Schweine: Behauptet / Ferkel: Durchweg unverändert
Auch nach der unveränderten Notierung vom vergangenen Freitag ist der Lebendmarkt weiter ausgeglichen.
Das stetige Angebot ist zeitnah ohne größere Problemen gut absetzbar, was für eine unverändert große Nachfrage im In- und Ausland spricht.
Aus heutiger Sicht ist zunächst weiter von einem stabilen Markt auszugehen.
Die Ferkelpreise bleiben in dieser Woche durchweg unverändert.
Die Marktverhältnisse bei Ferkeln sind auf keinen Fall ausgeglichen.
Diese Preisfindung zeigt mir, wie lächerlich unser Preisfindungssystem ist. Es wird kein Marktpreis abgebildet.
Ich bin mir über die katastrophale Situation für die Ferkelerzeuger bewusst, aber zu diesen Preisen werden die leeren Ställe nicht gefüllt werden.
Minütlich bieten Erzeugergemeinschaften ihre Ferkel für Preise ab 37 € an.
MfG
agriculus
@ agriculus [#2]
Recht haste !
mfg
Und warum hat sowas keinen Einfluss auf die aktuelle Ferkelnotierung? Kann man auf die Notierung in solchen Zeiten wie jetzt denn nicht mehr zählen?
MfG
Ihr drei seid mir die Rote Seite in Grün!
Einen Marktpreis für Ferkel gibt es doch schon lange nicht mehr, die kleben doch so an den Mastschweinen, daß es für den Mäster immer paßt. Sind Ferkel knapp und gesucht steigen sie nicht, weil der Mastschweinepreis nicht hoch genug ist. Ist der Mastschweinepreis hoch und die Ferkel reichlich müssen sie auch nach unten.
Gruß pigtrader
@ pigtrader [#5], die Grafik zeigt die Abhängigkeit
Gruß Paul
@ pigtrader [#5]
Das Problem ist doch für den Ferkelerzeuger der an einen Händler oder EZG vermarktet, also nicht direkt, das diese ihm zur Zeit nur kleine Kasse bezahlen und die Stammkunden Mäster davon nichts mitbekommen. Mit anderen Worten. Zurzeit wird im Ferkelhandel hier und da ganz gutes Geld verdient und hier und da ganz gutes Geld verloren.
MfG
agriculus
Das Problem mit der Ferkelnotierung ist ja nicht neu. 60 bis 70 % der Ferkel stehen dem "Markt" garnicht zur VErfügung, sondern sind Eingebunden - ob vertraglich oder mit mündlicher Vereinbarung. Der Markt wird durch freie Partien (Spottmarkt) gemacht. Die VEZGs bekommen das anscheinend nicht mit. Läuft es gut, wird ein LKW mit 500 Ferkeln aus einer Anlage mit z.B. 10 EURO über die NordWest-Notierung gehandelt. Läuft es nicht, schmilzt der Aufschlag - wie derzeit - auf null ab. Die Notierung ist nicht Elastisch und reagiert zu träge.
Was scheinbar für die eingebundenen Ferkelerzeuger (mit festen Aufschlagen - oder Abschlägen) von Vorteil ist, führt im Extem dann zum Aufkündigen von Geschäftsbeziehungen......
Lösungsvorschläge? Notierung abschaffen?!
@ agriculus [#7]
hm das ganze stimmt mich etwas nachdenklich. Habe bisher immer Notierung + fest vereinbarte Aufschläge bezahlt.
Die Umstellung der Notierung vor einigen Wochen hat mich aber schon stutzig gemacht. Vom Händler bekam ich gesagt, auf keinen Fall können wir jetzt 2 € nachlassen, das Geld wird ja an die Sauenhalter durchgereicht, den Verlust müssen wir uns selbst ans Bein binden. Erst als ich angedroht habe, dann halt woanders Ferkel zu kaufen (man konnte ja überall lesen, dass man 2€ abziehen muss, um auf dem gleichen Stand zu bleiben) ging das auf einmal. Aber ich sei ja fast der einzige bei dem sie es machen, und ich solle es bloß nicht rumerzählen.
Alles Quatsch, beim Ferkelerzeuger kommt kein zusätzliches Geld an, wie ich aus zuverlässiger Quelle weiß. Da wollte der Händler nur ein gutes Geschäft machen.
Aber ihr habt recht, eigentlich ganz schön naiv, dass ich gedacht hatte, im Ferkelgeschäft gehe es noch mit rechten Dingen zu. Warum sollte es anders sein als bei den Schweinen?
Gruß Pigeldy
Der Markt dreht, nächste steigt die Notierung.
jbh
... Woche ... einfügen
@ JBH [#11]
Wie kommst Du zu diesem Entschluss?
@ JBH [#10]
Der Markt dreht aber in die falsche Richtung,die ferkel fallen eher 5 Euro als das es 1 cent hochgeht.
Ferkel gibt es im Überfluß aber keine Käufer für diese Notierung.
mfg
ich meinte die Mastschweinenotiung, sorry
jbh
@ Schweineturbo [#13]
Es gibt zwar nicht Ferkel im Überfluss, aber die Nachfrage ist noch schleppend. Aber ich glaub Ferkel müssen trotzdem weiter runter. Je länger und tiefer sie fallen, umso nachhaltiger wird der nächste Höhenflug werden. Zuchtunternehmen klagen über Einbrüche beim Jungsauenverkauf - Sauenschlachter haben überdurchschnittliche Mengen bei den Schlachtsauen und nebenbei werden noch zahlreiche Mastställe gebaut.
@breader
Bin genau deiner Meinung.Ferkel werden zu teuer eingekauft.Wer einen hohen Schweinepreis will,muss nicht jeden Ferkelpreis bezahlen.
Ist leider so.
Gruß
Fritz
Wenn man das hier so alles ließt, dann gehts der kompletten Erzeugerseite nun mächtig an den Kragen. Wie ich bereits vor einigen Wochen geschrieben habe; ich bin da ja mal gespannt auf den Winter 11/12! Dann kracht es bei den Schlachtern und Zerlegern!
MfG
@ agriculus [#2]
Guter Preis mir wurden für 40 Eur Basis welche aus einem Bestand angeboten
@ fritz44 [#16]
Ganz so wie du das wiedergibst hab ich aber nicht gemeint. Natürlich brauchen die Erzeuger einen höheren Preis als jetzt, da fehlen mindestens 15,- € in der Notierung.
Worauf ich hinaus wollte ist, dass der Nachgelagerte Bereich auf Dauer viel mehr Geld auf den Tisch legen muss, um überhaupt die Ware Fleisch zu bekommen, da schlichtweg die Primärerzeugung wegbricht. Aber so ist wohl das Angebot und Nachfragespiel.
Für nächste Woche werden kleine Partien aus Süddeutschland ab 30 € angeboten. Das bedeutet für mich, der Strukurwandel in der Ferkelerzeugung startet nächste Woche massiv.
MfG
agriculus
@breader
Ja aber,der Nachgelagerte Bereich wird auf Dauer nicht mehr Geld auf den Tisch legen,wenn er genügend Ware bekommt.Weniger Ferkel ergibt weniger Schweine.Niedriger Ferkelpreis ergibt auf Dauer weniger Ferkel.
Wie du sagst ,Angebot und Nachfragespiel.
Gruß
Fritz
@ fritz44 [#21]
ich meinte nur deine Aussage, dass Ferkel zu teuer eingekauft werden. Das klingt immer so, als würden die noch den Reibach machen. Man muss sicher alles im Verhältnis sehn.