Rinder: Rindfleischnachfrage aus Nordafrika
LWK Niedersachsen, Hannover (20.04.12) - Entgegen sonst üblicher Trends erzielen Jungbullenmäster derzeit ausgesprochen hohe Preise. Normalerweise lässt die Kaufbereitschaft der Schlachthöfe nach den Osterfeiertagen spürbar nach. In diesem Jahr ist allerdings aufgrund des kühlen unbeständigen Wetters eine saisonal untypisch große Rindfleischnachfrage zu beobachten. Sowohl Verarbeitungsfleisch als auch Edelteile sind vergleichsweise gut gefragt.
Auf der Angebotsseite fällt auf, dass derzeit rund 10 % weniger Rinder geschlachtet werden als in der vergleichbaren Vorjahreswoche. Somit bewegen sich die Jungbullennotierungen derzeit ca. 30 bis 35 Cent oberhalb des Vergleichsniveaus aus dem Jahre 2011.
Auch am Weltmarkt zeigt sich zurzeit eine feste Tendenz. Nordafrikanische Staaten fragen Rindfleisch zu relativ hohen Preisen nach. Hiervon profitieren vor allen Dingen Spanier und Franzosen. Bedingt durch Seuchenausbrüche in Südamerika sind wichtige Lieferländer wie beispielsweise Uruguay vom Welthandel ausgeschlossen. Insofern können auch für die nächsten Wochen relativ stabile Rindfleischpreise erwartet werden. Dies ist allerdings notwendig, da auf Kostenseite nahezu alle Kostenpositionen der Jungbullenmäster im Vergleich zu den Vorjahren deutlich angestiegen sind.
(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/7177.html )