Schweine: 6 Cent runter - nur ein einmaliger Ausrutscher ?
Discounter senken wieder Wurstpreise
schweine.net (03.07.09) - Die Lebensmittel-Discounter in Deutschland haben mit der siebten großen Welle von Preissenkungen in diesem Jahr den Kampf um die Kunden fortgesetzt, berichtet Dow Jones.
Demnach haben die Supermarktketten Aldi, Netto, Penny und Norma am Donnerstag die Preise für viele Milchprodukte und Wurstwaren wieder gesenkt. Bis zum September rechnen Einzelhandelsexperten rechnen mit keiner weiteren Preisrunde, da der Werbeeffekt für die Discounter wegen der Urlaubszeit eingeschränkt ist.
Um etwa ein Zehntel wurden viele der Produkte billiger. Auch die Supermarktkette Kaufland machte bei der Preisrunde mit. Eigenen Angaben zufolge senkte sie die Preise für 40 Discount-Artikel um bis zu 25%.
Seit dem Jahreswechsel tobt zwischen den Discountern ein heftiger Preiskampf. Viele Lebensmittelrohstoffe wurden in Folge der Wirtschaftskrise billiger, nun wollen die Discounter diesen Preisvorteil an die Kunden weitergeben, um damit ihre Marktanteile auszuweiten.
Noch im vorvergangenen Jahr waren die Lebensmittelpreise teilweise stark gestiegen. Die neue Preissenkungswelle zeige, wie intensiv der Wettbewerb unter den Discountern ist, sagte Einzelhandelsexperte Matthias Queck vom Branchendienst „Planet Retail“. Der Großteil der Discounter habe innerhalb eines Tages die Entwicklung nachvollzogen. Bei den vergangenen Preisänderungen hätten Teile der Wettbewerber erst mit Tagen Verzögerung reagiert. Dieses Mal sei Marktführer Aldi der Vorreiter gewesen. Queck sagte weiter, bei den Preissenkungen sei noch nicht das Ende erreicht, so Dow Jones.
(Quelle: http://www.schweine.net/discounter_senken_wieder_wurstpreise.html)
Kassamarkt: Minus 6 Cent - einmaliger Ausrutscher
Heute gelang es den Schlachtbetrieben einen Großteil der bereits seit Wochenbeginn geforderten Preisabschläge durchzusetzen. Während in dieser Woche in Dänemark, Frankreich, Polen und Spanien steigende Preise zu beobachten waren, kam es in Deutschland zu einem Abschlag von 6 Cent auf 1,52 Euro.
Für die nächste Woche deuten viele Indikatoren wieder auf eine Marktstabilisierung hin. Nach niedrigeren Schlachtungen in dieser Woche ist aufgrund des Nachholbedarfs wieder mit höheren Schlachtmengen zu rechnen. Der Monatsbeginn und der gute Lebendexport dürften sich ebenfalls positiv auswirken.
(Quelle: VR Agrarberatung)
Terminmarkt: Ferkel mit neuem Jahrestief
Im Terminhandel wurden 13 Schweine Futures der Monate Juli, August und Oktober mit Kurssteigerungen bis zu 2,7 Cent gehandelt. Zum Börsenschluss um 16 Uhr wurden die Settlementpreise durch die Börse mit Aufschlägen von 1 bis 1,8 Cent festgelegt. Kontraktbestand plus 1 auf 519.
Der M 12 Index für Schweine stieg um 0,63 Cent auf 1,4918 Euro.
Bei einem Kontraktbestand von unverändert 121 wurden Ferkel umsatzlos bis minus 50 Cent getaxt. Der Index erreichte mit minus 21 Cent auf 46,57 Euro ein neues Jahrestief.
Und nächste Woche ?
An den in den letzten Tagen genannten Fakten (guter Export, schwacher Inlandsabsatz) hat sich wenig geändert, so dass bei kaum veränderten Schlachtzahlen ein zumindest stabiler Markt erwartet werden kann.
Die Protestaktionen der Mäster, vereinbarte Lieferungen ganz oder teilweise zu stornieren, um fertige Schweine eine Woche später zu höheren Preisen anzubieten, kann nur Erfolg zeigen, wenn sie zu einer Massenbewegung wird. Danach sieht es nicht aus, da die Grüne Seite oft in Worten, aber selten in Taten einig ist.
Mit 1,53 für den Juli Kontrakt geht der Terminmarkt für die kommenden zwei Wochen von einem Preisanstieg um etwa 1 Cent aus.
@ Richard Ebert [#1]
Die Protestaktionen der Mäster, vereinbarte Lieferungen ganz oder teilweise zu stornieren, um fertige Schweine eine Woche später zu höheren Preisen anzubieten, kann nur Erfolg zeigen, wenn sie zu einer Massenbewegung wird. Danach sieht es nicht aus, da die Grüne Seite oft in Worten, aber selten in Taten einig ist.
Sehr schön Herr Ebert, es geht doch, die eigene Meinung zu sagen! Auch wenn ich fürchte, Sie werden sich damit wieder mal keine Freunde gemacht haben, ich stimme Ihnen voll und ganz zu!
MfG
Speedy
Genau so ist es.
Bei den Landwirten viel Luft; nichts dahinter.
Dabei hat es (fast) gar keine Preissenkung gegeben; bzw. gab es die schon vergangene Woche.
Als der Preis 3ct gestiegen ist hier ein Prozent weniger MFA; dort ein halbes Prozent weniger Ausschlachtung sowie leider das ein oder andere Schwein mehr wegen 0,1kg aus der Maske gerutscht. So ein Pech aber auch.
Ist besser als Hauspreise; denn das andere merkt der Landwirt ja kaum.
Nächste Woche; wenn unbedingt Schweine gebraucht werden; bekommt man garantiert bessere Ergebnisse; und wer dann noch den ein oder anderen ct. Aufschlag bekommt; der ist genauso weit wie letzte Woche.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach