Richard Ebert
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Raps: Anbau trotz steigender Kosten

Trotz steigender Kosten: Landwirte setzen weiter auf Raps

Von Jessica Janson

Landes-Zeitung.de, Gelldorf/Vehlen (24.07.05) - Sobald die Sonne herauskommt, sind nun wieder die Mähdrescher unterwegs. In den letzten Tagen wurde vor allem der Raps geerntet, eine Pflanze, die den meisten Menschen vor allem wegen seiner gelben Blüten bekannt ist. Kilometerweit leuchtete er im Frühjahr, nun ist er abgereift, und auch in Obernkirchen hat die Ernte der Hackfrucht jetzt begonnen. Bei Raps handelt es sich, anders als oft angenommen, nicht um Getreide – er stammt, wie zum Beispiel auch Senf, aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Anders als klassische Getreidesorten wie Weizen und Hafer hat die Frucht einen Ölgehalt von etwa 45 Prozent und kann daher auf die unterschiedlichsten Arten verwertet werden.

Viele der Verwendungsmöglichkeiten sind uns aus heimischen Supermärkten bekannt: Es gibt Rapsöl und Margarine aus Raps, bekannt ist auch, dass Raps für die Herstellung von Biodiesel verwendet wird. Doch auch in der Industrie wird die vielseitige Pflanze benötigt: Sie ist zum Beispiel das Grundmaterial von Bio-Kunststoff und Kaltschaum. Von der gelben Farbe ist bei den Rapskörnern übrigens nicht mehr viel zu erkennen: Sie sind zum Erntezeitpunkt tief schwarz.

Raps passt „perfekt“ in den Betriebsablauf

Auch bei Obernkirchens Landwirten ist der Rapsanbau mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Arbeit geworden. Der Gelldorfer Landwirt Dirk Rodenbeck baut schon seit mehreren Jahren Raps an, unter anderem, weil er sich gut in die Arbeitsabläufe einpasst. „Raps ist in der Regel genau zwischen der Gerste und der Triticale reif“, erklärt er. Triticale ist ein Getreide, gekreuzt aus Roggen und Weizen. Durch den Erntetermin passe Raps perfekt in den Betriebsablauf: „Der Mähdrescher steht nicht still, wir können die Zeit prima nutzen“, erzählt er. Außerdem macht sich die Pflanze gut in der Fruchtfolge.

„Wir bauen immer unterschiedliche Pflanzen auf den Feldern an, damit der Boden sich erholen kann“, erläutert Rodenbeck. Der Raps bildet tiefe Wurzeln aus und hilft dadurch, den Boden zu lockern. Dies sei besonders gut für die Pflanzen, die im Jahr darauf auf dem Feld angebaut werden.

Auch Landwirt Hartmut Prange aus Vehlen hat die schwarze Frucht für sich entdeckt. Er hat seinen Raps bereits in der vergangenen Woche geerntet, mit dem Ertrag ist er zufrieden. „Die Trockenphase im Frühjahr hat dem Raps nicht so viel ausgemacht wie befürchtet“, erklärt er. Insgesamt habe man in diesem Jahr gute Erträge erzielen können. Ein bisschen gemindert wird diese Freude jedoch durch den aktuellen Verkaufspreis.

Wurden 100 Kilogramm Raps im vergangenen Jahr noch mit 42 Euro gehandelt, gibt es zurzeit gerade mal 26 Euro dafür. Und das, obwohl die Herstellungskosten durch höhere Dünger- und Dieselpreise im vergangenen Jahr enorm gestiegen sind. Der Preisunterschied kommt unter anderem durch den aktuell sehr schwachen Rohölpreis zustande, an den der Rapspreis gekoppelt ist.

Zeit für Pausen gibt es nach der Ernte nicht

„Das ist schon ärgerlich, aber wenn wir den Raps anbauen, wissen wir ja nun mal noch nicht, welchen Preis wir letztendlich erzielen können“, erklärt auch der Gelldorfer Landwirt Achim Pohl. Trotzdem lässt er sich von den diesjährigen Preisen nicht abschrecken. Auch für die kommende Aussaat hat er, wie die anderen Landwirte auch, die vielseitige Frucht fest eingeplant.

Etwa zwei bis drei Erntetage wird es noch dauern, bis die Mähdrescher auch das letzte Rapsfeld erreicht haben. Und auch dann ist keine Zeit für Pausen – denn dann steht die Ernte von Triticale und Weizen schon vor der Tür.

(Quelle: http://www.landes-zeitung.de/portal/lokales/lz-heute_Trotz-steigender-Kosten-Landwirte-setzen-weiter-auf-Raps-_arid,160888.html)

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Geschrieben von Richard Ebert am
Saubauer
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Der Raps ist für viele Schweinehalter die klassische "Blattfrucht".

Seit der Besteuerung des Öles mit 20ct je l sind ja ca 1000 kleine Ölmühlen stillgelegt worden.

Die Erträge sind in den letzten Jahren stetig gestiegen und für diese Ernte höhrt man von sehr guten Erträgen um 45 dt / ha.

Die Kunst wird es aber sein den Raps mit max 9 % Erntefeuchte einzubringen !

Die Ernte konnte man von März bis Mai mit 29 - 32 Eur absichern !

Schöne Woche
Saubauer

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