Milch: Trinkmilch Abschlüsse mit 2 Cent Preiserhöhung
Ab 2011 schnellere Übertragung von Milchquoten möglich
DLZ Agrarmagazin / jo (25.10.10) - Das Bundeslandwirtschaftsministerium will die Übertragung von Milchquoten außerhalb der Börse exibilisieren. Nach dem vorliegenden Verordnungsentwurf sollen Fristen verkürzt und Auagen gelockert werden, um insbesondere für Betriebsübertragungen zu Erleichterungen zu kommen, berichtet Agra Europe.
Übertragungsverbote werden verkürzt
Künftig darf ein Landwirt seine Quote auch dann über die Börse anbieten, wenn der Betriebssitz innerhalb des laufenden und eines vorangegangenen Zwölfmonatszeitraumes nicht verlagert worden ist. Bisher galten dafür zwei Jahre Übertragungsverbot.
Auch das Übertragungsverbot für Quotenkäufer, die im laufenden oder im vorangegangenen Kalenderjahr selbst Quoten erworben haben, wird gelockert. So soll künftig ein sachlicher Grund ausreichen und der Landwirt kann die Milchquote wieder verkaufen. Allerdings soll dieser „sachliche Grund“ nicht Preisspekulation sein dürfen. Darüber benden soll die jeweilige Landesstelle.
Schnellere Quotenübertragung möglich
Gelockert werden soll die bisherige Mindestbewirtschaftungspicht. Nach der geplanten Neuregelung soll ein Betrieb vor der Übertragung nicht mehr 70 Prozent, sondern lediglich 50 Prozent seiner Quote bewirtschaftet haben müssen. Damit sollen Betriebe, die bereits die Milchproduktion abstocken, eher übertragen werden können.
Wer Milchquote von einem kompletten Betrieb dauerhaft übernommen hat, soll diese künftig bereits nach einem Jahr, statt nach zwei Jahren, auf den Betrieb des Übernehmers übertragen. Laut Verordnungsentwurf soll die Weiterbewirtschaftungspicht von zwei auf einen Zwölfmonatszeitraum verkürzt werden. Die bisherige Verpichtung zur Weiterführung der Milchproduktion nach der Übernahme eines Betriebes will Berlin zugleich in eine Picht zur Weiternutzung des übernommenen Betriebes ändern. Damit will man erreichen, dass Ladnwirte die Milcherzeugung in dem in der Regel bereits vorhandenen Betrieb schneller bündeln können. Bei Übertragungen zwischen den beiden Börsengebieten soll dies aber erst ab 1. April 2012 gelten.
Die beiden Börsengebiete werden indes nicht zusammengelegt. Diese sollen bis zum Auslaufen der Quote erhalten bleiben.
(Quelle: http://dlz.agrarheute.com/milchquote-361191)
Trinkmilch-Abschlüsse enttäuschen
Topagrar.com (25.10.10) - Ernüchterung bei den laufenden Kontraktverhandlungen: Die Molkereien konnten gegenüber dem Handel nur eine mäßige Preiserhöhung von knapp 2 Cent/Liter Trinkmilch durchsetzen.
Optimisten hatten mit einem deutlicheren Plus von 3 bis 5 Cent/Liter für den am 1. November beginnenden Kontrakt gerechnet. Doch offenbar sind viele Beteiligte verunsichert, wie sich der Milchmarkt in den nächsten Monaten entwickeln wird. Deshalb ließen sich derzeit keine höheren Preise durchsetzen, erklärt ein Insider gegenüber top agrar.
Folge der mageren Preiserhöhung: Die Trinkmilch-Produzenten werden die Milchpreis-Lücke zu den Käse-Produzenten nicht schließen können.
Marktbeobachter gehen dennoch davon aus, dass die Milchpreise aufgrund der besseren Kontrakte im Bundesschnitt in den nächsten Monaten um 0,5 Cent/kg steigen werden.
(Quelle: http://www.topagrar.com/?option=com_content&task=view&id=21486&Itemid=521)
Terminmarkt: Januar Kontrakte leicht nachgebend
An der Milchterminbörse in Frankfurt gaben die Januar Kontrakte für Milchpulver um 25 auf 3.375 Euro nach, die gleiche Fälligkeit für Butter notierte mit 3.375 Euro um 25 Euro unter dem Schlusskurs vom Freitag.
Die Oktober Kontrakte, die letztmalig bis Mittwoch dieser Woche, 12 Uhr, gehandelt werden können, gingen unverändert taxiert aus dem Handel.
An der Nyse Liffe Euronext Paris schloss der nahe Terminmonat März 2011 Milchpulver um 33 Euro niedriger bei 1.912 Euro. Hier wie in Frankfurt gab es heute keine Umsätze.