt, sagte Jaggard. Zentrale Stelle für die Abwicklung und Abrechnung (Clearing) sämtlicher Kontrakte werde ein neues Clearing-Unternehmen sein, das von der New Zealand Clearing Ltd betrieben wird. Der Handel der Kontrakte finde über GlobalVision statt, die elektronische Handelsplattform der NZX. Zu den künftigen Marktteilnehmern im Vollmichpulver-Futures-Handel zählt Jaggard unter anderem Verarbeiter in Neuseeland, Australien, Europa und den USA, Händler von Molkereiprodukten sowie kleine, mittlere und große Abnehmer von Vollmilchpulver.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/nzxvollmilch)

Richard Ebert
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Zweifel an NZX Milchpulverkontrakt - Molkerei sieht Gefahr der Einflussnahme durch Fonterra

Agrarheute.com / aiz, Auckland (16.09.10) - Die neuseeländische Börse NZX ist mit ihrem Plan, einen Terminhandel mit Vollmilchpulver einzuführen, unter Druck geraten. Der zweitgrößte Milchverarbeiter Neuseelands, Open Country Dairy, will das Abrechnungsmodell der NZX durch die Börsenaufsicht prüfen lassen.

Das Unternehmen Open Country Dairy, der zweitgrößte Milchverarbeiter Neuseelands, sieht die Unabhängigkeit des Terminmarktes in Gefahr, weil die NZX zur Abrechnung offener Futures den gewichteten Preisindex der Online-Versteigerungen von Milcherzeugnissen des Weltmarktführers Fonterra heranziehen will.

Fonterra kontrolliert etwa ein Drittel des globalen Vollmilchpulvermarktes. Seit Juli 2008 auktioniert die Genossenschaft einen Teil ihrer Milchbasisprodukte über die Plattform Global Dairy Trade. Diese steht grundsätzlich auch anderen Molkereien als Anbieter offen.

Open Country Dairy will Abrechnungsmodell prüfen lassen

Open Country Dairy will in Zukunft am NZX-Terminhandel mit Vollmilchpulver teilnehmen. Daher rief das Unternehmen die neuseeländische Börsenaufsicht an. Sie soll das Abrechnungsmodell der NZX überprüfen. Der Terminhandel mit Vollmilchpulver soll in Auckland am 8. Oktober beginnen.

NZX weist Verdacht zurück

Die neuseeländische Börse wies den Verdacht eines Interessenkonflikts oder das Risiko einer Manipulation zurück. Nach ihrer Darstellung gibt es keinen geeigneteren Referenzpreis zur Barabrechnung als den Auktionsindex. An der Integrität der Plattform Global Dairy Trade hegt die NZX keinen Zweifel.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/nzx_milchpulverkontrakt_zweifel)

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