Schweine: Bestände in den Niederlanden sinken bis zu 20 Prozent
Bald deutlich weniger Schweine in Holland
Topagrar.com / AgE (07.12.11) - Bis zum Jahr 2025 wird in den Niederlanden die Bedeutung der Tierproduktion für die Wertschöpfung und für die Schaffung von Arbeitsplätzen zugunsten von Acker- und Gartenbau abnehmen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die das agrarökonomische Institut (LEI) der Universität Wageningen im Auftrag des Haager Agrarressorts angefertigt hat.
Die Schweinebestände werden der LEI-Studie zufolge in den kommenden 14 Jahren um bis zu 20 % sinken und die Anzahl der Schweinehaltungen wird sich halbieren. Dies sei vor allem bedingt durch die künftig erforderlichen und extrem hohen Investitionen in Tier- und Umweltschutz bei ohnehin schon geringen Gewinnmargen.
Allerdings gebe es auch Lichtblicke für diesen Betriebszweig: Verschiedene Initiativen zur Verbesserung des Umwelt- und Tierschutzniveaus im Rahmen des Gütezeichens „Beter Leven“ deuteten auf die Innovationsfähigkeit des Sektors hin. Einen positiven Einfluss könnten auch künftig steigende Phosphatpreise haben, so dass Wirtschaftsdünger aus der Schweinehaltung besser als bisher verwertet werden könnte. Darüber hinaus sei die weltweite Nachfrage nach Fleisch in den vergangen Jahren deutlich gestiegen.
(Quelle: http://www.topagrar.com/news/Schwein-News-Bald-deutlich-weniger-Schweine-in-Holland-642085.html )
Großer Optimismus am Schweinemarkt: In den kommenden 12 Monaten werden durchschnittliche V-Preise von rund 1,60 Euro erwartet. Im Herbst 2009 lag diese Erwartung noch bei 1,32 Euro.