Ölsaaten-Cockpit, 22.02.2014 - Diskussion
ZMP-Meinung:
Die aktuell gestiegenen Raps- und Sojakurse sind den witterungsbedingt behinderten Angebotsmengen und der starken chinesischen Nachfrage zu verdanken. Die steigende Kursentwicklung wird als vorübergehend eingeschätzt. Erste Gewinnmitnahmen deuten auf den Höhepunkt des Aufschwungs hin.
Die hohen Erwartungen an eine südamerikansiche Rekordernte an Soja sowie die Aussichten auf eine nochmals verbesserte US-Sojaernte im Herbst 2014 unterstützen die Meinung, dass die Kurse in den nächsten Monaten deutlich nachgeben werden. Die hinteren niedrigen Terminkurse an den Börsen signalisieren diesen Trend.
Zum Beitrag (Premium):
http://www.zmp.de/cockpit/oelsaaten-cockpit-22022014
Was meinen Sie?
Seit nunmehr 2 Jahren wird diese These immer wieder verbreitet. Mal sind es dann streikende Hafenarbeiter, mal mangelnde Verladekapazitäten, mal die Chinesen die wider erwarten stark einkaufen, so dass ein Sinken des Sojas verhindert wird.
Fakt ist: wer als Landwirt in den vergangenen Jahren immer ziemlich vorausgekauft hat ist weitaus besser gefahren als derjenige, der auf sinkende Sojakurse spekuliert hat und nicht eingedeckt war.
Mfg
BB
Ich stimme dir vollkommen zu.
Wenn man gerade die Situation betrachtet, scheint dieses Szenario wieder einzutreten. Doch die Frage ist nicht ob, sondern wann dieses Phänomen kippt. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass der "künstlich hochgehaltene" Spotsojakurs ewig so weiter praktiziert wird.
Gibt es eigentlich eine Karte oder sonstige grafische Darstellung, die die Erntezeitpunkte auf der Welt darstellt.
@ Schubi
Antworten zu den aufgeworfenen Fragen enthält ein aktueller Beitrag im Analyseteil
http://www.zmp.de/analysen/zukuenftig-fallende-sojakurse-aussicht
Mfg ZMP-Redaktion
Antwort auf @ Schubi von ZMP-Redaktion
@Schubi
zB hier:
http://nogger-noggersblog.blogspot.de/
nach unten rechts scrollen
oder hier
http://www.usda.gov/oce/weather/CropCalendars/
Die knappen Lagerbestände in den USA sind durch nach wie vor hohe Exporte v.a. nach China extrem reduziert. Bislang wurde hier noch wenig storniert. Wie ist die Situation in Südamerika?
Die problematischen politischen Verhältnisse in Argentinien und ihr Einfluss auf die Sojaexporte wurde bereits diskutiert.
Nasse Witterung hat die Hoffungen auf eine Rekordernte in Brasilien bereits zerstört. Die alljährlichen, logistische Probleme bezüglich des Transportes von Soja zu den Exporthäfen haben sich am Wochenende durch einen Dammbruch, welcher eine Hauptverkehrsader massiv behindert noch verstärkt. Also auch diesbezüglich keine Entlastung.
Die Terminkurve bei Soja zeigt nach wie vor eine sehr ausgeprägte inverse Struktur. D. h. Soja ist knapp! Warum sollte sich also diese Situation gerade jetzt im Frühjahr, wenn die Sojakurse saisonal Unterstützung haben ändern? Ich gehe davon aus, dass die Kurse am Terminmarkt sukzessive mit dem Verfall der inversen Kontrakte sinken werden.