ZMP-Redaktion
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Ölsaaten-Cockpit, 01.05.2014 - Diskussion

ZMP-Meinung:

In den USA steigen die vorderen Sojakurse immer noch an. Sojaschrot notiert zuletzt in Chicago bei 420 €/t. Ursache ist das US-spezifische Problem eines physisch überverkauften Marktes mit Problemen einer ausreichenden Inlandsversorgung bis zum Anschluß an die neue Ernte im Herbst 2014. Reimporte sind notwendig.

Die zunehmend steigenden Lieferungen aus den südamerikanischen Rekordernten drücken zwar auf die Kurse, haben aber in den vorderen Terminen noch nicht genug Kraft aufgebaut, um den drängenden Sofort- und Nachholbedarf der Importländer Paroli bieten zu können.

Für den Spätsommer, Herbst/Winter wird mit erheblich abfallenden Sojaschrotkursen in einer Größenordnung von 50 bis 100 € je t kalkuliert. Das zeigen die Börsenkurse. Voraussetzung bleibt jedoch mindestens durchschnittliche Angebots-Nachfrageverhältnisse in der kommenden Zwischenzeit. Eine besondere Rolle spielt dabei die US-Sojaernte, deren Aussaat gerade begonnen hat.

Nachtrag: Die Sojakurse sind aktuell um eine Treppenstufe niedriger gefallen!

Zum Beitrag (Premium):
http://www.zmp.de/cockpit/oelsaaten-cockpit-01052014

Was meinen Sie?

Geschrieben von ZMP-Redaktion am
peterg
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12 Jahre 9 Monate

Fundamentale Aspekte zu Soja werden ja von ZMP eingehend diskutiert.

Zwei Aspekte zusätzlich:

1. Spekulanten am Terminmarkt (Hedgefonds, etc. die in den USA als "Managed Money"-Positionen erfasst werden) haben auf Nettobasis hohe Longpositionen aufgebaut. Diese Marktteilnehmer folgen dem Kurstrend. Am Kursmaximum agieren sie normalerweise so, dass sie versuchen ihre Positionen sukzessive vorsichtig möglichst gut zu reduzieren bevor ein stärkerer Kursrutsch stattfindet. Seit Anfang März reduzieren diese Marktteilnehmer langsam und vorsichtig ihre Positionen bei weiter steigenden Kursen. Diese Dissoziation zwischen der Kursentwicklung und den Nettopositionen dieser Marktteilnehmer ist ein Warnsignal welches auf ein Ende der Kursrally hindeutet !

2. Ein wesentliches Argument für die Kursrally bei Soja in den letzten Monaten waren die riesigen Exportverkäufe. Seit langem erwarteten Analysten hier Stornierungen v. a. von chinesischer Seite. Über die letzten Wochen sind die Netto-Exportverkäufe sukzessive ausgetrocknet. Die heute veröffentlichten Exportzahlen zeigen erstmalig seit längerer Zeit negative Export-Sales (auf Netto-Basis). Ich gehe davon aus, dass v. a. diese Zahlen wesentlich für den Kursrutsch heute verantwortlich sind. Siehe dazu:

http://www.zmp.de/forum/zmp-terminmarktwelt/erfolgreicher-spread-handel…

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Antwort auf von peterg

[quote=peterg]

Fundamentale Aspekte zu Soja werden ja von ZMP eingehend diskutiert.

Zwei Aspekte zusätzlich:

1. Spekulanten am Terminmarkt (Hedgefonds, etc. die in den USA als "Managed Money"-Positionen erfasst werden) haben auf Nettobasis hohe Longpositionen aufgebaut. Diese Marktteilnehmer folgen dem Kurstrend. Am Kursmaximum agieren sie normalerweise so, dass sie versuchen ihre Positionen sukzessive vorsichtig möglichst gut zu reduzieren bevor ein stärkerer Kursrutsch stattfindet. Seit Anfang März reduzieren diese Marktteilnehmer langsam und vorsichtig ihre Positionen bei weiter steigenden Kursen. Diese Dissoziation zwischen der Kursentwicklung und den Nettopositionen dieser Marktteilnehmer ist ein Warnsignal welches auf ein Ende der Kursrally hindeutet !

2. Ein wesentliches Argument für die Kursrally bei Soja in den letzten Monaten waren die riesigen Exportverkäufe. Seit langem erwarteten Analysten hier Stornierungen v. a. von chinesischer Seite. Über die letzten Wochen sind die Netto-Exportverkäufe sukzessive ausgetrocknet. Die heute veröffentlichten Exportzahlen zeigen erstmalig seit längerer Zeit negative Export-Sales (auf Netto-Basis). Ich gehe davon aus, dass v. a. diese Zahlen wesentlich für den Kursrutsch heute verantwortlich sind. Siehe dazu:

http://www.zmp.de/forum/zmp-terminmarktwelt/erfolgreicher-spread-handel?...

[/quote]

Danke für diesen Beitrag. 
Jetzt habe ich eine Ahnung davon, wie die Märkte, bzw. deren Marktteilnehmer ticken. 

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