Schweine: Angebotsverknappung sorgt für deutlichen Preissprung
Die große Nachfrage nach Schlachtschweinen verhalf den Erzeugern heute zu einem Preisanstieg von 5 Cent auf 1,52 Euro. Bei insgesamt leicht unterdurchschnittlichen Stückzahlen führt das gut laufende Exportgeschäft für die hiesigen Schlachtbetriebe zu einer weiteren Angebotsverknappung.
Da die Schlachtbetriebe eine möglichst hohe Auslastung anstreben bleiben die Stückzahlen trotz eines unbefriedigenden inländischen Fleischverkaufs gesucht.
Im Fleischverkauf war der heutige Preisanstieg erneut nicht vollständig umzusetzen. Solange die Stückzahlen unterdurchschnittlich bleiben und das Exportgeschäft auf dem hohen Niveau verbleibt dürfte sich zumindest eine stabile Tendenz fortsetzen.
(Quelle: VR Agrarberatung)
Am Terminmarkt wurden 29 Kontrakte Schweine umgesetzt bei einem Kontraktbestand von 510. Die gehandelten Termine schlossen um 0,6 bis 1,8 Cent fester.
Juni Schweine schlossen bei 1,568 Euro um 4,8 Cent über dem heutigen V-Preis. Dies bedeutet, dass die Terminhändler von einem Anstieg in dieser Grössenordnung innerhalb der kommenden vier Wochen ausgehen.
Der M 12 Index für Schweine zog um weitere 0,37 Cent auf 1,5190 Euro an.
Der V-Preis lag bei plus 5 Cent auf 1,52 Euro in einer Spanne von 1,50 bis 1,53 Euro.
Der Schlachtsauenpreis wurde mit plus 3 Cent auf 1,14 Euro in einer Spanne von 1,12 bis 1,16 Euro notiert.
Nach vorläufigen Angaben sank die Zahl der Schweineschlachtungen in Deutschland in der 20. Woche um 1.000 auf 947.000 Stück.
Am Montag könnte es zu Börsenbeginn bei den Monaten Juni bis August zur Börseneröffnung zu einem Rückgang von 0,5 Cent kommen.
Ferkel Futures wurden heute nicht gehandelt. Zwei Monate wurde um 70 Cent und 1,80 Euro höher taxiert, der Rest blieb unverändert. Kontraktbestand 192. Index plus 21 Cent auf 49,88 Euro.