Ölsaaten Cockpit, 20.03.2015 - Diskussion
ZMP-Meinung:
Die zurzeit gegenläufigen Einflußfaktoren im Ölsaatenmarkt lassen vorerst keine verlässliche Richtung begründen. Die Wechselkurse haben bisher den dollarnotierten Preisrückgang bei Soja bei den euronotierten Preisen in voller Höhe aufgefangen. In der gleichen Weise wurden die Rapspreise aufgrund des EU-Importbedarfs stabilisiert. Eine preissteigernde Unterstützung stammt von der Erwartung einer global schwachen Rapsernte mit den Schwerpunkten in der EU und in Kanada.
Allerdings sollte mit fortschreitenden Sojaernten in Südamerika in Richtung Rekordergebnisse der Preisdruck von dieser Seite zunehmen. Der Druck von der Rohölseite ist überraschender Weise wenig ausgeprägt geblieben.
Dafür sind die Palmölpreise trotz geschwächter Ernteergebnisse stärker in Zugzwang nach unten geraten. Eine zusätzliche Besteuerung der Exporte in der nächsten Zeit wird die Absatzentwicklung nicht wesentlich verbessern.
Richtungsweisend werden die kommenden Sojaernten in Südamerika und die Soja-Anbauflächen in den USA sein. Zünglein an der Waage spielen die Wechselkursverhältnisse in den nächsten Monaten.
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