Milch: Schweiz schafft alle Quoten ab - Vorbild für Deutschland ?
Keine Milchkontingente mehr
drs.ch/bat/sda (01.05.09) - In der Schweiz sind die Milchkontingente abgeschafft. Damit endet ein bewegtes Stück Schweizer Landwirtschaftsgeschichte von 32 Jahren.
[b]Ab dem 1. Mai gehorchen die Milchpreise vollumfänglich den Gesetzen des Marktes. Damit bestimmen die Bauern den Milchpreis selber, das heisst, sie können ihn über die Menge, die sie produzieren indirekt beeinflussen.[b]
Existenzsängste bei vielen Bauern
Viele Milchbauern fürchten durch den Ausstieg aus der Kontingentierung um ihre Existenz. Einerseits macht der sinkende Milchpreis in der EU Druck auf den Schweizer Markt. Andererseits gerät der Schweizer Milchmarkt zunehmend aus den Fugen.
Seit Jahren türmen sich in der Schweiz Butterberge und die Lager für Milchpulver platzen aus allen Nähten. Sie wurden unter anderem angelegt, um die Preis nicht in den Keller sinken zu lassen.
Ende einer Ära
1977 führte der Bundesrat die Milchkontingentierung ein, um der Milchschwemme Einhalt zu gebieten. Ein Kontingent legte fortan fest, wie viel ein Milchbauer in einem Jahr produzieren darf.
Bestimmte zu Beginn noch der Bundesrat Jahr für Jahr den Milchpreis, wurde dieser mit der Einführung der Direktzahlungen 1992 fortan dem Markt überlassen. Weitere Öffnungsschritte folgten bis zum endgültige Aus der Milchkontingente 2003.
Im Rahmen der Agrarpolitik 2007 beschloss das Parlament, diese per Ende April 2009 aufzuheben.
(Quelle: http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/121776.keine-milchkontingente-mehr.html)