Richard Ebert
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Schweine: Chancen und Risiken der Exportmärkte / V-Preis minus 3 ?

Chancen und Risiken der Exportmärkte für die deutsche Fleischwirtschaft

Agrarheute.com / AgE, Löningen (05.10.09) - Der Geschäftsführer der German Meat GmbH, Steffen Reiter, legte bei der Tagung "Fokus Schwein Weser-Ems" in Löningen Chancen und Risiken der Exportmärkte für die deutsche Fleischwirtschaft dar.

So stellte Reiter mit Blick auf die Schweinehaltung in China fest, dass der Bedarf des bevölkerungsreichsten Landes der Welt die eigene Produktion noch bei weitem übersteige, auch wenn in der Volksrepublik bereits weltweit jedes zweite Schwein stehe. "Sechs Pfoten müssten die Schweine haben", sagten die Chinesen, so Reiter. Der Experte verwies auch auf die Risiken einer zunehmenden Internationalisierung der Märkte: So sei Japan, global größter Importmarkt für Schweinefleisch, wegen der Wildschweinepest in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nach kurzer Öffnung wieder für deutsche Ware gesperrt worden.

Moderates Wachstum um Tiefpreisphasen zu überstehen

Derweil mahnte Dr. Albert Hortmann-Scholten von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen die heimischen Schweinehalter zu einer "moderaten Wachstumsstrategie", die eine Eigenkapitalausstattung von 50 Prozent vorsehe, um die zunehmenden Tiefpreisphasen unbeschadet zu überstehen. Man dürfe die Augen vor dem Strukturwandel aber nicht verschließen, so Hortmann-Scholten in seinem Referat. Die optimale Betriebsgröße leite sich unter anderem auch von der Logistikkette ab. So müsse man in der Lage sein, ganze Lastwagen zu beladen. Für die Ferkelerzeugung bedeute dies etwa 700 bis 800 Sauen und in der Mast Bestände von 3.400 bis 3.500 Schweinen pro Betrieb, erklärte Hortmann-Scholten. Er wies außerdem darauf hin, dass im neuen niedersächsischen Agrarinvestionsförderungsprogramm (AFP) die Ferkelerzeugung privilegiert gefördert werde.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/schwein/schwein/%22sechs_pfoten_m%FCssten_schweine_haben%22_.html?redid=320201)

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Kassamarkt: Gestiegene Wochenschlachtung

Am Schlachtschweine Markt trifft ein umfangreiches Lebendangebot auf eine große Abnahmebereitschaft der Schlachtindustrie. Trotz der schwachen Fleischgeschäfte und dem Feiertag haben die Schlachtbetriebe im Nordwestraum ihre Schlachtungen ausgeweitet. In der vergangenen Woche stiegen die Schlachtungen um knapp 10.000 auf 681.000 Stück, das sind 70.000 mehr geschlachtete Schweine als in der gleichen Vorjahreswoche.

(Quelle: VR Agrarberatung]

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Terminmarkt: Kurse brechen weiter ein

Auch wenn die Umsätze für Eurex Schweine mit heute 3 Kontrakten mehr als gering sind, weist der Trend der Terminmarkurse weiter in Richtung Süden. Januar und Februar Schweine wurden um jeweils 2,5 Cent auf 1,20 bzw. 1,23 Euro niedriger gehandelt. Dezember Schweine wurden um 4 Cent auf 1,26 Euro und März Schweine um 3 Cent auf 1,29 Euro nach unten getaxt.

Der M 12 Index für Schweine gab um 1,23 Cent oder fast 1 Prozent auf 1,3256 Euro nach - ein neues Jahrestief.

Ferkel wurden auf Vortagsbasis umsatzlos getaxt, nur 1 Kontrakt Oktober Ferkel wurde zu unverändert 33 Euro gehandelt. Index unverändert beim Jahrestief von 39,67 Euro.

Morgen wird der Preis der Internet Schweinebörse bekannt gegeben. Die 1,45 Euro der Vorwoche dürften nicht zu halten sein, der Preis könnte 3 bis 5 Cent schwächer notieren.

Aussichten: Freitag minus 3 Cent

Das reichliche Angebot sorgt für anhaltenden Preisdruck. Nach Angabe einiger Fleischhändler lässt sich die Ware nicht immer problemlos absetzen. Der Terminmarkt erreicht täglich neue Tiefstkurse. Ein Preisrückgang wird immer wahrscheinlicher.

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Geschrieben von Richard Ebert am
wollewatz
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#1]

Für die Ferkelerzeugung bedeute dies etwa 700 bis 800 Sauen und in der Mast Bestände von 3.400 bis 3.500 Schweinen pro Betrieb, erklärte Hortmann-Scholten. Er wies außerdem darauf hin, dass im neuen niedersächsischen Agrarinvestionsförderungsprogramm (AFP) die Ferkelerzeugung privilegiert gefördert werde.

Ich weiß nicht warum man so etwas macht. Damit die Ferkelerzeuger in ein paar Jahren wieder die Maschinenhallen voller 40kg- Ferkel haben, die keiner mehr kaufen will?
Investittionsförderungsprogamme halte ich für den Schweinemarkt für falsch. Was wir brauchen ist Nachfrage und nicht Angebot. Davon gibt es reichlich.

Gruß,
wollewatz.

schneemann111
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@wollewatz #2

Das wird nicht mehr so lange dauern, im Grunde kann man sich das Aufstallen doch im Augenblick sparen. Meine vor kurzem gestellte Prognose für Weihnachten und Jan/Feb 1,15€ wird immer wahrscheinlicher und damit sind wir bei einem Ferkelpreis incl. allem frei Hof von 45.-€, darüber geht nichts mehr. Also müssen noch mehr Sauen raus um den Angebotsdruck zu nehmen. Da hilft auch kein Afp. Von reiner Geldvernichtung können Sauenhalter und Mäster nicht leben.

Gruß
Schneemann

Richard Ebert
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Es ist wieder so ruhig hier im Forum, während der Terminmarkt in der Spitze fast 5 Cent niedriger notiert.

Wer kann bitte die Ergebnisse der Internet Schweinebörse mitteilen ?

Wird es am Freitag einen Preisrückgang geben ?

Schweineturbo
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@ Richard Ebert [#4]

Internet Schweinebörse:

585 Schweine, Durchschnitt 1,38 € d.h. -7 cent gegenüber Vorwoche.

mfg

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