Richard Ebert
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Milch: Rohstoffwert steigt um September auf 31,9 Cent

Milch: Rohstoffwert bei 31,9 Ct

Topagrar.com (01.10.10) - Der Rohstoffwert Milch für September liegt bei 31,9 Ct/kg. Damit zeigt der Trend nach zwei Monaten Rückgang wieder nach oben.

Im August lag der Wert bei 3,7 % Fett und 3,4 % Eiweiß noch bei 30,8 Ct.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.topagrar.com/?option=com_content&task=view&id=21038&Itemid=521)

Bild entfernt.Terminmarkt: Unverändert

Eurex Oktober Butter seit 21.09.10 bei 3.713 Euro (Spanne 3.650 zu 3.775 Euro)
Eurex Oktober Milchpulver seit 21.09.10 bei 2.238 Euro (Spanne 2.150 zu 2.325 Euro)

Geschrieben von Richard Ebert am
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Rohstoffwert Milch im September: Höhere Bewertung von Magermilch sorgte für Preisanstieg

Agrarheute.com / aiz, Kiel (05.10.10.) - Der vom ife-Institut monatlich errechnete Rohstoffwert für Milch (mit 3,7 Prozent Fett und 4,2 Prozent Eiweiß) ist im September um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen und notiert jetzt bei 31,9 Cent je Kilo.

Ausgelöst wurde dieser Anstieg vor allem durch die höhere Bewertung von Magermilch, teilt Dow Jones News mit. Am Markt für Magermilchpulver haben sich die Preise im Verlauf des Septembers laut ife zwar weiter gefestigt, gegen Monatsende allerdings wieder etwas nachgegeben. Die Ursachen hierfür seien zum einen in der Beruhigung des Marktes zu sehen, nachdem sich die EU-Käufer weitgehend eingedeckt haben, wird betont. Zum anderen hätten die Käufer am Weltmarkt wegen des gestiegenen Euro-Kurses eine abwartende Position eingenommen.

Angebot folgte Wachstumg verzögert

Die im September eingetretene Stabilisierung der Preise für die Leitprodukte Butter und Magermilchpulver am Weltmarkt lasse sich gut erklären. Der internationale Markt habe zu seinem früheren Wachstum zurückgefunden, so das ife-Institut. Die Angebotsentwicklung sei dieser Entwicklung mit Verzögerung gefolgt. Erst seit dem Frühjahr zeige das Milchangebot in Westeuropa und Nordamerika expansive Tendenzen gegenüber 2009. In absoluten Mengen gehe die Erzeugung der Nordhalbkugel seit Juni zurück, expansiv zeigten sich lediglich die Zuwachsraten. Die Differenz zwischen dem Monat mit der höchsten und demjenigen mit der niedrigsten Milchanlieferung beträgt in der EU 19 Prozent und in den USA zehn Prozent, in absoluten Zahlen sind das zwei Millionen Tonnen in Europa, circa eine Million Tonne in Russland und der Ukraine und 0,7 Millionen Tonnen in den USA.

Importeure müssen auf EU-Ware zurückgreifen

Diese Differenzen können laut ife-Institut nicht von Australien, Neuseeland und Argentinien durch das dort saisonal gegenläufige Angebot kompensiert werden, außer wenn diese Länder zu ihrem Saisonende über umfangreiche Lagerbestände verfügen. Dies sei offensichtlich nicht der Fall, daher müssten Importeure verstärkt auf EU-Angebot zurückgreifen. Diese Tendenz sei mittlerweile schon seit gut einem Jahr zu beobachten und werde von den Exportstatistiken bestätigt. Die seit Mai gegenüber 2009 gestiegene Milcherzeugung habe daher auch keinen nennenswerten Druck auf die Marktpreise am internationalen Markt und in der EU ausgelöst, konstatiert das Institut.

Dollar-Kurs beeinflusst weitere Weltmarktentwicklung

Die weitere Tendenz am Milchmarkt hänge "maßgeblich vom Weltmarkt und dem Kurs des US-Dollar gegenüber dem Euro ab ". Da dieser Kurs in den vergangenen Wochen gesunken ist, sind die in Dollar notierten Preise in Euro nur wenig gestiegen. Wenn sich der Dollar nicht weiter abschwächt, dürfte der Rohstoffwert auf dem jetzt erreichten Niveau stabil bleiben. Gibt er weiter nach, könnte es allerdings schwieriger sein, das derzeitige Niveau zu halten. Für die in US-Dollar ausgedrückten Weltmarktpreise sei bis Ende 2010 kaum mit einer Abschwächung zu rechnen, und ob es Anfang 2011 dazu kommen wird, sei keineswegs sicher, so die ife-Experten.

Der vom Forschungszentrum Ernährungswirtschaft (ife) berechnete Rohstoffwert Milch gibt nicht den Auszahlungspreis einer bestimmten Molkerei an, denn er legt nur die Erlöse aus Butter und Magermilchpulver zugrunde. Vertragslaufzeiten zwischen Weiterverarbeitern/Handel und Molkereien sind nicht berücksichtigt. Der Rohstoffwert zeigt aber einen Preistrend für Versandmilch an und gilt diesbezüglich als wichtigster Verwertungsindikator der Milchwirtschaft in Deutschland.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/rohstoffwert_milch_september)

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