Richard Ebert
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Raps: Geringere Ausweitung der Anbaufläche

Ausweitung der Rapsanbaufläche geringer als erwartet

agrarheute.com / lpd, Hannover (13.11.08) - Bei der diesjährigen Herbstbestellung ist nach Angaben des Landvolks Niedersachsen in Deutschland deutlich weniger Raps ausgesät worden, als zunächst erwartet worden war.

Eine Prognose, die jetzt im Auftrag der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop) erstellt worden ist, schätzt die Rapsfläche auf 1,421 Mio. Hektar (ha). Das ist zwar gegenüber der Fläche von 1,365 Mio. ha im vergangenen Jahr eine leichte Steigerung um 4,1 Prozent, der Anbauumfang von 1,53 Mio. ha im Jahr 2006 werde aber deutlich unterschritten, heißt es in der Meldung des LPD. Erste Befragungen im Juni hätten noch eine geplante Erhöhung der Anbaufläche um 115.000 ha ermittelt; die jetzt realisierten Flächenausdehnung um 56.000 ha sei jedoch nur knapp halb so hoch ausgefallen. Als Ursache für die nur verhaltene Erhöhung der Anbaufläche vermutet die Ufop eine Verunsicherung der Bauern durch die Diskussion um die Kürzung der Biokraftstoffquoten, aber auch durch die verringerte Wettbewerbsfähigkeit von Biodiesel und Pflanzenöl als Reinkraftstoff durch die steigende Besteuerung.

Stärker als im Bundesdurchschnitt sei die Rapsanbaufläche unter anderem in Niedersachsen ausgedehnt worden. Hier wurden zur Ernte 2009 mit 121.722 ha 6,4 Prozent mehr Raps ausgesät als im Herbst des vergangenen Jahres, als 114.400 ha mit Raps bestellt wurden. Im Vergleich mit den Anbauflächen der übrigen Bundesländer steht Niedersachsen allerdings erst an siebter Stelle. Über die größte Rapsfläche verfügt mit mit 231.000 ha Mecklenburg-Vorpommern, mit Abstand folgt Bayern und einer Anbaufläche von 172.000 ha. Dahinter folgen Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Thüringen. Die Schwerpunkte des deutschen Rapsanbaus liegen somit in den neuen Bundesländern, wo knapp die Hälfte des deutschen Rapses wächst.

Den Rückgang der Anbaufläche nimmt die Ufop erneut zum Anlass, die Aussetzung der nächsten Stufen der Steuererhöhung auf Biodiesel zu fordern, zumal die als Ausgleich zugesagten Quotenverpflichtungen zur Beimischung von Biokraftstoffen gekürzt werden sollen. Im vergangenen Jahr hätten mehr als zwölf Prozent des deutschen Dieselbedarfs durch Biodiesel und Pflanzenöl ersetzt werden können. Das Ziel der Einsparung im Transportsektor von mindestens 30 Mio. Tonnen (t) CO2 habe damit bereits zu mehr als einem Drittel erfüllt werden können, heißt es von Seiten der Branchenvertretung. Deutschland ist in Europa der wichtigste Produktionsstandort und Markt für Raps und Rapsöl. Die Verarbeitungskapazität der deutschen Ölmühlen von mehr als 6,6 Mio. t übersteigt die mögliche Erntemenge des Jahres 2009 deutlich. Damit drohe den deutschen Rapsanbauern der Verlust von Marktanteilen.

(Quelle: http://agrarheute.com/pflanze/mais_und_%D6lsaaten/ausweitung_der_rapsanbaufl%E4che_geringer_als_erwartet_.html?redid=239442)

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Geschrieben von Richard Ebert am
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