Ölsaaten-Cockpit, 17.05.2014 - Diskussion
ZMP-Meinung:
Eine bevorstehende 2. Rekordernte im Ölsaatensektor 2014/15 in Folge engt den Preisspielraum für den Rapsmarkt 2014/15 deutlich ein. Eine Neuorientierung nach dem Freiwerden des kanadischen Rapsmarktes bringt die Kursrelationen wieder in "Normalbahnen" zurück. (siehe Grafik) Allerdings ist die "Normalität" in Sachen knapper US-Sojamarkt noch nicht hergestellt und wird noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.
Die jetzt relativ stabil notierenden Terminkurse der wichstigsten Ölsaaten für die Herbst/Wintermonate (siehe obige Tabelle)signalisieren eine Beruhigung der Märkte, allerdings stehen noch einige Korrekturen und unbekannte Risiken bevor. Die Kurstendenzen zeigen jedoch mehr Spielraum nach unten als nach oben.
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http://www.zmp.de/cockpit/oelsaaten-cockpit-17052014
Was meinen Sie?
Wohin geht die Reise mit Soja? Wenn man sich gestern und heute in Chicago die Ausschläge nach oben wieder anguckt, gehts wohl er nach oben anstatt nach unten? Oder ist das ganze nur ein kurzes Treiben nach oben und der große Fall kommt?
Antwort auf Wohin geht die Reise mit Soja von Jackbauer2013
Meiner Meinung nach wird die Preissituation bei den US-Sojaterminkontrakten aufgrund der gegenwärtigen Knappheit so lange sehr volatil bleiben, bis die US-Erträge besser abgeschätzt werden können. Die gegenwärtig vorhanden Unsicherheit (über Anbauflächen, Wetter, letztlich den Ertrag) erfordert weiterhin die Einpreisung einer "Risikoprämie". Ganz analog zum letzten Jahr. Die Spekulanten dürften diese Kurseskapaden zur langfristigen, weiteren Reduzierung ihrer gewinnbringenden Longpositionen nutzen. Siehe hierzu:
http://www.zmp.de/forum/zmp-agrarforum/oelsaaten-cockpit-07052014-disku…
D. h. es könnte in den nächsten Wochen durchaus nochmals neue Höchstkurse geben. Auch wenn theoretisch v. a. die Kontrakte der neuen Ernte eigentlich tiefer notieren müssten.
Sojapreisentwicklungen unterschiedlich
Bei den Sojakursen darf man nicht - wie sonst üblich - sich mit den Notierungen in Chicago begnügen, sondern muss wesentlich schärfer die Kursentwicklungen in Argentinien, Brasilien und europäische Häfen in Blickwinkel behalten. Selbst die chinesischen Kurse sind nur von begrenzter Hinweiskraft. Erläuterungen dazu findet man unter
http://www.zmp.de/cockpit/%C3%96lsaaten
Interessante Beobachtungen. Daraus sollte man jedoch nicht den voreiligen Schluss ziehen, Chicago sei zu vernachlässigen. Eher gilt die Aussage, dass hier die Spezifität der US-Versorgungslage in einem gewissen Zerrspiegelbild dargestellt wird.
MfG Bre