agriculus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Schweine: Am 01.08.08 auf 1,85 € ?

Schlachtbetriebe suchen noch für Dienstag Schweine und wollen den neuen Preis von Freitag bezahlen. Die Einkäufer gehen von einem weiteren Anstieg von 5-7 Cent am Freitag aus! Wie lange hält dieser positive Trend noch an bzw. wann sind 2 € erreicht?

MfG
agriculus

Geschrieben von agriculus am
Gast

2 € / kg Schlachtgewichr werden unter c.p.- Bedingungen per Freitag, den 22.08.2008 erreicht sein. Ist für alle Beteiligten ein erträgliches Niveau.

MfG

Berrendorf05

Topschwein
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ BERRENDORF05,
was heißt ........werden unter c.p.- Bedingungen per Freitag ...... .
Danke für eine kurze Info.
M f G
Topschwein

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Was bis letztes Jahr noch immer die magische 1,50€ Grenze war ist heute und in Zukunft rational verschoben wohl die 1,80€. Aber da das Angebot eher rückläufig ist als steigend und die Nachfrage auch bei höheren Preisen da ist, sehe ich bei 1,85€ weder im Inland noch im Exportgeschäft keine Gefahr.

MfG

Schweineturbo
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

1,85 Euro ist sicher drin zum Wochenende,aber was passiert wenn nächste Woche die Exporterstattungen gestrichen werden? Nächste Woche Donnerstag soll auf einer EU-Sitzung das Thema extra auf die Tagesordnung gesetzt werden,stimmt das ? weiß jemand mehr?
mfg

Mona Lisa
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ Schweineturbo [#5]

...die Erstattungen sind für 2 - 3 Monate schon fix! Das dürfte sich dementsprechend erst viel später auswirken, da für die Schweine der nächsten Zeit noch ordentlich Erstattung bezahlt wird!

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

"Das gibt eine weiche Landung die kein Maektbeteiligter merkt", so hat mir das heute ein Exportbeteiligter gesagt.
Die Exportunternehmen können sich für viele Monate ins vorne noch Optionen sichern, bezahlen ihre Gebühren und bekommen für die Lieferungen weiterhin den Zuschuss.

Ich kann mir vorstellen, daß sogar kurzfristig mehr Nachfrage sein könnte um jeweils dann die Option überhaupt erfüllen zu können.

Keine Panik, wir steuern weiter auf neue Höchststände des Marktpreises zu.

Gruß Paul

Werner
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Laßt euch doch nicht von den Marktschreiern der roten Seite verrückt machen.
Brüssel kann und wird nicht so schnell reagieren, daß hat die Vergangenheit
doch gezeigt. Es wird in der Ausschußsitzung allenfalls einen Bericht über
alle Märkte geben.

Gruß Werner

agriculus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ich korrigiere meine Markteinschätzung für Freitag auf einen Anstieg auf 1,89 €. Schweine wachsen nicht mehr, die Nachfrage seitens der Schlachthöfe wächst minütlich stark.

@schweineturbo #5

In Brüssel sind auch Sommerferien! Dort wird zur Zeit meines wissens gar nicht getagt, oder irre ich?

MfG
agriculus

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Werner [#8]

Die rote Seite hat sich bisher überhaupt nicht geäußert.

"Marktschreier" sind die, die hier sofort wieder auf alles draufhauen und eine Sache zum Thema machen ,die anscheinend für den Preis kein Thema ist.

Gruß Paul

Gast

Laut Top Agrar sollen nächsten Donnerstag die Exporterstattungen gekürzt oder gar wegfallen.

m.f.g.remi

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Lasst euch doch nicht alle verrückt machen wegen der Export-Erstattung.
Hört sich so an; als wenn ohne diesem Mechanismus kein Fleisch mehr gegessen wird.
Wenn Kürzung; dann wird es vielleicht noch 6 Wochen dauern, ehe wir die zwei Euro sehen; denn auch eine Exporterstattung kann keine Mengen zaubern.
Und diesen Herbst wird es definitiv weniger; im Frühjahr noch weniger Angebot geben....

