Schweine Chicago: Saisonale Preise
[b]HE[b/]
Langsam wird mir meine Verkaufsposi beim HE-Future (Dec Verkauf zu 70)unheimlich.Der Kurs steht bei 65.45, der Kurs für
Feb bei 71.5
Apr bei 75.7
May bei 81.5
Jun bei 84.5
Das ist ja unglaublich! Baut da jemand einen corner auf oder ist das Sabotage von Franjo oder Spomi?
MfG
hw
@ hardworker [#1]
wie schon im anderen Thema geschrieben, glaube ich an roll Effekte. es ist Monatswechsel. da beginnt es zu rumoren. ich würde glattstellen. corner wäre der gegenteilige Effekt. alles wird aufgekauft, damit es zu physischer Knappheit kommt. da steht dann der Dec über dem Februar. Gratulation SPOMI
Mit dem corner meinte ich auch die entfernten Kontrakte. Sooo große Differenzen sind mE nicht durch das Rollen zu erklären, zumal der nächste Termin noch 8 Wochen entfernt liegt.
Den vorzeitigen Ausstieg aus einem profitablen oder auch einen noch nicht ausgestoppten, nach meinen Regeln eingegangenen Trade, habe ich mir abgewöhnt, bzw ich hoffe darauf, nicht mehr rückfällig zu werden.
Du kennst das sicher, mit Logik kann man an der Börse vieles nicht erklären. Also weiter dem Trend folgen. Manche Übertreibung läuft so gut, daß sich alle wundern. Und die Ränder der Gauß'schen Glockenkurve sind nun mal in den Märkten höher als sie eigentlich sein dürften.
Trotzdem hoffe ich, daß jemand eine Idee zu den hohen contango's hat.
MfG
hw
@ hardworker [#3]
Wie steht eigentlich die Kasse?
@ hardworker [#3]
Es handelt sich meines Erachtens um die ganz normale Saisonalität der Schweinepreise, die auf im Laufe des Jahres unterschiedlich zur Verfügung stehenden Futtermitteln, unterschiedlichen Essensgewohnheiten der Menschen, dem Zyklus der Aufzucht der Tiere, dem Wetter etc. beruht. Details finden sich sicherlich an anderer Stelle im Forum.
In den letzten 12 Jahren war der Spread LHM/LHZ 5 mal bei 24 oder darüber - der derzeitige Wert von 19 ist also nichts wirklich Besonderes.
Bei den Meats führen die unterschiedlichen Monate ein deutlich stärkeres Eigenleben als bei den Grains oder gar den Metals, weil sich Fleisch nicht wirklich günstig lagern lässt.
Mit besten Grüßen, Myrrdin
Wenn Du trendfolgend handelst, dann folge dem Trend doch einfach weiter und rolle den Kontrakt. Bei Short Positionen setze ich persönlich aber immer ein "realistisches" Kursziel bei dem ich dann auf jeden Fall verkaufen würde. Short geht halt nicht tiefer als 0 und 0 ist nicht realistisch.
Bei Long Positionen sieht das anders aus. Ich kann z.B. bei meiner Gold Long Position einfach kein Kursziel bestimmen. Haben wir jetzt den Höchstkurs für einige Jahre gesehen, steigt Gold auf über 2500$ oder ist bei Gold eine Blasenbildung erst bei 6000$ erreicht wie Sandra Navidi in einem Interview sagte.
Ich bin zu blöd das zu beurteilen und jeder andere wohl auch. Deshalb halte ich meine Positionen stur nach System und versuche das Gehirn während der Zeit nicht auf dumme Gedanken kommen zu lassen. Beim Trendfolgen verdient man das Geld mit den ganz grossen Moves. Alles andere ist nur Spielkram.
"Trotzdem hoffe ich, daß jemand eine Idee zu den hohen contango's hat."
Siehe:
http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=13176&CP=0&F=47
#370
Nochmals in Farbe:
1. Saisonalität
+
2. Fundamentale Aspekte:


Hohes Schlachtgewicht
+
Hohe Schlachtraten (wie saisonal üblich)
+
Historisch atypisch hohe Prämie des Futures gegen Kassakurs
=
Meine Empfehlung:
Ich würde tgl. Schlachtgewichte und Schlachtraten im Auge behalten.
