Schweine: Die Nachfrage der Schlachtbetriebe ist kaum zu bedienen
Muskelfleischanteil: Speckmaß ist entscheidend - Mäster werden fleischärmere Typen künftig noch früher und leichter verkaufen müssen als fleischreichere
Topagrar.com (21.05.10) - Die neue FOM-Schätzformel für die Klassifzierung von Schlachtschweinen, die Anfang Mai anlässlich der Kulmbacher Woche erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, gibt dem Speckmaß noch mehr Gewicht. Die Schweinezucht wird sich daher künftig noch stärker auf dünne Rückenpeck-Auflagen konzentrieren müssen. Und die Mäster werden fleischärmere Typen künftig noch früher und leichter verkaufen müssen als fleischreichere.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.topagrar.com/?option=com_content&task=blogcategory&id=25&Itemid=520)
Kassamarkt: Die Nachfrage der Schlachtbetriebe ist kaum zu bedienen
Das Angebot an schlachtreifen Schweinen fällt derzeit bei den meisten Viehhändlern und Erzeugergemeinschaften nur begrenzt aus. Die Nachfrage der Schlachtbetriebe kann häufig nicht vollständig bzw. nicht so zeitnah wie gewünscht bedient werden.
Die Fleischnachfrage hat vor dem Pfingstwochenende bei deutlich steigenden Temperaturen spürbar angezogen. Auch für die kommenden Tage wird mit einer begrenzten Angebotsmenge gerechnet.
Zusätzlich zu den guten Geschäften beim Fleischexport sind inzwischen auch wieder die ersten Exporte von lebenden Schlachtschweinen nach Russland angelaufen, was zu einer weiteren Marktentlastung beiträgt.
Wie wichtig dieser Preisanstieg ist, zeigt auch die Tatsache, dass Deutschland in den letzten Monaten den bisher deutlichen Preisabstand zu Dänemark eingebüßt hat und in den beiden vergangenen Wochen sogar von Dänemark überholt wurde.
Die Zahl der Schweineschlachtungen ist in der vergangenen Kalenderwoche bedingt durch den fehlenden Schlachttag am Feiertag Christi Himmelfahrt deutlich zurückgegangen. Mit 885.000 Schweinen wurden etwa 120.000 Tiere weniger als in der Vorwoche geschlachtet.
(Quelle: ISW, Damme, auszugsweise)
August Schweine waren heute der meistgehandelte Kontrakt mit Kursen bis zu 1,52 Euro
Terminmarkt: Minimaler Kursanstieg
Der Schweine Terminmarkt in Frankfurt blieb bei einem Umsatz von 14 Kontrakten und einem Anstieg des M 12 Index um 0,06 Cent auf 1,4087 Euro freundlich.
Ferkel blieben ungehandelt, Index minus 2 Cent auf 45,21 Euro.
Saisonale Aussichten: Herbst- und Winter-Schweine kaufen !
Durch den starken Preisanstieg dieser Woche zeigen die saisonalen Indikationen, vorausgesetzt die Kurse entwickeln sich in den nächsten 12 Monaten wie im Durchschnitt der letzten 10 Jahre, starke Kaufsignale. Besonders November- und Dezember Schweine werden derzeit um rund 5 Cent unter dem fairen Kurs gehandelt.
Empfehlung: Shortpostionen in diesen Laufzeiten eindecken, die Rote Seite könnte Terminkäufe vornehmen
@ Richard Ebert [#1]
Aktuell könnte man November für 1,40 haben und Dezember für 1,37. Glauben Sie wirklich dass wenn der Sommer und die aktuell vielleicht etwas freundliche Stimmung vorbei ist, die Preise dieses Niveau übersteigen werden.
Zur Zeit wird doch jeder Ferkelschwanz von den Mästern sofort eingestallt.
Zu diesen Preisen würde ich eher verkaufen. Doch das geht aktuell für November nur um 1,30 und Dezember um 1,27.
Und hier liegen wir zum x-ten male beim großen Problem der Schweineterminbörse. Die kleinen Umsätze und die damit verbundenen weit auseinander
liegenden Kurse zwischen Bid und Ask.
Ich habe auch kein Patentrezept wie das zu lösen ist. Einen Hund der nicht will kann man nicht zum Jagen tragen.
Mfg und schöne Pfingsten
BB
@ Bauer Bernie [#2]
Glauben Sie wirklich dass wenn der Sommer und die aktuell vielleicht etwas freundliche Stimmung vorbei ist, die Preise dieses Niveau übersteigen werden.