Vielleicht läuft die Inlandsnachfrage je mal "verhalten", was eine Abnahemeexplosion auf Deutsch heisst....

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

MissPiggy
Mitglied seit
12 Jahre 4 Monate

Ich habe es so verstanden: Ende August läuft die derzeitige Verordnung zu Erstattungen im Schweinefleischsektor aus. Der 7. August ist die letzte Möglichkeit, einen neuen Verordnungsentwurf vorzulegen. Kommission will die Exporterstattungen aussetzen, Frankreich, Spanien, Polen und wenige andere wollen dies nicht.
Gut 30 % der deutschen Produktion werden ausgeführt, der Drittlandshandel hatte bisher einen Anteil von rund 10 % an den Ausfuhren 8also 3-4 % der Produktion). Auch wenn der Wegfall der Exporterstattungen in einigen Bereichen schmerzhaft ist, es ist nur ein Bruchteil der Produktion betroffen. Don´t panic.
Größere Sorgen kann man sich wegen dem allgemeinen Verhaltens Russlands bei der Fleischeinfuhr machen. Weitere Einfuhrbeschränkungen könnten in Zukunft viel schwerer wiegen als der Wegfall der Exporterstattungen.
Gruss MissPiggy

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Kommission bereitet Kürzung der Exporterstattungen für Schweinefleisch vor
Brüssel - Anfang August wird Klarheit herrschen, ob und in welcher Höhe die Europäische Union ihre Exporterstattungen für Schweinefleisch fortsetzt.

Die EU-Kommission will dem zuständigen Brüsseler Verwaltungsausschuss einen Vorschlag für die Zukunft der Ausfuhrerstattungen unterbreiten. Die auf der letzten Ausschusssitzung von der Kommission vorgetragenen Argumente lassen befürchten, dass die Erstattungen gekürzt oder sogar auf Null gesetzt werden. Die Schweinefleischpreise hätten sich in der EU inzwischen auf durchschnittlich 1,70 Euro/kg erhöht; in Deutschland lägen die Preise deutlich darüber. Anfang Juli hatten die EU-Schweinepreise noch 1,64 Euro/kg betragen, und Anfang November letzten Jahres 1,33 Euro/kg. Der im vierten Quartal dieses Jahres erwartete deutliche Rückgang der Schweineschlachtungen dürfte den Schweinefleischpreisen weiteren Auftrieb geben, prophezeite die Kommission. Gleichzeitig sorgten die Aussichten auf eine gute Getreideernte für eine Stabilisierung der Futtermittelpreise, was die Margen der Schweineerzeuger erhöhe. Der Preisanstieg bei Soja und Mais falle wegen deren begrenzten Bedeutung in den Futterrationen nur wenig ins Gewicht.

Frankreich, Polen, Spanien und Portugal verlangten, die Exporterstattungen mindestens bis Herbst dieses Jahres fortzuführen. Eine Verringerung der Beihilfenhöhe oder gar ein Auslaufen der Erstattungen sei nicht akzeptabel. Deutschland scheint hingegen eine Kürzung der Ausfuhrbeihilfen akzeptieren zu können. (AgE)
Um dazu noch Zahlen zu nennen:
Hälften und Teilstücke werden mit 31,10 € je 100 kg bezuschusst,
Speckartikel mit 19,04 € je 100 kg. Sollten diese Erstattungen wegfallen, kann sich jeder ausrechnen, was wir mehr (weniger) erzielen müssen (könnten).
Fazit: Man sollte dieses Thema nicht über, aber auch nicht unterbewerten !
Die Folgen sind zur Zeit nicht einzuschätzen, wenn aber der Export dadurch dramatisch abbrechen sollte, dann wird uns das (wie tote ) Inlandsgeschäft eine Preiskorrektur bescheren.
Hoffen wir mal das beste.

Alles Gute

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ina,
die 3 bis 4 % der Produktion, die mit Exporterstattung vergoldet werden sind doch bei der derzeitigen Rohstoffknappheit glatt zu vergessen.
Mit den möglichen Optionen könnt ihr euch das zusätzliche Taschengeld doch noch über Monate holen.
Auf die gesamte Produktion macht die Exporterstattung exakt 1 € pro Schwein aus.

