Richard Ebert
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Schweine: Bestand in NRW steigt um mehr als 5 Prozent

Viehzählung: Mehr Schweine in Nordrhein-Westfalen

Agrarheute/ pd, Bonn (26.09.07) - Etwa 321.000 Schweine mehr als im Vorjahr stehen in Nordrhein-Westfalens Ställen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der repräsentativen Viehzählung vom Mai durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Demnach gibt es insgesamt 6,45 Millionen Schweine auf 12.950 Bauernhöfen. Die Zahl der Tierhalter stieg um 0,4 Prozent, die Zahl der Tiere um 5,2 Prozent.

Eine Ursache für das enorme Wachstum gegenüber dem Vorjahr sei, dass die durch die Schweinepest betroffenen Betriebe inzwischen wieder aufgestallt haben. Ferner hätten zahlreiche Höfe größere Investitionen getätigt und ihre Kapazitäten speziell in der Sauenhaltung ausgedehnt, heißt es in der Pressemitteilung der Landwirtschaftskammer.

Im Rheinland wurden 1315 landwirtschaftliche Betriebe mit 550.110 Schweinen, in Westfalen-Lippe 11.635 Höfe mit knapp 5,9 Millionen Tieren ermittelt. Auffallend sei eine Zunahme der Sauenhalter im Rheinland um 7 Prozent auf 525 Betriebe, in Westfalen-Lippe dagegen eine leichte Abnahme von minus 1,3 Prozent auf 4640 Halter. Die Ferkelzahl stieg um 6,3 Prozent auf 1,48 Millionen Tiere. 1,58 Millionen Jungschweine bedeuten eine Zunahme von 4,6 Prozent, die Zahl der Mastschweine lag im Mai bei 2.836.000 Tieren, das sind plus 4,5 Prozent. Die Sauenhaltung habe insgesamt stark zugenommen. Sie weist eine Steigerung von mehr als 8 Prozent oder 41.000 Tiere auf 541.000 Zuchtsauen in 5165 Betrieben auf. Dies bedeutet, dass diese Betriebe mittlerweile im Durchschnitt 105 Sauen gegenüber 96 im Vorjahr halten.

Der Schweinebestand liegt nur 2,3 Prozent unter den 6,6 Millionen Tieren, die im Mai 2005 als bisheriger Höchstbestand gezählt wurden. Bei 12.950 Betrieben errechnet sich ein Durchschnitt von 498 Schweinen je Halter; das sind fast 5 Prozent mehr als im Vorjahr und 29 Prozent mehr als 2003 mit 387 Schweinen. Die Zahl der Schweinehalter insgesamt sank in diesem Zeitraum um knapp 3 230 Betriebe oder um ein Fünftel. Angesichts der aktuellen schlechten Preise sowie der deutlich steigenden Futtermittel- und Energiekosten dürfte der Aufwärtstrend zumindest vorübergehend gebremst werden, schätzt die Kammer.

Die endgültigen Ergebnisse 2007 sowie die Entwicklung auf Kreis- und Gemeindeebene werden nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes voraussichtlich erst 2008 vorliegen.

(Quelle: http://agrarheute.com/index.php?redid=180866)

Geschrieben von Richard Ebert am
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