Schweine Cockpit, 23.01.2015 - Diskussion
ZMP-Meinung:
Das Schlachtaufkommen bleibt vorerst für die Absatzlage reichlich. Aber es gibt Anzeichen für Besserungen. Die Zahlen der Voranmeldungen für die kommende Woche sind auf Durchschnittswerte gefallen. Der weitere Rückgang des Eurokurses liefert zusätzliche Perspektiven für den Export. Die Verhandlungen zur teilweisen Lockerung des russischen Importverbotes auf der Grundlage der Regelungen von Anf.Febr.2014 in Sachen Afrikanischer Schweinepest könnten kleine Hilfen liefern. Die Einfuhrverbotsliste auf der Basis der Regelungen vom 08. Aug. 2014 sind nicht betroffen. Es geht um Lebendimporte (Zuchttiere), Innereien und einigen Speckteilen, die aus Frankreich und möglicherweise aus Dänemark und Italien geliefert werden dürfen. Eine Bestätigung aus Russland liegt aber noch nicht vor. Insbesondere müssen erst die Herkunftsorte von der russischen Veterinäraufsicht begutachtet werden. Für Deutschland als angrenzendes Gebiet zu Polen sind keine Regelungen in Aussicht.
Angesichts der Einschränkungen auf seuchenbezogene Aspekte von Anf. Febr.2014 unter Ausschluss der Gegenmaßnahmen zu den westlichen Sanktionen in Sachen Ukraine-Konflikt von Anf Aug.2014 sind die Entlastungswirkungen gering anzusiedeln. Die Gespräche im Rahmen der Grünen Woche in Berlin sind der Kategorie "guten Willen zeigen" einzuordnen. Neben den politischen Aspekten bleibt als größtes Hindernis für eine Wiederaufnahme der Lieferungen nach Russland die wirtschaftliche Seite mit der schwachen russischen Wirtschafts- und Einkommenslage infolge der Rohölpreissenkungen und der Halbierung der Kaufktaft des russischen Rubel.
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