Was soll die Drohung "der Export könnte dramatisch einbrechen"?

Zur Not exportieren wir die Lebendschweine ohne Exporterstattung selbst. Glatt an Euren Schlachthöfen vorbei.
Aber ihr habt immer noch nicht richtig verstanden ,wie knapp die Schweine in den nächsten monaten sein werden.

Im übrigen hast du die Quellenangabe für deine obige Info vergessen.

Gruß Paul

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

So ist es; Paul.
Es ist wie bei der Milch; es kommt davon kaum was beim Bauern an...
Die Rache kommt; entweder die Amis und Brasilianer bauen ihre Schweinehaltung in den nächsten Wochen massiv aus; oder wir bekommen nächsten Frühjahr 2,50 Euro...
Nicht umsonst hat bspw. die Commerzbank schon vor drei Wochen vor deutlichen Preissteigerungen beim Fleisch gewarnt; weil dieser Sektor seit über einem Jahr stark unterbewertet ist.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ paul [#15]
welche " Drohung ", denn ? das ist meine persönliche Markteinschätzung.
Glaubst Du denn allen ernstes, das diese Hausse am Schweinemarkt ewig so weiter geht ? Nie und nimmer. Warum sind denn die Ferkel immer noch so "billig"?
Weil es immer noch genug Ferkel gibt, satt. Und man Ferkel leider nicht exportieren kann. Nur Fleisch. Aber die jetzt noch weiter steigenden Preise werden die Absatzchancen deutlich verschlechtern.
Der LEH fäng jetzt langsam an, die Preisschilder auszutauschen, und dann wird man erst sehen, wie der Verbraucher sich verhält. Das ist noch nicht abzuschätzen.
Nach mir nicht bestätigten Informationen bietet Dein Schweineabnehmer heute schon Festpreise für Sept.- Oct-Nov.-Dez. an, die alle unterhalb von 1,70 € liegen.Dann sind das aber wohl nicht die grössten Optimisten.
Darfst Du aber gern Stellung zu nehmen, wenn das nicht stimmen sollte.

Alles Gute

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@Ina
Ein Tip von mir:
Die Schweinehausse fängt erst langsam an...
Dieselben Leute, die von 1,60 träumen; haben das für diesen Zeitraum ebendso prognostiziert.
Und das mit den Ferkeln; das hatte ich dir schonmal gesagt; wie das ist; zumal man Ferkel sehr wohl exportiert; und zwar nicht nur nach Deutschland; sondern ebendso von Deutschland nach Spanien; Ungarn; Tschechei; Polen usw. usv.
Nur wo kein Geld ist; wird auch nichts verkauft.
Deshalb der "Überschuss".
Und weil es immernoch so viele Ferkel gibt; muss man z.B. in DK schon seit drei Wochen 3-5 Euro zusätzlich auf den Tisch legen.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Muehlenbach [#18]
ein Tipp von mir:
Die Schweinehausse wird ab ca mitte September in eine Baisse umschwenken. Dann werden wir Preise um die 1,60-1,70 max. noch haben . Es gibt für mich auch keinen plausibelen Grund, warum das anders sein sollte.

Nur wo kein Geld ist; wird auch nichts verkauft.
Richtig !!, aber Schweine für 1,80 € , (ohne Erstattung)die können die bezahlen ??
Von unserem verunsicherten Verbraucher mal abgesehen. Glaub ich nicht wirklich.
Das Ding wird und muss sich jetzt erst mal heisslaufen, vielleicht auch kurzfristig noch bis 2,- € , und dann wird erstmal eine Korrektur einsetzen.
Nur hier sind ja jetzt schon teilweise die Bäume nicht mehr im Himmel, sondern schon im Weltall.
Unser Chef sagt immer ( betrifft aber alle, die roten genauso will alles andere im Leben."Flieg nicht so hoch mein kleiner Freund, die Sonne brennt dort oben heiss".
Aber nichts für Ungut, das Forum lebt doch von verschiedenen Meinungen, sonst wäre es auch langweilig und überflüssig.