@ benedikt54 [#4]
Dazu habe ich keine Daten, also keine Ahnung.
Myrrdin Hört sich nach viel Erfahrung an.Danke
Steelskin Gute Idee. Bisher lasse ich die shorts genauso wie long so lange laufen, bis sie zum Tagesziel(recht hoch gesetzt, damit ich nicht gerade die kräftigen moves durch ein zu kleines Ziel systematisch auslasse)oder zum (ebenso wie das Ziel bei positiver Richtung täglich manuell nachgezogen und leicht veränderlich , je nach vola und Bauch)SL
laufen. Aber wie findest Du ein realistisches Ziel?
Peterq Danke für Deine Bilder, aber so tief kann ich nicht einsteigen. Dazu fehlt mir der Grips und die Lust. So wie im chart alle Meinungen der Marktteilnehmer enthalten sind, so sind für mich im Trendverlauf auch die Ansichten der involvierten Trader enthalten. Zumindest bis zum letzten Kurs. Den Versuch , die künftige Entwicklung abzuschätzen starte ich alleine mit meinem Trendfolgeansatz. Vielleicht kannst Du mit Deiner Methode die Trefferquote erhöhen, vielleicht auch nicht. Wenn Du als Analyst oä von einer Firma dafür bezahlt wirst, ok.
Aber wer leistet sich als Privatperson diesen Aufwand?
Holst Du Deinen verbratenen Stundenlohn damit nachhaltig rein?
Machst Du es gerne?
Wenn Du die letzten beiden Fragen mit ja beantworten kannst, darfst Du stolz sein. Sonst bist Du halt auch einer von den vielen Fleißigen, die nur mit ihrem immensen Aufwand den Durchschnitt übertreffen.
MfG
hw
@ hardworker [#8]
auch einer von den vielen Fleißigen, die nur mit ihrem immensen Aufwand den Durchschnitt übertreffen.
Die Börse ist ein Geschäft wo man auch mit viel Fleiss und Arbeit (und das ist harte Arbeit)keine Garantie für nachhaltigen Erfolg hat.
An der Börse haben die Leute den meisten Erfolg, die einen entsprechenden Informationsvorsprung besitzen, wie auch immer dieser zustande kommt.
Um aus allgemein zugänglichen Informationen welche der Markt ja schon lange kompensiert hat Profite zu schlagen gehört viel Phantasie.
Meist werden damit Argumente für Preisbewegungen untermalt oder versucht im nachhinein zu begründen.
Wenn obige Charts die Bewegung begründen, dann muss man doch auch akutell sagen können wie sie weitergeht, oder?
Das ist ein weiser Spruch. Aber dem Info-Vorsprung haftet ez´twas illegales an. Oder wie geht das sonst?
MfG
hw
@ hardworker [#10]
Insiderwissen ist nicht gleich kriminelles Verhalten. Es liegt doch in der Natur der Dinge das Produzenten eines bestimmten Produktes als erste Wissen ob die Erträge positiv sind, oder ob es zu Engpässen kommen kann.
Betreibt nun der Produzent eine aktive Absicherung seiner Ware, dann wird er bei Kenntnis preistreibender Faktoren seine Absicherung zurückfahren, da er ja höhere Preise für sein Produkt bekommt.
Auf dieser Überlegung basieren ja auch die theorien von Larry Williams betreffend des open Interest.
Was wie ich meine nicht nur eine Theorie ist, sondern sich auch laufend in der Praxis bewährt.
Wer sich mit der Materie intensiv befasst, für den kamen die Anstiege im Grainsektor wenig überraschend, das was überraschend war, war die Dynamik.
@ hardworker [#3]
Der Termin- und Kassamarkt für Lean Hogs ist so riesig, dass cornern ausgeschlossen ist. Zudem wird der Terminmarkt anhand des Kassapreises abgerechnet.
Dass Winterschweine viel billiger sind als Somerschweine (extreme an der Eurex: Tief Januar, Hoch August), liegt zum Beispiel am Verbrauch (Grillfeste im Sommer, wenig Verbrauch im Januar), als auch am Wachstum (Schweine nehmen bei Hitze nur wenig an Gewicht zu). Myrrdin hat das sehr gut beschrieben.
Schöne Grüsse, Richard Ebert