Richard Ebert
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12 Jahre 9 Monate

Schweine: In 2 Jahren könnten sich die Preise verdoppeln

Ernährung: Schweinepreise vor einem Anstieg - In zwei Jahren könnten sich die Preise verdoppeln

Die Presse, ku, Wien (10.09.07) - Fleisch wird nicht nur wegen der gestiegenen Futterkosten teurer. Auch langfristig könnte die Preis-Hausse bei Getreide die Schweinepreise steigern: Der Grund liegt im „Schweinezyklus“: Hohe Preise veranlassen Bauern, mehr Ferkel zu mästen. Da sich diese wegen der Aufzuchtzeit erst verzögert auf das Fleischangebot auswirken, kommt es zu einem Überangebot samt Preisverfall. Das lässt viele Bauern aus der Schweinemast aussteigen, was die Preise wiederum steigert.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.diepresse.com/home/wirtschaft/economist/329164/index.do)

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Habe ich da was verpasst; Herr Ebert?
Wird die gute alte D-Mark wiedereingeführt?
Die Parität ist 2 Euro; mehr wird es in aller Bescheidenheit nicht geben.
Vielleicht mal kurzfristig 2,40 Euro.
Denn eines sollten wir nicht vergesssen; die Landwirtschaft hat die Aufgabe; das Volk zu ernähren.
Nicht ausbeuten; dafür gibt es andere.
Und das wird der Staat auch nicht zulassen.Denn wenn die Situation auf dem Getreidemarkt wieder Erwarten anhalten sollte; dann ist das Top-Thema zur Bundestagswahl 2009 die Ernährung auf gegenwärtigem Preisniveau der Steuerzahler.
Und das währe nicht gut für uns.
Aber man kann die Sau ja schon mal losschicken...

In dem Sinne
nichts für ungut
MFG
Mühlenbach

harry
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo Mühlenbach,

Da bin ich optimistischer.
Ich glaube, der Staat hat die Kontrolle momentan über die Nahrungsmittelpreise verloren.
Mittlerweile denke ich auch, dass wir durchaus langfristig mit den Schweinepreisen bis auf drei Euro steigen könnten.
Vorrausgesetzt allerdings, die Getreidepreise würden nicht wieder deutlich fallen.

Ich bin der Meinung das wir Schweinehalter nicht nur die höheren Futterkosten durch den Markt "ersetzt" bekommen werden, sondern das wir auch ein Stück vom Kuchen der höheren Wertschöpfung in der Landwirtschaft abbekommen müssen.
Solange das nicht der Fall ist werden die Bestände eben reduziert.

Ein Ackerbauer kann in der jetzigen Situation doch mit gut 100 ha seine Familie ernähren.
Wo liegt denn der Anreiz dann noch Schweine zu halten?
Oder mache ich einen Denkfehler?

Grüsse, Harry

Schweinetreiber
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ harry

Ja,

FUTTER IST KNAPP, SCHWEINE NICHT. Das ist Markt.

Die Steigerung der Ferkelzahlen / Sau war in den letzten Jahren so groß, das wir bei gleicher Sauenzahl in Europa ca 7 -10 % mehr Schweine schlachten.
Neue große Ställe werden nicht leerstehen. Bei drohender Zahlungsunfähigkeit springt dort schon Jemand ein.

Bis es zur Verknappung der Schweine kommt dauert es noch lang!

Bei einem Preis von 2 bis 3 Euro wird es zum drastischen Verbrauchsrückgang kommen.Daß das Thema Nahrungsmittelversorgung Thema zur Bundestagswahl wird,
bleib ein Traum!

In der Hoffnung den falschen Traum zu Träumen,

Gruß Schweinetreiber

agriculus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Vielleicht hat Schweinetreiber recht, vielleicht kauft uns auch ein Land wie China leer. Vielleicht muß der Staat eingreifen, vielleicht kann er es auch gar nicht. Wird Biomasse-Energie von Pflanzen welche zur Lebensmittelproduktion dienen könnten, verboten?
Werden dann noch Schweine gefüttert?
Warum spart der Verbraucher nicht schon heute an Luxus, damit er morgen noch Lebensmittel kaufen kann?
Warten wir es ab.
Der starke Verbrauchsrückgang wird bei 2 Euro mit Sicherheit nicht bei Schweinefleisch eintreten.

MfG
agriculus

Junker
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Bei diesen Beiträgen muß ich einfach mal eine Sau durchs Dorf schicken:

Man könnte doch gleich zum Wahlkampf die Quotierung des Fleischangebots fordern Das war doch das Erfolgsmodell bei der Milch -? Oder? ;-)

Jedenfalls wären damit alle Probleme gelöst: Das Fleischangebot könnte reglementiert sinken, die Preise steigen wieder im Gegenzug, die Verbraucher würden den einen oder anderen Kilogramm "Kellog und Co" mehr essen, dabei bleibt sicher noch die eine oder andere Tonne Getreide mehr zur Energieerzeugung übrig.

Der Landwirt hat mit weniger Tieren (Tierschutz und Umwelt gar nicht erst erwähnt) und weniger Arbeit noch ein ordentliches Einkommen, der Verbraucher hat durch reduzierten Fleischkonsum noch Geld für anderen Luxus - und Nachts geht noch nicht einmal das Licht aus! Prima!

So einfach kann Marktwirtschaft sein. ;-)

Der Wahlkampf kann beginnen!
Frei nach Frontal 21: TOLL!!

Spass beiseite - Mit Teilen dieser Argumentationskette wird man doch manchmal konfrontiert!

Gruß Junker

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ich habe ja auch nicht gesagt; dass das Thema Lebensmittelversorgung eine Rolle spielt; sondern nur wenn es "tatsächlich" bei drei Euro/ kg liegt.
Denn dann kosten andere Lebensmittel auch wesentlich mehr.
Demzufolge ist eines sicher; jeder Euro der zum Lebenserhalt ausgegeben werden muss wird anderswo eingespart werden müssen.
Und die Landwirtschaft war immer Inflationsbremse ( siehe den sog. Wareneinkaufskorb) und andere Branchen haben davon profitiert; besaonders die Freizeit und Erholungsbranche.
Und ich glaube nicht, dass die Real-Löhne in dieser Zeit um 25 % steigen.

Und dann haben wir das Problem.
Es ist wie überall: Liebgewonnenes möchte man nicht mehr missen....

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo Mühlenbach,

wenn wir nun einmal annehmen, dass der Erzeugerpreis für Schweinefleisch sich tatsächlich Richtung 3 €/kg entwickeln sollte und der Ladenpreis für Schweinefleischprodukte und andere Lebensmittel um 50%, dann benötigt der Durchschnittsbürger aber keine 25% Realeinkommenssteigerung um weiter alle anderen liebgewonnenen Bedürfnisse befriedigen zu können, sondern weniger. Im Warenkorb der deutschen Bürger befinden sich doch nur noch ca. 12% Nahrungsmittel. Also würden nach meiner Rechnung ja bereits 6 bis 7 % ausreichen, um Nahrungsmittelpreisinflation auszugleichen.

Ich bin aber trotzdem gespannt, wie unsere Volksvertreter auf das Ende der für sie gemütlichen Inflationsbremse reagieren werden. Da werden bestimmt noch höchst kuriose Ideen geboren ;)

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