Milch: Steigende Preise mit dem LEH vereinbart
Deutliche Signale am Milchmarkt
VBM, München (03.09.12) - Für Deutsche Markenbutter werden zwischen Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel Vertragslaufzeiten von ein bis drei Monaten vereinbart. „Mit dem neuen Kontrakt zeigen die Preise endlich wieder nach oben“, zeigt sich Leonhard Welzmiller Vorsitzender des Verbandes der Milcherzeuger Bayern e.V. erfreut.
Am Markt für Milchprodukte zeichnete sich in den letzten Wochen auch weltweit eine spürbar stabile Preisentwicklung ab. Fast alle Milchprodukte konnten ihren Preis aus der Vorwoche halten oder wurden sogar teurer.
Besonders stark ausgewirkt hat sich diese Entwicklung auf die Preise für geformte Butter. Hinzu kommt, dass abgepackte Ware derzeit vergleichsweise stark nachgefragt wird. Die Folge war, dass die Molkereien bei den jüngsten Preisverhandlungen endlich auch höhere Preise gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel durchsetzen konnten.
„Nach dem beispiellosen Rückgang um fast 50 Cent pro 250 g Deutsche Markenbutter binnen eines halben Jahres kann aber der Anstieg um 10 Cent nur ein erster Schritt sein. Vor allem sind in dieser Zeit unsere Produktionskosten überproportional gestiegen“, fügt Milchbauer Welzmiller hinzu.
In der aktuellen Markt- und Preisentwicklung sieht Welzmiller ein wichtiges Signal für die spätestens im Oktober anstehenden Preisverhandlungen für die Konsummilch. Nach den sehr enttäuschenden Ergebnissen der beiden letzten Verhandlungsrunden ist in diesem Segment großer Nachholbedarf. Gleichzeitig erneuerte er seine Forderung nach generell kürzeren Laufzeiten bei neuen Kontrakten. „Verträge von bis zu einem Jahr sind heute nicht mehr zeitgemäß“, so Welzmiller.
(Quelle: http://www.milcherzeugerverband-bayern.de/deutliche-signale-milchmarkt )
Butter: Der Marktpreis ist bereits um über 30 % in vier Monaten gestiegen.