Ölsaaten-Cockpit, 25.01.2014 - Diskussion
ZMP-Meinung:
Die bevorstehende Sojaernte in Südamerika mit ihren Rekordeernteerwartungen bringt die Sojapreise ins Wanken. Die hinteren Termine zeigen einen Kursrückgang schon längere Zeit an. Die aktuellen Kursen werden aber immer noch von der starken Nachfrage aus China und der knappen Versorgungslage im Schrotsektor hochgehalten. Die in den nächsten Wochen bevorstehende Umorientierung auf den südamerikanischen Markt wird den Preissog in den USA nach oben entkräften, so dass in Verbindung mit einem fortschreitenden Abbau der noch bestehenden Ernterisiken mehr Luft für Preisnachlässe möglich sind. Inwieweit die Notierungen weiter nachgeben als in den Terminkursen bereits eingepreist ist, hängt vom weiteren Verlauf der Ertragsergebnisse ab.
Inwieweit die Lieferfähigkeit durch Streiks bzw. Verkaufsboykotts wie im vorigen Jahr eingeschränkt wird, bleibt vorerst noch offen. Die Bemühungen zur Vermeidung der logistischen Probleme sind wortreich erfolgt; inwieweit die Taten gereicht haben, wird man bald erfahren. Für den hiesigen Sojaschrotbedarf wird es sicherlich noch einige Zeit dauern, bis die Ware verarbeitet und auf den Weg gebracht ist.
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