Schönen Abend

MissPiggy
Mitglied seit
12 Jahre 4 Monate

Hallo Ina,
es ist tatsächlich so, dass nach der Rückkehr der Urlauber ab Mitte September die Schweinepreise in der Vergangenheit saisonal nachgaben. Das kann durchaus auch diesmal passieren. Aber wenn man von 1,90 EUR/kg oder mehr kommt, ist das zu verkraften.
Was ich aber eigentlich fragen will ist, wie man in ihrem Schlachtunternehmen die zukünftige Angebotssituation bei Schlachtschweinen einschätzt? Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass nahezu überall in Europa die Bestände runter gehen, teilweise brechen sie regelrecht ein. Das Minus in Deutschland nimmt sich mit -4,2 % bei den Jungschweinen und -5,4 % bei den tragenden Sauen im Vorjahresvergleich da eher noch klein aus. Im Mai gab es in der EU (10 Länder 75 % Marktanteil) schon 8 Mio. Schweine weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Sauen (tragend/nicht tragend) lag 10 % unter dem Vorjahresniveau. Auch unsere Schweinelieferanten Niederlande und Dänemark weisen starke Rückgänge im Sauenbestand auf. Das wird man mit Produktivitätssteigerungen nicht mehr auffangen können. Ich rechne im vierten Quartal bis weit in das Jahr 2009 hinein mit einem deutlich reduzierten Schlachtschweineangebot, es wird Millionen Schweine weniger in der EU geben. Der übliche Preisrückgang dürfte sich deshalb in Grenzen halten, es sei denn, die Nachfrage geht noch stärker als das Angebot zurück. Sehen Sie das anders?
Gruss
MissPiggy

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

MissPiggy hat es mit Zahlen unterlegt. Die Entwicklung am Schlachtschweinemarkt sollte von der roten Seite unter Berücksichtigung dieser Zahlen, auch im eigenen Interesse endlich ernst genommen werden. Da hilft es wenig wenn man darauf vertraut,daß Ende September der Schweinepreis immer fällt oder daß man annimmt, daß billige Ferkel schon für einen billigen Schweinepreis sorgen werden.

Ich hab jahrelang geglaubt,daß die Schlachtunternehmen gut bezahlte Experten ständig beschäftigen um für sich den Markt,den Zukunftsmarktpreis zu erforschen.

Mittlerweile bin ich überzeugt, daß dort einfach darauf vertraut wird,daß die Mäster schon für den nötigen Nachschub sorgen und eine Marktforschung überflüssig ist.

Es ist erschreckend wenn man auf der roten Seite (Ina) von angeblich billigen Ferkeln ableitet, daß das Mastschweineangebot der nächsten Monate dann reichlich sein muss. Auf die Idee von geringer belegten Mastställen, auf nicht mehr belegte Altställe,auf Schließen von Ställen in Ortslagen kommt dort anscheinend keiner.

Und wenn ein Unternehmen wie die Westfleisch Festpreise für zukünftige Monate in der beschriebenen niedrigen Höhe anbietet, dann zeugt das wenig von Kenntnis der derzeitigen Marktentwicklung. Da sucht man nur Lieferanten die noch weniger vom Marktverlauf verstehen und denen 1,65 schon ein guter Preis ist.

wir haben es an der Börse vor 2 Monaten erlebt, daß Teilnehmer ihre Schweine für August für angeblich gute 1,63 bis 1,68 abgesichert haben. Solche Absicherer sind die potenziellen Kunden für Festpreise.

Mein Tip an die rote Seite: Beschäftigt euch intensiv mit den Auswirkungen der Gesetze des Schweinezyklus, vertraut nicht nur auf die jährlich wiederkehrenden Preiskurven und erkennt endlich, daß die Bereitschaft der Mäster Schweine zu produzieren auch davon abhängig ist, daß für die gestiegenen Futterkosten ein anständiger Verkaufspreis nötig ist.