Das ist für mich keine Glaubensfrage, sondern die einer statistischen Wahrscheinlichkeit, nicht mehr aber auch nicht weniger.
Zu diesen Preisen würde ich eher verkaufen. Doch das geht aktuell für November nur um 1,30 und Dezember um 1,27.
Wie kommen Sie auf eine solche Idee ? Vielleicht gibt es einen Käufer für November Schweine, der bereit ist Ihren Wunschkurs von 1,35 Euro zu zahlen, aber nicht kaufen kann, weil der Verkäufer, zum Beispiel Sie, kein Angebot in den Markt stellt. Wenn immer alle auf die anderen warten, gibt es keine Umsätze.
Ich habe auch kein Patentrezept wie das zu lösen ist.
Ich habe eines. Wenn Sie und andere Aufträge in den Markt stellen, geht die Geld-/Brief Spanne automatisch weiter zusammen. Wenn Sie mit den Kauf oder Verkauf etwas näher zur Mitte rücken, wird die Gegenseite dies vermutlich auch tun. Was hält Sie davon ab, Ihren Wunschverkauf zu 1,35 Euro gleich Montag früh einzustellen ?
Schöne Grüsse, Richard Ebert
@ Richard Ebert [#3]
Wenn ich z.B. eine Aktie kaufen will, sagen wir Dt Bank und diese notiert z.B. bei 50 €, dann kann ich diese sofort haben zu diesem oder ganz minimal abweichenden Preis von 50,03€
Das Geschäft ist gelaufen, die Aktie in meinem Depot fertig.
Wenn ich einen Schweinekontrakt haben will für Dezember Notierung 1,36 € krieg ich den nicht weil der nächste erst bei 1,40 verkaufen will. Es ist mir zu Aufwändig immer dann zu schauen ging der Kontrakt übern Tisch oder nicht. Wenn ich mich entscheide zu handeln dann jetzt und zu diesem Kurs dann ist die Sache abgehakt. Wenn das nicht geht, dann lieber gar nicht. Es ist mir schon öfters passiert, dass ich einen Preis (keinen Phantasiepreis) einstellen ließ, wochenlang drauf schauen musste und nix ging.
Es muss sein wie im richtigen Handel auch. Die Maschine kostet 50 000.-€, kaufen oder bleiben lassen. Schluss aus.
Mfg
BB
Das ist ein bisschen weit ausgeholt; Bauer Bernie.
Wieviel Aktien deines Beispieles werden denn am Tag gehandelt?
Ich vermute; es sind in einer guten Stunde mehr als Schweinekontrakte gesamt im ganzen Jahr.
DAS ist der Unterschied.
Und daran "krankt" das ganze System.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Muehlenbach [#5]
Wir wiederholen uns. Siehe #2.
Mfg
@ Bauer Bernie [#4]
Wenn ich einen Schweinekontrakt haben will für Dezember Notierung 1,36 € krieg ich den nicht weil der nächste erst bei 1,40 verkaufen will.
Sie wollten November Schweine zu 1,35 Euro verkaufen, diese waren stundenlang zu diesem Kurs angeboten. Sie hätten nur zuschlagen müssen.
Ich habe November Schweine heute zu 1,41 Euro verkauft. Sie hätten das heute auch tun können bei 1,409 Euro und damit noch knapp 6 Cent mehr erlöst als Sie wollten.
Es muss sein wie im richtigen Handel auch. Die Maschine kostet 50 000.-€, kaufen oder bleiben lassen. Schluss aus.
Das sehe ich ganz anders. Die Maschine hat einen Briefkurs von 50.000 und einen Geldkurs, den Sie beim Verkauf in der nächsten Minute erlösen würden, von vielleicht 40.000 Euro oder noch viel weniger. Sie kaufen die Maschine immer zum Briefkurs. Exakt das können Sie ganztägig bei allen Schweine- und Ferkelfutures an der Eurex.
@ Muehlenbach [#5]
Der Vergleich mit der Deutschen Bank hinkt genau so wie der mit einer Maschine, die noch nicht mal täglich gehandelt wird. Von der Deutschen Bank werden heute vermutlich rund 30 Millionen Aktien gehandelt, das sind pro Minute rund 42.000 Aktien oder pro Stunde 2,5 Millionen Aktien.
Schöne Grüsse, Richard Ebert
[i]Heute wurden November Schweine zu 1,41 Euro gehandelt. Dies ist als sehr kleiner Punkt erkennbar.[/b]