Gruß Paul

Gast

Topschwein,

c.p.- Bedingungen meint lediglich "unter sonst gleichen Bedingungen" ( ceteris paribus ). Bei dem derzeitigen Gebaren sind für mich 2.- € / kg SG okay, dürfen aber aus Gründen der Optik gern 1,98 € sein. Wir werden aber wieder erleben, dass die sog. Grüne Seite wie immer nicht in der Lage ist ihre demagogischen Ziele durchzusetzen.

Mein Tipp: Null- Nummer!

mfg

Berrendorf05

Mona Lisa
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ paul [#21]

...sehr treffend zusammengefasst! Die Viehzählung vom Mai 2008 ist in der Tat erschreckender als von vielen prognostiziert, aber sie wird förmlich ignoriert!

Die Auswirkungen sind nicht eindeutig absehbar, aber festzustehen scheint, dass saisonale bzw. historische Marktverläufe im Jahr 2008/2009 in einer Zeit der Marktanpassung keine Rolle spielen werden, es wird alles anders!

Bestreitet eigentlich jemand, dass mittel- bis langfristig gestiegene Rohstoffkosten der Erzeuger zwangsläufig eingepreist werden? Weltweit wird eine reichliche Ernte prognostiziert und das Getreide hat die Basis bei 18 €/dt an der Matif erreicht? Das scheint im allgemeinen schon als "wenig" interpretiert zu werden! Gewöhnt sich vielleicht demnächst der eine oder andere daran, bei 1,60 €/kg SG von "wenig" zu sprechen? Noch ist dies nicht der Fall. Wer die Viehzählung logisch interpretiert, sollte von roter Seite versuchen, Schweine für das Frühjahr unter 1,90 € auf Kontrakt zu kaufen! Die Erzeuger sollten diese Kontrakte nur annehmen, wenn sie keine Wahl haben (....).

Es gibt Leute, die sitzen einfach zwischen Angebot und Nachfrage und schauen, was die Woche Ihnen bringt. Es hat noch niemand einen Ausweg gefunden, Ergebnisse zum Angebotsverlauf (Schweinezyklus) in die strategische Rohstoffbeschaffung einzubauen! Dies ist aber auch ein äußerst schweres Unterfangen!

Peinlich wird es, wenn das große Erstaunen einsetzt. Es ist ja so schwer vorhersehbar, das Angebot?! Wirklich schwer!

Mona Lisa
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ berrendorf05 [#22]

"Wir werden aber wieder erleben, dass die sog. Grüne Seite wie immer nicht in der Lage ist ihre demagogischen Ziele durchzusetzen." ...

„Demagogie betreibt, wer bei günstiger Gelegenheit öffentlich für ein politisches Ziel wirbt, indem er der Masse schmeichelt, an ihre Gefühle, Instinkte und Vorurteile appelliert, ferner sich der Hetze und Lüge schuldig macht, Wahres übertrieben oder grob vereinfacht darstellt, die Sache, die er durchsetzen will, für die Sache aller Gutgesinnten ausgibt, und die Art und Weise, wie er sie durchsetzt oder durchzusetzen vorschlägt, als die einzig mögliche hinstellt.“
– Martin Morlock 1977

....was macht die grüne Seite denn falsch bzw. die rote richtiger? Für jemanden der von seinen Kunden nach belieben vorgeführt wird, ist es am einfachsten, seinen Lieferanten gleiches widerfahren zu lassen (sofern dieser noch schwächer ist), als nach eigener Leistung in der Wertschöpfung zu streben!

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Es ist doch einfach so; dass drei/vier Monate mit guten Schweinepreisen nicht ausreichen; um die Liquidität; die in eineinhalb Jahren verpulvert wurde wieder zu erwirtschaften.
Die Schlussfolge ist zum ersten dass die Mäster sich mehr auf dem Markt konzentrieren werden; heisst das dann Schweine eingestallt werden wenn der Markt in der Vergangenheit wenigstens deckungsneutrale Erträge erbracht haben; wie z.B. im März/ Mai/ August/ September.
Viele werden sich hüten; im Oktober oder Januar fette Schweine zu haben; das höre ich immer wieder aus meinen Kreisen.

Der Schweinezyklus existiert weiterhin;wenngleich er sich wegen der zunehmenden Spezialisierung und grosser Einheiten zugunsten der abnehmenden Seite entwickelt hat.
Desweiteren kommt die grosse Aufgabewelle vorallen Dingen der Sauenhalter noch; denn wenn man nun aufgeben möchte und die Ställe weiterverpachten zu gedenken pflegt; der kommt nun in einer denkbar schlechten Zeit.
Ich kenne einige Sauenbetriebe; die den Betriebszweig aufgeben möchten sobald es die Nachfrage ( bessere Preise für Ferkel) hergibt.
Denn eines ist sicher; irgendwann wiederholt sich das Spiel; welches wir seit dem vergangenen Frühjahr haben....

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Nun verdichten sich endlich die Anzeichen für ein deutliches Hoch im Schweinezyklus. So manch ein Sauenhalter hat leider bereits den Glauben an bessere Zeiten aufgegeben und noch reicht das Preisniveau nicht aus, um auch die Ferkelerzeugung ausreichend zu entlohnen. Sollte sich das Licht am Ende des Tunnels wieder verdunkeln, dann wird die Resignation riesig sein. Deshalb hoffe ich sehr, dass es stetig bergauf geht und auch die Sauenhalter bald die Früchte der langen Durststrecke ernten können!

Was glauben die Diskussionsteilnehmer: Wird das nächste Hoch ein eher langes, aber moderates Hoch oder ein kurzes, sehr hohes Hoch?

picprofi
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Smithfield hat in Rumänien letzte Woche schon 1,59 € lebend bezahlt , das sind umgerechnet 2 € für 54 - 55 % Schweine.
Also es kann ruhig auf 1,85 gehen.
Hab mir von einem sagen lassen, der letzte Woche da war, das dort sehr viele
Ställe leer stehen und auch das Geld fehlt um neu einzustallen.

mfg

Mona Lisa
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ picprofi [#27]

...das wird aus mehreren osteuropäischen Ländern berichtet. In diesem Zuge nimmt auch die lebende Vermarktung aus Deutschland heraus Richtung Osten zu...

@ Spekulatius Maximus
es wird zu einer kurzen "Überhitzung" kommen, da man Schweine ja nicht schnitzen kann. Was nicht da ist, kann man nicht kaufen, egal zu welchem Preis (bis der Verbrauch runter geht!)... das übliche "Hoch" des Zyklus kommt allerdings erst noch...läuft sich erst warm...

Mittelfristig wird interessant sein, wo das nächste "Tief" landet,
langfristig dreht sich die Trendkurve des Preises der letzten Jahrzehnte nach oben!

schinkendieb
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ picprofi
Smithfield Rumänien ist ein guter Gradmesser - die letzten Zuckungen bevor der endgültige Tot eintritt ? Die haben eine Kapazitätsauslastung von 2, 3, 4, 5% ???
Diese Freunde bezahlen allein in Rumänien soviel Lehrgeld, das Sie sich bald dort genauso verkrümeln wie Wal Mart aus Deutschland - alles geht eben nicht so aus der Portokasse !!!

Die Viehbestände in den neuen EU Ländern sind in der Tat viel drastischer eingebrochen als in den alten EU Ländern. Das hat zum einen Gründe in der Struktur der Erzeuger, aber vor allen Dingen weil man mit einem Viertel der Agrarsubventionen der alten Mitgliedstaaten nicht wettbewerbsfähig sein kann ! Ein Großteil der Subventionen landet dann in diesen Ländern da wo sie nicht hingehören.
Meine Prognose deckt sich auch mit der von Mona Lisa und Muehlenbach : der Preis ist heiß bis Mitte nächsten Jahres. Allerdings begrenzt die Kaufkraft der osteuropäischen Länder irgendwann drastisch den Fleischkonsum !
Viele Grüße aus Ungarn

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Wiederholung der Frage von MissPiggy von #20 an Ina:

Wie schätzt man in ihrem Schlachtunternehmen die zukünftige Angebotssituation bei Schlachtschweinen ein?

Gruß Paul

Mona Lisa
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ paul [#30]

.....es gibt anscheinend keine Einschätzung?!

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?